Eines sollte klar sein: Webdesign ist eine komplizierte Designdisziplin, bei der es ein Leben lang dauern kann, sie zu meistern. Und als wäre das nicht schon schlimm genug, ist es auch noch ein Bereich, der sich jede Sekunde weiterentwickelt, während die Technik fortschreitet. Stelle dir mal da Vincis Frust vor, wenn sich die Leute nach nur fünf Jahren darüber beschwert hätten, dass die Mona Lisa „alt aussieht“.

Webdesign ist etwas, mit dem sich so ziemlich jeder auf Führungsebene eines Unternehmens auseinandersetzen muss, aber nur Designexperten wirklich verstehen. Wenn du ein tolles Webdesign möchtest, musst du die Grundlagen lernen, damit du kommunizieren kannst, was du möchtest. Selbst wenn du einen Experten engagierst, der deine Seite designen soll, brauchst du immer noch Hintergrundinformationen, damit du einen talentierten Webdesigner von einem mittelmäßigen unterscheiden und erklären kannst, was er tun soll.

Wir wissen, wie schwer es für Nicht-Designer ist, dieses ganze Webdesign-Ding zu verstehen, daher haben wir diesen praktischen Guide erstellt, um dich durch die Grundlagen zu führen. Hier sind die zehn besten Webdesign-Tipps, die du kennen musst (und zusätzlich einige nützliche Dos and Don’ts), unterteilt in drei Kategorien: Komposition, Ästhetik und Funktionalität. Egal ob du einen Designer engagierst oder es selbst machst, achte bei deinem finalen Webdesign auf diese zehn Grundlagen.

Komposition

1. Räume auf

Lass uns zunächst über die häufigsten Anfängerfehler im Webdesign reden: ein unordentlicher Bildschirm. Die meisten Leute haben eine Liste mit all den Dingen, die sie auf ihrer Website wollen, und weil sie es nicht besser wissen, werfen sie einfach alles auf den Bildschirm – und auf dieselbe Seite.

Intenz web design
Webdesign von Slaviana

Im Grunde verwässert jedes Element, das du deinem Webdesign hinzufügst, alle anderen. Wenn du zu viele ablenkende Elemente hast, weiß dein Nutzer nicht, wohin er schauen soll, und du bietest kein zusammenhängendes Erlebnis mehr. Wenn du im Gegenzug nur die notwendigen Elemente hinzufügst, sind diese Elemente wirksamer, da sie sich die Aufmerksamkeit nicht teilen müssen.

Mehr Weißraum bedeutet weniger Unordnung und das ist das, was wirklich zählt bei einem minimalistischen, sauberen Webdesign.

Schau dir an, wie der Homescreen bei Intenz von Top Level Designer Slaviana nur das Nötige zeigt: Navigationsmenü, Logo, Slogan, Call-to-Action und ein paar spärliche Bilder für die Atmosphäre und um das Produkt zu zeigen. Sie haben natürlich noch andere Infos, aber präsentieren sie später, damit ihre Seiten nie zu überladen sind. Es ist das visuelle Äquivalent zu Pacing.

Damit ein Webdesign wirkungsvoll ist, muss es gestrafft werden – es muss einen klaren Weg oder Wege für den Nutzer geben, denen er folgt. Es gibt viele verschiedene Arten, dies zu erreichen (einige werden unten erläutert), aber der erste Schritt besteht immer darin, Raum für Elemente mit hoher Priorität zu schaffen, indem man diejenigen mit weniger Priorität entfernt.

Do:

  • Schneide das Fett ab. Prüfe deine Designs auf die essenziellen Dinge. Wenn ein Element nichts zum Gesamterlebnis beiträgt oder es verbessert, entferne es. Wenn ein Element auch auf einer anderen Seite überleben kann, verschiebe es dorthin.
  • Beschränke Pullout-Menüs. Pullout-Menüs (Drop-downs, Fold-outs etc.) sind ein guter Weg, Unordnung zu reduzieren. Wenn möglich, versuche diese versteckten Menüs auf sieben Punkte zu beschränken.

