Illustration kostenlose website erstellen

Obwohl es jede Menge Programme gibt, die sich um Design und Programmierung kümmern, bedarf es noch immer jeder Menge Zeit, Hingabe, Recherche und Kenntnisse über den Aufbau einer Website, um alles ohne externe Hilfe umzusetzen. Um diesen Prozess zu vereinfachen, haben wir diese Anleitung geschrieben, wie du eine kostenlose Website erstellen kannst. Befolge die folgenden Schritte, um günstige und kostenlose Optionen zum Erstellen deiner eigenen Website zu nutzen.

Bevor du deine kostenlose Website erstellst

Informiere dich über die Vor- und Nachteile eines kostenlosen Webdesigns

Eine kostenlose Website zu erstellen, mag wie ein Angebot klingen, das niemand ablehnen kann, aber die Wahrheit ist, dass kostenlos nicht immer bedeutet, das keine Kosten anfallen. Wenn du keinen Designer oder Texter engagierst, wirst du Grafiken und Texte selbst erstellen müssen. Mit anderen Worten: Eine kostenlose Website zu erstellen, egal in welcher Qualität, wird dich etwas kosten. Wenn schon kein Geld, dann zumindest persönliche Zeit und Mühe.

Falls möglich solltest du dich darauf vorbereiten, zumindest ein bisschen Geld zu investieren, um die besten Ergebnisse zu erzielen, wobei einige Sachen günstiger sind, als du denkst. Manchmal kann es sogar leichter und produktiver sein, den ganzen Prozess einem erfahrenen Webdesigner zu überlassen.

Kein Ahnung, welche die richtige Option für dich ist? Schau dir unseren detaillierten Vergleich zwischen Website-Baukästen und Webdesignern an >>

farbenfrohes webdesign für saftunternehmen
Vergleiche deine Optionen sorgfältig, bevor du dich dazu entscheidest, deine Website selbst zu erstellen. Individuelles Design von Iconic Graphics

Selbst wenn du aus finanziellen Gründen eine kostenlose Website erstellst, musst du die entsprechenden Einschränkungen kennen und dir überlegen, wie du sie umgehst. Obwohl jeder kostenlose Website-Baukasten seine eigenen Vor- und Nachteile hat, die du selbst herausfinden musst, haben wir hier einen kurzen Überblick darüber, welche grundsätzlichen Vor- und Nachteile es mit sich bringt, eine kostenlose Website zu erstellen.

Vorteile einer kostenlosen Website

  • Geringe Kosten, wenig Investment. Deine Zeit ist das einzige, das du riskierst.
  • Kürzere Entwicklungszeit. Eine individuelle Website zu erstellen, kann Monate dauern. In Situationen, in denen du schnell eine funktionierende Website benötigst (z. B. einen Onlineshop), ist ein Website-Baukasten eine schnelle Lösung.
  • Ideal für kleinere Website-Projekte. Wenn du nur eine Website mit einfachen Grundfunktionen benötigst und sie auch nicht besonders aussehen muss, wäre es herausgeschmissenes Geld, eine von Grund auf neu zu erstellen.

Nachteile einer kostenlosen Website

  • Keine professionelle Aufsicht oder Hilfe. DIY bedeutet, dass du auf dich allein gestellt bist.
  • Unkontrollierte Werbefläche. Einige kostenlose Website-Baukästen holen ihre Kosten durch Werbung auf deiner Seite wieder rein, was dazu führen kann, dass du keinerlei Kontrolle darüber hast, wie viele oder welche Werbeanzeigen eingeblendet werden.
  • Subdomain Hosting. Deine Website könnte an die Seite des Website-Baukasten angebunden sein, statt über eine eigenständige Domain zu verfügen. Dies kann die Suchmaschinenoptimierung und das Branding erschweren (Schau dir den nächsten Abschnitt an, um mehr über Hosting zu erfahren).
  • Eingeschränkte Seitenfunktionen. Kompliziertere Funktionen wie Nutzerprofile oder komplexere Admin- und Analyse-Tools lassen sich schwer umsetzen, ohne wenigstens ein bisschen Geld auszugeben.
  • Begrenzter Speicherplatz. Es kann Einschränkungen bei der Menge der Daten geben, die deine Seite enthalten kann, und bei den Geschwindigkeiten, mit denen diese Daten laden.
  • Vorlagenbasiert. Website-Vorlagen werden von Hunderten bis Tausenden von Webseiten genutzt. Das kann dazu führen, dass deine Seite x-beliebig aussieht.
Flat design figuren und icons für coding und webentwicklung
Ein Website-Baukasten kann einige Schritte, die zum Erstellen einer Website nötig sind, überflüssig machen. Design von damuhra

Schau dir die Schritte zum Erstellen einer Website an

Der Weg vom Nichts zu einer funktionierenden Website kann ein kompliziertes Unterfangen sein und viele Schritte beinhalten. Während die meisten kostenlosen Website-Baukästen viele dieser Schritte überflüssig machen, musst du dennoch sicherstellen, dass sich mit ihnen eine Website nicht nur erstellen, sondern auch veröffentlichen lässt.

