Ein überraschender Vorteil deine eigene Seite zu erstellen: Dein Vokabular wächst! Du siehst plötzlich regelmäßig Worte wie „Webhosting“ oder „Frontend-Interface“ und nimmst bestimmte Akronyme auseinander wie IP und SEO. Sicher, du hast immer noch keine Ahnung, was diese Wörter oder Akronyme eigentlich bedeuten, aber du hast schon mal von ihnen gehört!

In diesem Guide werden wir die helfen, zumindest eine deiner Fragen zu beantworten: Was ist Webhosting? Es ist nicht so kompliziert oder technisch, wie du vielleicht denkst – wir werden keine einzige Programmierzeile erwähnen, versprochen! Stattdessen erklären wir alles, was jemand wissen muss, der eine Website erstellt: wie es funktioniert, die verschiedenen Arten und worauf du achten musst.

Was ist Webhosting eigentlich?

Kurz gesagt beschreibt Webhosting den Ort, wo du die Daten deiner Website speicherst (oder hostest): Medien, Formatierung, Backups etc. Diese Daten werden auf einem Server gespeichert – einschließlich Cloud-Servern – und deine Kunden greifen direkt auf diese Server zu, wenn sie deine Seite besuchen.

Server sind sehr komplexe Hardware, daher mieten die meisten Leute Serverplatz bei einem Webhosting-Anbieter. Du kannst das Webhosting-Unternehmen als Vermieter betrachten, die Serverplatz an verschiedene Mieter vermieten, und den Server zudem warten, so wie Vermieter sicherstellen, dass die Mieter warmes Wasser haben.

was ist webhosting? bekannte grafik aus dem film matrix
Dies ist kein Bild vom Webhosting. Dies ist ein Matrix-Effekt, der genutzt wird, um abstrakte Techniken wie „Datenspeicher“ visuell darzustellen. Via Pexels.

Das Gute ist, dass viele Website-Baukästen Hosting als Teil ihres Pakets anbieten, einschließlich Wix, Squarespace und Shopify. Wenn du einen von ihnen nutzt, musst du dir um Webhosting überhaupt keine Gedanken machen. Wenn du immer noch Schwierigkeiten hast, dich für einen zu entscheiden, schau dir unseren Guide dazu an, wie du den richtigen Website-Baukasten wählst.

Selbst wenn für dein Hosting gesorgt ist, heißt das nicht, dass deine Arbeit vorüber ist. Hosting deckt nicht Bereiche wie deinen Domainnamen ab (was dasselbe wie deine URL oder Webadresse ist). Auch wenn einige Hosting-Unternehmen Domainnamen nebenbei verkaufen, ist der Kauf einer unbenutzten Domain ein separater Service.

Ebenso beinhaltet Webhosting nicht immer weitere Funktionen wie E-Mail oder Webdesign, auch wenn sie hin und wieder in Hosting-Paketen enthalten sind. Erwarte diese Dienste nicht von deinem Webhosting-Anbieter, so wie du von deinem Vermieter auch nicht erwarten würdest, Dekokissen für dich auszuwählen oder dir bei anderen Einrichtungsentscheidungen zu helfen.

Die 5 wichtigsten Arten des Webhostings

Sofern du nicht weißt, wie du deine Server selbst aufbaust und wartest, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du mit einem Webhosting-Unternehmen arbeiten wirst. Wie oben erwähnt beinhalten einige Website-Baukästen Hosting, wenn du dich anmeldest, daher sind sie in gewisser Weise dein Webhosting-Anbieter.

webhosting server
Eine Reihe von Servern, die typischen „Arbeiter“ in der Anlage eines Hosting-Anbieters. Via Pexels.

Aber einige erfordern Hosting von Drittanbietern (z. B. WordPress) oder vielleicht möchtest du deine eigene Seite erstellen, ohne einen Website-Baukasten zu nutzen. In diesem Fall musst du mit einem Hosting-Unternehmen arbeiten. Weiter unten sprechen wir über die 5 häufigsten Arten des Webhostings, damit du eine Vorstellung davon bekommst, wonach du suchen musst.

Shared Hosting

Shared Hosting ist eine der häufigsten Formen des Webhostings. Hier werden verschiedene Seiten auf demselben Server gehostet und teilen dieselben Ressourcen. Dies ist für den Hosting-Anbieter von Vorteil, da er seine Server effizienter nutzen kann, und die Kunden erhalten einen besseren Preis, weil sie nicht für einen ganzen Server bezahlen. Der Nachteil ist, dass du nicht viel Platz für dich selbst hast, daher funktioniert dies nur für Seiten, die nicht viel Traffic haben.