Don’t:

  • Sidebars verwenden. Neue Besucher werden sie wahrscheinlich nicht benutzen. Außerdem, wenn all deine Optionen nicht in dein Hauptnavigationsmenü passen, musst du deine Navigationsstruktur sowieso vereinfachen (siehe unten).
  • Slider verwenden. Die Bewegungen und neuen Bilder in einem Slider lenken ab und sie schwächen deine Kontrolle darüber, was dein Nutzer sieht. Es ist besser, nur deine besten Bilder zu zeigen und zwar die ganze Zeit.

2. Nutze hinreichend Weißraum

Wie willst du den ganzen Raum füllen, nachdem du aufgeräumt hast? Dürfen wir vorschlagen, ihn mit nichts zu füllen?

Streamflow web design
Webdesign von Hitron

Negativraum (aka Weißraum) ist in der bildenden Kunst der Fachbegriff für Bereiche in einem Bild, die keine Aufmerksamkeit erregen. In der Regel sind diese leer oder weiß, wie ein wolkenloser Himmel oder eine farblose Wand. Obwohl langweilig, wenn er für sich steht, kann Negativraum das Hauptthema komplementieren und verbessern, wenn er künstlerisch genutzt wird, die Lesbarkeit verbessern und dafür sorgen, dass man das Bild besser „aufnehmen“ kann.

Mein Mantra lautet: Einfach ist immer besser. Es lenkt beinahe sofort Aufmerksamkeit auf das, was für den Nutzer wichtig ist. Außerdem ist einfach attraktiv.
- Hitron

Bei Streamflow von Top Level Designer Hitron nehmen der Untertitel und CTA den Hauptfokus ein. Nicht weil sie auffällig oder aufdringlich sind, sondern aufgrund des Negativraums um sie herum. Dieser Landingscreen lässt den Nutzer leichter verstehen, was das Unternehmen macht und wohin er auf der Seite als nächstes soll. Sie haben zudem umwerfende Bilder von Wolken, aber auf eine wunderschöne, minimalistische Art – eine clevere Komposition mit jeder Menge geschickt genutztem Negativraum.

Do:

  • Umschließe deine wichtigsten Elemente mit Negativraum. Je mehr Negativraum sich um etwas befindet, umso mehr Aufmerksamkeit erhält es.
  • Vermeide langweilige Layouts mit sekundären Bildern. Andere ästhetische Elemente wie Farbe oder Typografie (siehe unten) können die Lücke optisch ausfüllen, wenn es viel Negativraum gibt.

Don’t:

  • Das falsche Element hervorheben. Umschließe nur die wichtigsten Elemente mit Negativraum. Wenn dein Ziel beispielsweise Conversions sind, umschließe deine E-Mail-Adresse oder deinen CTA mit Negativraum – nicht dein Logo oder dein Angebot.
  • Überladene Hintergründe verwenden. Der Definition nach sollen Hintergründe größtenteils unbemerkt bleiben. Wenn dein Hintergrund nicht genügend Negativraum hat, wird er von deinen Hauptelementen ablenken.

3. Leite den Blick deines Nutzers durch visuelle Hierarchie

Wenn dich ein Fachbegriff wie „Negativraum“ nicht aus der Bahn wirft, wie sieht es dann mit „visueller Hierarchie“ aus? Er bezieht sich darauf, verschiedene visuelle Elemente wie Größe oder Platzierung zu verwenden, um zu beeinflussen, welche Elemente dein Nutzer zuerst, als zweites oder zuletzt sieht. Ein großer, dicker Titel oben auf einer Website und winzige rechtliche Informationen am Ende sind ein gutes Beispiel dafür, visuelle Hierarchie zu nutzen, um bestimmte Elemente anderen vorzuziehen.

Shearline web design
Webdesign von Canvas Creation

Bei Webdesign geht es nicht nur darum, was du auf deiner Seite hinzufügst, sondern wie du es hinzufügst. Nimm die CTA-Buttons: Es reicht nicht, dass sie einfach nur da sind. Erfahrene Designer platzieren sie bewusst und geben ihnen kräftige Farben, um hervorzustechen und suggestiven Text, um Klicks zu fördern. Elemente wie Größe, Farbe, Platzierung und Negativraum können das Engagement erhöhen – oder verringern.