Hier ist eine grobe Liste mit den grundlegenden Schritten, die du beachten musst, aber schau dir auch unseren ultimativen Guide zum Erstellen einer Website an, um noch mehr zu erfahren.

  1. Vorausplanung und Strategie – Definiere die Ziele der Seite und was deine Nutzer auf ihr machen können sollen
  2. Layout und Site Mapping – Lege die Anzahl der Seiten und ihren Zweck, wie sie interagieren sollen und das Wireframe-Layout jeder Seite fest
  3. Erstellung des Contents – Erstelle die Designs, Texte und Medien, die auf deine Seite sollen
  4. Front-End Webdesign – Erstelle das Front-End Design deiner Website
  5. Back-End Webentwicklung – Implementiere das Design mithilfe von Code in eine funktionierende Website
  6. Test und Überarbeitung – Überprüfe, ob es Bugs gibt oder etwas falsch dargestellt wird
  7. Domain-Registrierung – Sicher dir einen einzigartigen Domainnamen und -adresse, die den Namen deines Unternehmens enthält (z. B. Johnnysbakery.com).
  8. Hosting Setup – Speichere deine Website-Dateien und Daten auf einem sicheren Server (Anmerkung: Die meisten Website-Baukästen haben begrenzten Speicher oder Bandbreite)
  9. Content Management – Nutze regelmäßig Admin-Tools (im Content Management System, auch CMS genannt, enthalten), um Content zu managen und die Seite zu pflegen
  10. Analyse – Nutze außerdem regelmäßig Tools, um das Nutzerverhalten, die Suchmaschinenoptimierung und die grundsätzliche Performance des Marketings der Seite zu kontrollieren.

Einige dieser Schritte werden unausweichlich von dir abhängen (Planung, Content Creation und Testen). Um andere kümmern sich die Website-Vorlagen (Layout, Design und Entwicklung). Der Rest variiert abhängig von der Qualität des Website-Baukastens, den du verwendest – ob er Hosting/Domain-Dienste, ein verlässliches CMS und Analyse-Tools anbietet. Viele Website-Baukästen erfordern Drittanbieter-Provider oder Plugins, um die fehlenden Tools und Funktionen zu ersetzen, die Geld kosten können.

Wenn du dich über Website-Baukästen informierst musst du darauf achten, dass jeder dieser Schritte abgedeckt ist. Wenn einige Schritte fehlen oder unzureichend sind, suche im Vorhinein nach kostenlosen oder günstigen Lösungen, um besser vorbereitet zu sein.

Finde heraus, was du benötigst

Illustration einer figur, die im wirbelsturm von dateien fliegt
Stelle sicher, all deine Anforderungen zu kennen, bevor du eine Website erstellst. Design von loseeey

 

Nimm dir zum Schluss die Zeit, genau zu überlegen, welche Art Website du benötigst und was sie erreichen kann. Erstellst du einen Onlineshop, ein professionelles Portfolio oder ein Firmenverzeichnis? Es gibt spezifische Website-Baukästen und Vorlagen für diese Bereiche.

Darüber hinaus ist es eine gute Idee zu wissen, wie viele Seiten du benötigen wirst und welchen Zweck jede Seite erfüllen soll, beispielsweise eine Homepage, einen Blog, eine Kontaktseite, eine Produktseite, einen Warenkorb etc. Dadurch weißt du genau, nach welchen Optionen du suchen musst.

Es gibt auch bestimmte Funktionen, die du eventuell benötigst, beispielsweise Live Messaging, Abonnement-Preise, Support-Tools etc. Auch wenn Website-Baukästen wie WordPress Add-ons und Plugins von Drittanbietern anbieten, um einige Funktionen zu ersetzen, kann es schwierig sein, eine ansprechende Website-Funktionalität zu erzielen, ohne zumindest ein bisschen Geld zu investieren.

Bereits im Vorhinein zu planen, was deine Website benötigt, wird dich zu verschiedenen Website-Baukästen führen, damit du sicherstellen kannst, dass sie über die richtigen Tools, Vorlagen und Funktionen verfügen, die dir das beste Ergebnis liefern.