VPS Hosting

Auch bekannt als Virtual Dedicated Server (VDS). Ein Virtual Private Server (VPS) ist etwas besser als Shared Hosting. Im Grunde teilst du dir immer noch denselben Server mit anderen Kunden, aber jeder verfügt über eine fest zugewiesene Menge an Ressourcen. Es kostet mehr als Shared Hosting, aber nicht so viel wie dediziertes Hosting.

Dedicated Hosting

Beim Dedicated Hosting hast du den ganzen Server für dich allein. Dies gibt dir Ressourcen, um viel Traffic und aufwändigere Medien handhaben zu können, kostet aber mehr. Dedicated Hosting eignet sich mehr für etablierte Webseiten, die etwas mit dem zusätzlichen Platz anfangen können.

Cloud Hosting

Cloud Hosting ist die neueste Art des Hostings. Beim Cloud Hosting werden deine Daten in der Cloud gespeichert statt auf einem Server. Dies schützt deine Daten vor einem lokalen Stromausfall oder Geräteausfall, ganz zu schweigen davon, dass dir nur die Ressourcen in Rechnung gestellt werden, die du nutzt. Daher sind die Kosten sowohl günstig als auch flexibel.

Was ist der Nachteil? Manche Kritiker sagen, dass Cloud Hosting weniger sicher ist, aber diese Mythen wurden weitgehend widerlegt. Kurz gesagt ist Cloud Hosting genauso sicher wie die anderen Formen des Hostings.

Managed Hosting

Managed Hosting ist keine Art des Webhostings wie Shared Hosting, VPS Hosting, Dedicated Hosting oder Cloud Hosting – es bedeutet einfach, dass dein Anbieter sich zusätzlich zur Sicherheit und Wartung auch um deine Daten kümmert. Die Idee dahinter ist, dass gegen eine zusätzliche Gebühr Experten des Anbieters deinen Account managen. Dies ist eine beliebte Wahl für Leute, die sich nicht mit den technischen Belangen auseinandersetzen wollen; ansonsten musst du eventuell einen internen IT-Experten engagieren.

Vorteile des Webhostings

Nach der Frage „Was ist Webhosting?“ ist die zweithäufigste Frage „Brauchst du es?“ Oftmals brauchst du es nicht, da sich – wie oben erwähnt – viele Website-Baukästen für dich darum kümmern. Aber manchmal benötigst du es doch und selbst wenn du dich mit Technik auskennst, bietet Webhosting viele Vorteile im Vergleich dazu, dich selbst drum zu kümmern.

Manche Seiten erfordern es

Zunächst einmal ist Webhosting essenziell, wenn du eine Seite auf bestimmten Plattformen erstellst. Die größte Plattform ist WordPress – natürlich handelt es sich hier nur um eine von vielen, aber auf dieser Plattform werden beinahe die Hälfte (39,5 %) aller Webseiten betrieben. Knapp 40 % der Webseiten benötigen also einen Hosting-Dienst, einschließlich aller E-Commerce-Seiten, die WooCommerce nutzen wollen.

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Weißt du noch, wann du das letzte Mal ein Backup deiner Seite erstellt hast? Illustration von LittleFox.

Regelmäßige Wartung

Hosting-Anbieter bieten grundlegende Server- und Datenwartung, selbst wenn du dich gegen Managed Hosting entschieden hast. Zum einen stellt dies sicher, dass du niemals ein geplantes Upgrade verpasst oder vergisst, deine Daten regelmäßig zu sichern. Darüber hinaus kannst du dich beruhigt zurücklehnen, wissend, dass all deine Daten in den Händen eines Profis sind.

Sicherheit

Der vielleicht größte Vorteil des Hostings ist die Sicherheit. Cyberkriminalität wird mit jedem Tag raffinierter, aber Hosting-Provider sind bei aktuellen Schutzvorkehrungen immer auf dem neuesten Stand. Das müssen sie auch – eine ihrer vorwiegenden Aufgaben ist es, für die Sicherheit der Kundendaten zu sorgen.

Bessere Performance

Hosting hat Einfluss auf alle signifikanten Bereiche der Website-Performance, einschließlich Ladezeiten und Bandbreite. Wenn deine kleine Seite beispielsweise plötzlich über Nacht viral geht, könnte der erhöhte Traffic einen kleinen selbstverwalteten Server überlasten.

Hosting-Anbieter stellen nicht nur sicher, dass deine Seite immer online bleibt (oder sollten es sicherstellen – das nennt sich Verfügbarkeitsgarantie, mehr dazu unten), sondern können auch ein Content Delivery Network (CDN) in dein Hosting einbinden. CDN bedeutet, dass die Daten deiner Seite geografisch nah an deinem Nutzer gespeichert werden, damit die Seite schneller lädt. Dies kann zu kompliziert sein, um sich selbst darum zu kümmern, aber manche Hosting-Anbieter verfügen über alles, was du dazu benötigst.