Die Homepage von Shearline oben bevorzugt drei Elemente: Den Titel, das Produktbild und den Call-to-Action. Alles andere – das Navigationsmenü, das Logo, der erläuternde Text – scheinen sekundär. Dies war eine bewusste Entscheidung des Designers, umgesetzt durch eine clevere Verwendung von Größe, Farbe und Platzierung.

Visual hierarchy chart
Tabelle mit Erklärung der Grundlagen visueller Hierarchie. Via Orbit Media Studios.

Schaue dir diese Tabelle von Orbit Media Studios an, um zu erfahren, wie man Aufmerksamkeit anzieht oder abwehrt. Es ist eine Vereinfachung eines komplexen Themas, aber funktioniert gut, um nackte Grundlagen zu verstehen.

Do:

  • Designe für Übersichtlichkeit. Die meisten Nutzer lesen nicht jedes Wort einer Seite. Sie sehen nicht einmal alles auf einer Seite. Designe für dieses Verhalten, indem man deine obersten Prioritäten schwer ignorieren kann.
  • Teste mehrere Alternativen. Da visuelle Hierarchie kompliziert werden kann, funktioniert ausprobieren manchmal am besten. Erstelle ein paar unterschiedliche Versionen („Mockups“) und zeige sie anderen Leuten für andere Meinungen.

Don’t:

  • Konkurrierende Elemente verwenden. Bei visueller Hierarchie geht es um Ordnung: erst dies, dann das. Staffele, wie viel Aufmerksamkeit jedes deiner essenziellen Elemente erhält, damit der Blick deines Nutzers einem klaren Pfad folgt.
  • Übertreiben. Elemente zu groß zu gestalten oder zu viel Farbkontrast kann den gegenteiligen Effekt haben. Nutze nur so viele Aufmerksamkeit erregende Taktiken wie nötig – und nicht mehr.

Ästhetik

4. Wähle deine Farben gezielt

Da du nun Prinzipien guter Komposition vertraut bist, lass uns über die Besonderheiten dieser Komposition reden. Wir beginnen mit Farbe, einem starken Tool für jeden Designer.

Oil Sands Master Class web design
Webdesign von Desinly

Zunächst einmal hat jede Farbe eine unterschiedliche emotionale Konnotation. Wenn deine Markenidentität leidenschaftlich und energiegeladen ist, würde ein anregendes Rot besser passen als ein ruhiges Blau. Neben der Wahl der richtigen Farben für deine Marke musst du sie auch richtig anwenden, beispielsweise indem du Farben nutzt, die sich voneinander absetzen, um eine visuelle Hierarchie zu erzeugen.

Um Farbe im Webdesign wirkungsvoll zu nutzen, musst du verstehen, wie Farben gebildet werden und in welchem Verhältnis sie zueinander stehen. Harmonie und Balance sind die Schlüssel zum Erfolg.

Schau dir einfach mal an, wie Top Level Designer Desinly im Webdesign für Oil Sands Masterclass Orange nutzt. Zunächst einmal ist Orange eine kluge Wahl, weil es oftmals mit den Schwermaschinen assoziiert wird, mit denen das Unternehmen zu tun hat. Zusätzlich kombinieren sie das Orange wunderbar mit einem schwarzen Hintergrund, damit es noch mehr hervorsticht. Sie verwenden auch durchgehend dieselbe Farbe als Highlight für Stichwörter und Buttons und binden es sogar in das Hintergrundfoto ein.

Do:

  • Erzeuge eine Farbhierarchie. Nutze jeweils eine einzelne Farbe für dein Hauptelement (primär), die Highlights (sekundär) und andere, weniger wichtige Elemente (Hintergrund).
  • Bleibe bei einheitlichen Motiven. Sobald du eine Farbpalette festgelegt hast, bleibe bei ihr. Halte deine primären, sekundären und Hintergrundfarben über deine gesamte Seite hinweg einheitlich.

Don’t:

  • Deine persönlichen Lieblingsfarben wählen. Die Auswirkungen von Farben haben eine nachgewiesene Wirkung auf das Marketing. Informiere dich über Farbenlehre und vergeude keine entscheidende Branding-Gelegenheit.
  • Unharmonische Farben. Die Farben logisch auszuwählen ist nicht genug; sie müssen auch gut zusammen funktionieren. Violett und Rot mögen beide deine Marke gut repräsentieren, aber der Effekt geht verloren, wenn sie nicht harmonisch sind und zu einem hässlichen Design führen.