Wie du in vier Schritten eine kostenlose Website erstellen kannst

1. Bereite den Content deiner Website vor

Eine Website ist ein wichtiger Platz für dein Branding, daher solltest du mittlerweile zumindest ein Logodesign haben (Wann wenn nicht jetzt, wäre die perfekte Zeit, um ein Logo zu erhalten…). Zusätzlich musst du über weitere Dinge nachdenken, die deine Marke betreffen, beispielsweise Farbschemata, Schriftarten und Bilder, die auf deiner Seite implementiert werden. All deine Designentscheidungen in einem Marken-Styleguide festzuhalten, wird dir helfen, alles einheitlich zu halten. Ansonsten kann ein freiberuflicher Designer diese Designentscheidungen für dich treffen.

Wenn du wirklich absolut kein Geld ausgeben möchtest, bieten einige Website-Baukästen verschiedene Schriftarten und Farbschemata für dieselben Vorlagen und du kannst die Einstellungen auswählen, die am besten zu deiner Marke passen. Schau dir dazu diese Anleitungen an:

Wie du die Farben für dein Webdesign auswählst >>

Wie du Schriftarten für dein Webdesign auswählst >>

Logo und webdesign für abo-unternehmen für haustiere
Diese Website sorgt auf der gesamten Website für eine starken Markenpräsenz durch ein tolles Logo, Schriftarten und Farbschema. Design von nevergohungry

Du musst zudem die Texte und Medieninhalte der Website vorbereiten (oder zumindest umreißen, was du benötigen wirst), da dir dies hilft, die Vorlage auszuwählen, die am besten zum Umfang deines Contents passt. Für die Medieninhalte gibt es eine Reihe von Seiten mit kostenlosen Stockfotos, Videos und Symbolen.

Wenn du irgendwelche Medieninhalte selbst erstellen oder bearbeiten musst, lade dir ein kostenloses Grafikprogramm herunter. Dazu zählen Gimp (eine kostenlose Photoshop-Alternative) und Inkscape (eine kostenlose Illustrator-Alternative), doch sei gewarnt: Beide Programm sind relativ schwierig zu erlernen.

An diesem Punkt kann es sich lohnen, einen freiberuflichen Designer hinzuzuziehen. Einen Designer zu engagieren, der dir mit der Vorlage hilft, ist immer noch günstiger als einen zu engagieren, um dir eine Website von Grund auf zu gestalten. Sein professioneller Blick kann dafür sorgen, dass deine kostenlose Website nicht aussieht wie jede andere.

2. Erstelle einen Account bei einem Website-Baukasten

Um einen kostenlosen, qualitativ hochwertigen Website-Baukasten zu finden, musst du jede Menge Onlinerecherche betreiben. Du kannst dazu Guides wie diesen nutzen, die Website-Baukästen miteinander vergleichen, und dir die Funktionen, Nutzerbewertungen und Beispiel-Webseiten ansehen, die mit der jeweiligen Software erstellt wurden.

Schau dir auf jeden Fall die allgemeinen Nutzungsbedingungen und Preise an, selbst wenn der Website-Baukasten als kostenlose beschrieben wird. Viele kostenlose Dienste kommen in Form zeitlich begrenzter Testphasen daher oder bieten bestimmte Funktionen nur gegen Bezahlung an. Wie bereits erwähnt, solltest du dir anschauen, wie der Website-Baukasten Publishing Services wie Domain und Hosting handhabt.

screenshot WordPress.org home seite
Erstelle zuerst einen Account bei deinem kostenlosen Website-Baukasten. Bild via WordPress.org

Für mehr Details dazu, wie du dich über deine Möglichkeiten informieren kannst, schau dir unseren ultimativen Guide zu Website-Baukästen an >>

Sobald du deine Wahl getroffen hast, werden die meisten Website-Baukästen verlangen, einen Account auf der Seite zu erstellen. Dies ermöglicht es dir, deinen Fortschritt zu speichern und das Design jederzeit zu überarbeiten, wenn du Änderungen vornehmen oder Content hinzufügen musst. Dann wirst du Zugang zum CMS und den Admin-Funktionen haben.

3. Designe deine Website

Die meisten kostenlosen Website-Baukästen basieren auf Vorlagen mit Point-and-Click oder Drag-and-Drop, damit auch Einsteiger schöne Designs erstellen können.