Wie du den richtigen Hosting-Anbieter wählst

Wenn du einen Hosting-Anbieter benötigst, stehen jede Menge zur Auswahl. Genau genommen zu viele – der Wettbewerb ist hart, wie es bei der Menge der Leute, die ihre eigene Website wollen, zu erwarten ist. Wie findest du also heraus, welcher Anbieter der beste für dich ist? Wir haben ein paar Tipps für dich.

Notiere alle Funktionen, die du möchtest

Hosting-Anbieter gibt es in vielen verschiedenen Größen – groß und klein, teuer und günstig. Der Trick besteht darin, einen Anbieter zu finden, der das bietet, was du brauchst, und noch ein bisschen mehr; du willst schließlich nur für die Funktionen bezahlen, die du benutzt.

Erstelle eine Liste mit dem, was du willst und schau sie dir an, während du nach Hosting-Anbietern suchst. Dies stellt nicht nur sicher, dass dir nichts entgeht, sondern macht es auch leichter (und schneller), alle verschiedenen Optionen durchzugehen.

Wir sprechen unten über einige der Standardfunktionen, aber du solltest auch einige weniger wichtige berücksichtigen, zum Beispiel 24/7-Kundensupport. Wenn du jemand bist, der immer Fragen hat und direkte Kommunikation bevorzugt, kann Support einen großen Unterschied ausmachen.

Hosting-Anbieter, die sich um deine Website-Anforderungen kümmern illustration
Stelle sicher, den richtigen Hosting-Dienst für deine Website zu wählen. Bild von Orange Crush.

Bandbreite und Traffic

Mehr als alles andere bestimmen Bandbreite und Traffic, welches Hosting-Paket du benötigst. Kleine Seiten kommen mit kleinem Hosting aus, aber sobald du viel Traffic hast, wirst du dein Hosting upgraden müssen, da du sonst riskierst, dass deine Seite down geht.

Wenn dies deine erste Seite ist, wirst du leider schätzen müssen, wie viel du benötigst. Wenn du mit schnellem Erfolg rechnest, wähle einen Hosting-Plan, der sich notfalls anpassen lässt. Beginne ansonsten mit einem kleinen Plan und erweitere ihn nur wenn nötig.

Speicher

Wenn du große Mediendateien wie hochauflösende Videos oder erweiterte visuelle Effekte verwendest, benötigst du ebenfalls teurere Hosting-Pakete, um genug Speicherplatz zu bekommen. Wenn du Standardfotografie und / oder nur wenige Videoclips verwendest, sollte der Standard-Hosting-Speicher ausreichen.

Besondere Funktionen

Abhängig von deinem Geschäftsmodell oder wie du die Dinge handhabst, solltest du auch ein paar optionale Funktionen in Erwägung ziehen:

  • Verfügbarkeitsgarantie – Eine Klausel in deinem Vertrag, die garantiert, dass deine Seite 99 % oder 100 % der Zeit online sein wird.
  • SSL-Zertifikat – SSL steht für Secure Socket Layer und ist eine Sicherheitsmaßnahme, die eine verschlüsselte (also sichere) Verbindung zwischen deinem Nutzer und dem Server bietet. Seit 2018 werden Seiten ohne SSL in Chrome als „Nicht sicher“ markiert, daher wirst du ohne wahrscheinlich Nutzer verlieren. Wenn dein Hosting-Anbieter kein SSL anbietet, musst du dich selbst darum kümmern.
  • SEO-Tools – Ein großer Teil der Suchmaschinenoptimierung findet hinter den Kulissen statt. Sollte SEO also wichtig für deine Unternehmensstrategie sein, musst du sicherstellen, dass dein Hosting-Anbieter sich darum kümmert.
  • Verlängerungsgebühr – Hier ist ein Trick mancher Hosting-Anbieter: Sie bieten günstige Startpakete, erhöhen dann aber den Preis, nachdem alles eingerichtet ist. Achte auf Verlängerungsgebühren, bevor du dich anmeldest, und welche Nachteile du hast, wenn du zu einem anderen Hosting-Unternehmen wechseln möchtest.

Abgesehen davon solltest du dir Bewertungen anschauen, bevor du dich anmeldest. Es gibt jede Menge ehrliche Hosting-Anbieter, aber du musst dich trotzdem vor den Betrügern in Acht nehmen.

Zusammenfassung: Hosting ist nur der Anfang

Das richtige Webhosting ist nur der Anfang – du musst deine Seite außerdem entsprechend deiner Branche, deines Brandings, deines Geschäftsmodells und deines Stils designen. Zum Glück kannst du auch dafür einen „Dienstleister“ engagieren.

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