5. Geize nicht an der Fotografie

Dandrea Produce web design
Webdesign von JPSDesign

Auch wenn es optional ist: Wenn du dich dazu entscheidest, echte Fotografie in deinem Webdesign zu verwenden, mache es richtig. Effektive, bedeutungsvolle Fotografie kann dein Unternehmensziel voranbringen. Fotos in schlechter Qualität hingegen können es ausbremsen.

Bei Fotografie muss es eine Verbindung zwischen Branding und Konzept geben. Fotografie kann Kontrast erzeugen, Aufmerksamkeit erregen oder sogar den Blick auf den nächsten Abschnitt lenken.

In einem Webdesign Fotografie zu verwenden folgt vielen derselben Richtlinien wie für gute Fotografie im Allgemeinen. Ein fantastisches Foto in einer Kunstgalerie kann genauso fantastisch auf einer Website sein, aber die Stimmung, der Stil und die Themen müssen übereinstimmen. Schau dir das verlockende Foto im Webdesign von Top Level Designer JPSDesign oben an. Diese Blaubeeren würden überall lecker aussehen, aber auf der Seite eines Lebensmittelhändlers sind sie besonders wirkungsvoll.

Do:

  • Nutze echte Menschen. Bilder von Menschen neigen dazu, Nutzer mehr einzubeziehen – besonders Bilder deines echten Teams oder echter Kunden.
  • Erzeuge die richtige Stimmung. Fotografie kommt in beinahe unendlich vielen Stilen daher, also nutze diejenigen, die am besten widerspiegeln, worauf deine Seite aus ist. Wenn du eine fröhliche Website möchtest, nutze Bilder von lächelnden Menschen.

Don’t:

  • Offensichtliche Stockfotografie nutzen. Das entscheidende Wort hier lautet „offensichtliche“. Stockfotos können von Vorteil sein, aber nur, wenn der Nutzer nicht merkt, dass es Stockfotos sind.
  • Niedrige Auflösung verwenden. Dies ist das Zeitalter von High Definition, daher lassen Fotos in niedriger Auflösung Marken alt und erfolglos aussehen. Bonus-Tipp: Komprimiere die Bilder, um die Dateigröße zu reduzieren.

6. Optimiere die Typografie, um deine Marke aufzubauen

Auch wenn die Worte, die du oder dein Texter wählen, bereits extrem einflussreich sind, kannst du ihre Wirksamkeit abermals erhöhen, indem du ihnen den richtigen Look verpasst.

Her Habesha web design
Webdesign von Studio Ubique

Typografie umfasst alle visuellen Teile von Text, besonders die Schriftarten, aber auch andere Elemente wie Größe, Textfarbe, Stil (kursiv, fett etc.) und die Laufweite zwischen Buchstaben, Wörtern und Linien. All diese Elemente haben Einfluss auf die visuelle Hierarchie und wie deine Marke wahrgenommen wird.

Typografie kann visuell ansprechend sein, aber wenn du ablenkende Schriftarten verwendest, wird dein Leser nicht in der Lage sein, sich darauf zu konzentrieren, was du sagen möchtest, und verwirrt von deiner Website sein. Kräftige Typografie in Kombination mit einem minimalistischen Dreh is dein Gewinnerlos.

Ebenso wie Farben und Fotografie kommt Typografie in einer großen Bandbreite an Stilen daher, also wähle denjenigen, der deine Marke am besten ergänzt. Um dem Webdesign für Her Habesha etwas Raffinesse zu verpassen, nutzt das Top Level Designer-Studio Ubique eine eindrucksvolle und doch elegante Typografie für die Überschriften. Schau dir auch an, wie die Typografie für die Produkttitel unter den Bildern sich in dezente, moderne Sans-Serif-Schrift ändert, um eine Balance zu erzielen.