Es ist wichtig, dass du eine Vorlage wählst, die zu deinem Unternehmen und dem Zweck deiner Seite passt. Das bedeutet, dass eine Vorlage für eine Fotografie-Seite nicht für E-Commerce funktionieren wird, selbst wenn die Vorlage schick aussieht. Um es einfacher zu machen, sortieren manchen Website-Baukästen daher die Vorlagen nach Kategorien oder Branche (z. B. Bildung, Fitness, Restaurant etc.).

screenshot weebly homepage
Ein guter kostenloser Website-Baukasten bietet dir jede Menge Vorlagen, aus denen du wählen kannst. Bild via weebly

Aus ästhetischer Sicht solltest du außerdem sicherstellen, dass die Vorlage auch für die Menge und Art deines Contents gemacht ist. Wenn deine Seite zum Beispiel mehr Bilder als Text enthält, wähle eine Vorlage, die am ehesten für die richtige Balance sorgt. Dadurch musst du die Vorlage nicht substanziell verändern (denn dann bräuchtest du auch keine Vorlage verwenden).

Einige kostenlose Website-Baukästen wie WordPress lassen mehr Personalisierung zu, aber dafür musst du dich besser mit Design und Entwicklung auskennen. Wenn dir Personalisierung wichtiger ist als Malen nach Zahlen, solltest du mehr Zeit für die Bearbeitung einplanen.

Nachdem du deine Vorlage ausgewählt hast, musst du die Platzhalter durch deinen eigenen Content ersetzen. Website-Baukästen enthalten in der Regel ein visuellen Werkzeugmenü und einen WYSIWYG-Editor, der es dir ermöglicht, Texte und Fotos in einer Live-Vorschau des Designs zu bearbeiten (im Gegensatz zu Code). Website-Baukästen sind grundsätzlich für Leute, die keine Designer sind, wodurch sie intuitiver in ihrer Benutzung sind, aber solltest du bei diesem Schritt nicht mehr weiterkommen, kannst du bei Google oder YouTube nach Tutorials suchen.

4. Veröffentliche deine fertige Website

Damit man im Internet auf deine Seite zugreifen kann, musst du dir eine Domain sichern, also deine Webadresse. Es können sich nicht mehrere Webseiten eine Domain teilen, daher solltest du im Vorhinein sicherstellen, dass deine Domain verfügbar ist. Was den Preis angeht, bieten manche Website-Baukästen kostenlose Domains, in der Regel in Form von Subdomains des Website-Baukastens (z. B. namedesunternehmens.wix.de) Die Registrierung durch einen Drittanbieter kann schon bei 10 Euro im Jahr für eine unabhängige Domain liegen.

ein webdesign auf verschiedenen computerdisplays
Sobald du deine Website auf dem Server eines Hosting-Anbieters hinterlegt hast, ist sie im Internet veröffentlicht. Design von Mike Barnes

Oftmals kann man eine Domain bei einem Hosting-Anbieter registrieren. Manche Website-Baukästen bieten Hosting-Dienste, wohingegen du bei anderen eine kostenlose, kompatible Hosting-Plattform finden musst. Auch wenn es kostenlose Optionen gibt, solltest du dir überlegen, Geld zu investieren (oftmals unter 10 Euro pro Monat), um mehr Speicherplatz, eine größere Bandbreite und mehr Sicherheit zu bekommen.

Wenn deine Dateien auf den Hosting-Server geladen sind, ist deine Seite im Internet veröffentlicht. Teste die Seite in verschiedenen Browsern und auf unterschiedlichen Geräten, um sicherzustellen, dass alles korrekt dargestellt wird und funktioniert. Du solltest im Laufe der Zeit regelmäßig den Content deiner Seite überarbeiten und aktualisieren.

Erstelle keine kostenlose Website – auf Kosten der Qualität

Eine kostenlose Website zu erstellen, ist aus finanzieller Sicht sicher möglich, aber der DIY-Ansatz erfordert persönliches Engagement. Um etwas qualitativ Hochwertiges zu erhalten, musst du dich über Website-Baukästen informieren, ihre Tools lernen und Zeit investieren, um ein tolles Ergebnis zu erzielen.

Wenn du noch am Anfang stehst und dein Budget knapp ist, kann eine kostenlose Website ein toller Weg sein, um loszulegen. Vergiss nicht, dass du später immer noch upgraden kannst, wenn du bereit bist, deine Marke und Website auf das nächste Level zu heben.

Deine Website ist eines deiner wichtigsten Tools, also stelle sicher, dass sie so professionell, einzigartig und ansprechend wie möglich aussieht. Ohne Zweifel ist der beste Weg, um an eine hochwertige Website zu gelangen, die Arbeit mit einem talentierten Designer. Ein guter Designer kann dir nicht nur Zeit, Energie und jede Menge Kopfschmerz ersparen, sondern auch ein fantastisches Ergebnis erzielen!

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