Do:

  • Verwende Web-Fonts. Bei aller Vielfalt der Schriftarten denke daran, bei den geprüften „websicheren Schriftarten“ zu bleiben, die auf den meisten Geräten und Computerbildschirmen angezeigt werden können. Hier erfährst du, wie du sie erkennst.
  • Studiere die unterschiedlichen Arten. Weißt du, was eine Serife ist? Typografie ist extrem nuanciert, also büffele die 5 Typen von Schriftarten, damit du verstehst, worum es geht.

Don’t:

  • Zu viele auffällige Schriftarten nutzen. Extravagante, aufmerksamkeiterregende Schriftarten können gut für Titel oder alleinstehende Wörter funktionieren, aber lenken zu sehr ab, wenn man sie exzessiv benutzt.
  • Dieselbe Typografie für alles verwenden. Wie im Beispiel von Her Habesha funktioniert Typografie am besten, wenn sie ausgeglichen ist. Verwende unterschiedliche Sets für Header, Subheader und Fießtext – und bleibe auf der gesamten Seite hinweg konstant bei diesen Sets.

Funktionalität

7. Optimiere die Navigation

Endlich kommen wir zur Funktionalität: was deine Seite kann. Die Unterhaltung über Funktionalität sollte immer mit der Navigation beginnen, dem Rückgrat jeder Website.

web design for a juice bar
Webdesign von martinthehorrible

Jeder hat seine eigenen Methoden, um sich auf einer Website zurecht zu finden. Ein gutes Webdesign richtet seine Navigation nach seinen Nutzern aus, damit sie sich intuitiv anfühlt. Je weniger Nutzer darüber nachdenken müssen, umso besser.

Das ist keine leichte Aufgabe. Es fängt damit an, wie die gesamte Seite gestaltet ist: Was bekommt seine eigene Seite, was wird auf eine Unterseite geschoben und was wird im Hauptmenü gezeigt und was nicht. Jede dieser Fragen muss beantwortet werden, bevor das eigentliche Webdesign wirklich loslegen kann.

Dann musst du deine Navigation so gestalten, dass Besucher sie leicht verwenden können, genau wie im Beispiel oben.

Do:

  • Finde eine Balance für die Menge der Option. Du willst deinen Nutzern jede Menge Optionen geben, aber du willst sie nicht überfordern. Ordne deine Seitenkategorien so, dass sie diese gegensätzlichen Ziele erfüllen.
  • Baue die Navigation um echte Nutzerdaten herum auf. Beim Onlinekauf von Schuhen suchen manche Nutzer unter „Kleidung“ und andere unter „Accessoires“. Verschiedene Nutzergruppen haben verschiedenen Vorlieben; baue deine Navigation so auf, dass sie laut Daten zur Denkweise deiner Kunden passt. Du kannst ein paar Nutzertests durchführen, wenn du dir unsicher bist.

Don’t:

  • Mit ungewöhnlichen Formaten experimentieren. Während das Experimentieren in gesunden Dosen einige neue und großartige Ideen hervorbringen kann, ist es nicht zu empfehlen für etwas so Wichtiges wie die Navigation. Damit deine Nutzer nicht zu sehr nachdenken müssen, bleibe bei den Gepflogenheiten, welche die Nutzer bereits verstehen: Navigationsmenü im Top Header, Logo mit Link zur Homepage, Suchleiste mit Lupensymbol etc.

8. Bevorzuge Mobilgeräte

Mindfulness Space web design
Web design by Ink’d

Ältere (aber nicht alte!) Menschen denken bei Webdesign eher an Desktop-Bildschirme, aber die Wahrheit ist, dass die Leute heutzutage meistens auf ihren Mobilgeräten surfen. Deshalb musst du sicherstellen, dass deine mobile Seite in einwandfreiem Zustand ist. Nicht nur für deine Nutzer, sondern auch für Google. Der Google-Algorithmus bezieht die Mobilfähigkeit einer Seite in die Suchergebnissen mit ein.

„Mobilfähigkeit“ bezieht sich darauf, wie gut deine Seite auf Geräten mit kleinen Bildschirmen erscheint. Wenn deine Website auf Mobilgeräten abgeschnitten ist oder die Bilder an den falschen Stellen erscheinen, werden deine Besucher kein angenehmes Erlebnis haben, wenn sie deine Website benutzen. Zusätzlich zu kleineren Bildschirmen haben Mobilgeräte auch völlig neue Design-Richtlinien, einschließlich Steuerungen wie „wischen“, also erwarte nicht, dass deine Desktop-Version sich nahtlos übertragen lässt.

Heutzutage ist es wirklich wichtig, sich zuerst um die Mobilgeräte zu kümmern. Die Menschen neigen dazu, mobile Layouts anders als Desktop-Versionen zu benutzen. Daher ist es für ein effektives Design wichtig, wie die Website auf einem Mobilgerät funktioniert. Konzentriere dich auf minimalistisches, sauberes Design und entferne jegliche Unordnung, damit Nutzer sich leichter auf den Inhalt konzentrieren können.

Deine Mobilversion sollte schon direkt zu Beginn oberste Priorität haben. Das bedeutet nicht, dass du deine Desktop-Version vernachlässigen kannst. Deine Website muss gut aussehen, egal welches Gerät die Leute verwenden, um sie anzusehen. Schau dir das Webdesign oben an, um zu sehen, wie Top Level Designer Ink’d verschiedene Variationen eines Designs kreiert hat und es – mit leichten Veränderungen – sowohl auf großen als auch kleinen Bildschirmen gut aussehen lässt.

Do:

  • Designe die mobile Version zuerst. Wenn du die mobile Version designst, arbeitest du aufgrund des begrenzten Platzes auf dem Bildschirm nur mit den wesentlichen Dingen. Es ist leichter, erst die mobile Version anzugehen und dann der Desktop-Version Elemente hinzuzufügen, statt erst die Desktop-Version zu designen und dann Elemente zu entfernen.
  • Bevorzuge Geräte anhand von Nutzerdaten. „Mobilgeräte“ ist ein Überbegriff, aber unterschiedliche Telefone und Tablets haben unterschiedliche Bildschirmgrößen und technische Besonderheiten. Beziehe dich auf Nutzerdaten, um zu sehen, welche Geräte deine Besucher am meisten verwenden, und räume ihnen im Design Priorität ein.

Don’t:

  • Seiten, die „m.“ enthalten. Diese mobilen Seiten, die „m.“ in ihrer URL enthalten, waren eine anfängliche Lösung für responsive Designs, bevor Designer wussten, dass mobile Seiten wichtiger werden würden als Seiten für den Desktop. Heute laden sie langsamer und machen die SEO kaputt. Die beste Option ist, eine einzelne Seite zu designen, die gut auf allen relevanten Geräten funktioniert.

9. Mache es leicht lesbar

web design with strong contrast
Webdesign von akorn.creative

Eine Seite gezielt um Bilder herum zu bauen, kann ihrer Lesbarkeit schaden. Wenn du eine Schriftart verwendest, die gut aussieht, aber niemand lesen kann, schüttest du das Kind mit dem Bade aus.

Wenn wir sagen, eine Website muss gut lesbar sein, reden wir von drei verschiedenen Dingen:

  • Gut geschrieben. Der Text ist so geschrieben, dass er zu deinen Unternehmenszielen passt und in einem Ton, der deine Zielgruppe anspricht.
  • Ästhetisches Layout. Der Text wird gut dargestellt, vorzugsweise mit viel Platz und in verdaulichen Blöcken.
  • Lesbar. Schriftart und -größe sind beide dem Lesen förderlich, ohne dass man sich anstrengen oder mehrmals lesen muss.

Obwohl die Lesbarkeit hauptsächlich von der Typografie abhängt, musst du auch Komposition und Struktur bedenken und wie der Text mit anderen Elementen interagiert – ganz zu schweigen von der Qualität des Geschriebenen.

Ein tolles Webdesign zu haben wird keine Rolle spielen, wenn niemand deinen Text lesen kann. Top Level Designer akorn.creative nimmt sich dies zu Herzen. Schaue dir an, wie im Webdesign oben das Hintergrundfoto zu Schwarz verblasst, um einen größeren Kontrast zum Text zu erzeugen und ihn lesbarer zu machen.

Do:

  • Achte auf Farbpaarungen. Wie gut die Textfarbe mit dem Hintergrund zusammenspielt, hat großen Einfluss auf die Lesbarkeit, besonders bei Menschen, die eine Lese- oder Sehschwäche haben. Versuche bei gegensätzlichen Paaren zu bleiben (helle und dunkle Töne) und wenn alles schief läuft, kannst du immer noch auf das klassische Schwarz-Weiß zurückgreifen.
  • Teste Design bei verschiedenen Lesern. Was für dich lesbar ist, muss nicht für jeden lesbar sein. Teste deine Designs bei verschiedenen Lesern, um alle Bereiche abzudecken.

Don’t:

  • Kursive oder auffallende Schriftarten für deinen Fließtext verwenden. Extravagante Schriftarten funktionieren gut, um Header und Überschriften sichtbarer zu machen, aber wenn der Nutzer Zeile für Zeile lesen muss, ist es am besten, bei einer simplen Schriftart zu bleiben, die gut für die Augen ist.
  • Große Textblöcke einfügen. Große Textblöcke schüchtern Leser ein, selbst außerhalb von Webdesign. Es ist am besten, sie mithilfe proaktiver Seitenformatierung oder erzwungenen Absatzumbrüchen aufzuteilen.

10. Sage deinem Designer, was du möchtest

AUSMAIDS web design
Webdesign von akdcreative

Sagen wir mal, du hast eine große Idee für eine Funktion auf deiner Website. Je besser du sie einem Designer erklären kannst, umso eher wird die finale Version so, wie du sie dir vorgestellt hast.

Da es sich um Teamarbeit handelt, erfordert Webdesign nicht nur technisches Können, sondern man muss auch kommunizieren können. Detailliert zu kommunizieren, was du für deine Seite möchtest, ist der direkte Weg zu einem zufriedenstellenden Design. Webdesigner sind schließlich keine Gedankenleser.

Im Beispiel für AUSMAIDS von Top Level Designer akdcreative oben scheint es, als hätte der Kunde gewusst, dass er ein Widget möchte, das es dem Nutzer ermöglicht, die Anzahl der Zimmer und die Häufigkeit der Besuche einzutragen. Der Designer nahm diese Idee und sorgte dafür, dass es gut aussieht. Das ist die ideale Zusammenarbeit zwischen Kunde und Designer und das sieht man am fantastischen Produkt.

Do:

  • Plane im Voraus, was du möchtest. Schreibe entweder auf Papier, was du möchtest, oder erstelle ein Wireframe. Beides hilft dir, an alles zu denken, und gibt deinem Designer einen guten Ausgangspunkt.
  • Sei offen. Es ist Aufgabe deines Designers, deine Website so gut wie möglich aussehen zu lassen, also bleibe für seine Vorschläge offen, selbst wenn es sich von dem unterscheidet, was du erwartet hast. Die Chancen stehen gut, dass er etwas weiß, was du nicht weißt.

Don’t:

  • Unklar oder allgemein sein. Unklare und allgemeine Begriffe wie „bunt“ oder „interaktiv“ zu verwenden, sagt nicht wirklich viel aus. Welche Farben? Wie sollen die Nutzer interagieren? Sei so genau wie möglich – oder überlasse es deinem Designer.

Du schaffst das! (Oder zumindest dein Designer)

Es ist die eine Sache, diese 10 Webdesign-Tipps zu lesen, aber eine andere, sie komplett auf deine eigene Seite anzuwenden. Bereiche wie Farbenlehre, Typografie, Komposition und Mobilfähigkeit sind sehr tiefgründig, also lasse dich nicht entmutigen, wenn du nicht alles auf Anhieb verstehst. Nur professionelle Designer können die Nuancen dieser Bereiche wirklich abschätzen. Jemanden zu engagieren, der diese Grundregeln des Webdesigns instinktiv versteht, ist in der Regel der sicherste Weg zu einem großartigen Design.

Wenn du nach einem Webdesigner suchst, kannst du mit unserer Designersuche unsere Community mit 1,4 Millionen Designern aus der ganzen Welt durchstöbern. Du kannst deine Suche nach Können, Spezialisierung oder sogar nach Branchen filtern, auf die sie sich spezialisiert haben.

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