Eine gute Hochzeitswebsite zu erstellen erfordert Hingabe. Glücklicherweise handelt es sich hierbei nicht um lebenslange „In guten wie in schlechten Zeiten“-Hingabe, sondern um Zeit und Geld. Und angesichts all der anderen Dinge, die in die Planung einer Hochzeit fließen, wird es euch vermutlich an beidem fehlen.

illustration: Frau umarmt hochzeitswebsite
Wir verraten dir die nötigen Schritte zu einer Hochzeitswebsite, in die ihr euch hoffnungslos verlieben werdet. Design von OrangeCrush

Aber eine Hochzeitswebsite ist eine lohnenswerte Investition. Im Gegensatz zu einer Einladung kann sie eine kontinuierliche Kommunikationsmöglichkeit für euch und eure Gäste sein, ein Ort, an dem sie mehr Informationen darüber erhalten, wie euer Hochzeitstag abläuft, wo die Hochzeit stattfindet und welche Geschenke ihr euch wünscht. Verglichen mit den meisten anderen Seiten sind Hochzeitswebseiten simpler und zielgerichteter. Und das Beste: Heutzutage ist es nicht mehr so schwer, eine Seite zu erstellen, und es gibt Lösungen für jedes Budget.

Wenn ihr allerdings noch nie eine Website erstellt habt, kann es einschüchternd wirken, selbst eine einfache Website zu erstellen. Daher erklären wir euch jeden Schritt, der zum Erstellen einer umwerfenden Hochzeitswebsite nötig ist, damit ihr eure Energie für die eigentliche Hochzeit aufsparen könnt.

Schritt 1: Beginnt mit eurer Hochzeitsmarke

Bevor ihr mit eurer Website loslegt, solltet ihr euch Gedanken über die Marke eurer Hochzeit machen. Ihr denkt jetzt vielleicht „Wir sind ein Paar, kein Unternehmen!“, aber eine Marke kann ein guter Weg sein, um die Persönlichkeit zu konzipieren, die ihr mithilfe eines Designprojekts vermitteln möchtet. Unternehmen nutzen ihre Marke beispielsweise, um (unter anderem) ihre Werte und ihren Tonfall zu vermitteln, und diese Eigenschaften werden durch den Schreibstil und visuelle Designelemente ausgedrückt.

Auf gleiche Weise kann das Branding einer Hochzeit helfen, die beabsichtigte Stimmung zu vermitteln (sei es rustikal, modern, klassisch etc.). Da Einheitlichkeit für eine zusammenhängende Marke wichtig ist, könnt ihr die visuelle Richtung auf alles anwenden; eure Website, eure Einladungen, eure Speisekarten bis hin zu den Platzkarten etc. Deshalb ist es so nützlich, gleich von Beginn an eure Marke und somit euren Look zu entwickeln.

Ein grünes, illustriertes Hochzeitslogo, Einladung und Briefpapierdesign
Ein Hochzeitslogo wie dieses kann das Farbschema, die Typografie und den gesamten Stil aller Dinge, die mit eurer Hochzeit zu tun haben, festlegen. Design von Brush_Story

Schriftarten, Farbschemata und Bilder sind die gängigen Grafikdesign-Elemente, die beim Branding einer Website genutzt werden. Verschiedene Schriftarten können für unterschiedliche Stimmungen sorgen, von elegant bis albern, und Farben können eine emotionale Verbindung auf einer unterbewussten Ebene aufbauen. Hochzeitswebseiten enthalten in der Regel Bilder vom glücklichen Paar und/oder der Location. Wenn ihr euch unwohl dabei fühlt, diese ästhetischen Entscheidungen selbst zu treffen, denkt darüber nach, einen freiberuflichen Grafikdesigner zu engagieren, der euch ein Hochzeitslogo kreiert, und entwickelt eure visuelle Marke von dort aus weiter.

Eine weiße fotografische Hochzeitswebsite mit Bildern von Bräuten und Blumen
Eure Website könnte beispielsweise Seiten mit detaillierten Infos enthalten, oder einfach nur aus einer Bildergalerie bestehen. Design von Soda Creek Digital

Schritt 2: Legt den Inhalt der Website fest

Das Design eurer Hochzeitswebsite wird davon abhängen, welche und wie viele Informationen sie enthalten muss. Und dieser Inhalt wird vom Grund abhängen, weshalb ihr eine Website erstellt: Wollt ihr einfach nur eine Art Wegweiser für euren Hochzeitstag, wo man Details zu Parkmöglichkeiten, Tagesablauf und Dresscode findet? Wollt ihr euren Gästen eine Möglichkeit bieten, auf die Wunschliste für eure Hochzeitsgeschenke zuzugreifen? Möchtet ihr ihnen etwas über den Ort eurer Auslandshochzeit erzählen? Vielleicht trifft auch alles der oben genannten Dinge zu.

Diese Dinge bereits im Vorhinein zu entscheiden, wird euch helfen, die Anzahl und den Inhalt der Seiten zu bestimmen. Um euch ein wenig Inspiration zu geben, haben wir hier eine kurze Liste mit den häufigsten Inhalten einer Hochzeitswebsite:

  • Zeit und Datum
  • Über das Brautpaar
  • Veranstaltungsort
  • Zeitplan
  • Wunschliste für Geschenke
  • Fotogalerie
  • RSVP

Schritt 3: Überlegt euch die Funktionen eurer Website

Website-Inhalte sind selten statisch. Die meisten Webseiten sind interaktiv. Dies ist die Funktionalität eurer Website und an dieser Stelle müsst ihr euch überlegen, was eure Gäste auf eurer Website tun sollen (abgesehen davon, sie zu lesen).

Ein pastellgrünes Hochzeitswebsite-Design
Diese Hochzeitswebsite nutzt eine integrierte Karte und ein RSVP-Funktion. Design von Mahesa Kama

Sicher, Hochzeitswebseiten benötigen selten besonders komplizierte Funktionen, wie man sie in der neuesten App eines Startups aus dem Silicon Valley findet. Dennoch lohnt es sich zu schauen, was eure Hochzeitswebsite tun können muss, und so früh wie möglich zu entscheiden, welche Funktionen sie haben soll. So findet ihr bereits im Vorhinein heraus, welche zusätzlichen Kosten auf euch zukommen, sei es in Form eines Designers/Entwicklers (wenn ihr eine maßgeschneiderte Website anfertigen lasst) oder in Form von zusätzlichen Plugins (falls ihr einen Website-Baukasten verwendet).

Hier ist eine kurze Liste mit den typischen Funktionen einer Hochzeitswebsite:

  • Integration der Geschenkliste
  • Google Maps Integration
  • Social Media Integration
  • E-Mail Anmeldung
  • Passwortschutz
  • Gästebuch
  • Kalender
  • Photo Uploader für Gäste

Schritt 4: Entscheidet euch, wie eure Hochzeitswebsite erstellt werden soll

Die eigentliche Website zu erstellen kann wie ein kompliziertes Unterfangen wirken, aber es gibt verschiedene Möglichkeiten. Dazu müsst ihr weder reich noch technikversiert sein. Eure zwei besten Optionen sind ein Website-Baukasten, mit dem ihr die Website selbst erstellt, oder einen freiberuflichen Designer zu engagieren. Im Folgenden seht ihr eine kurze Übersicht der Vor- und Nachteile der jeweiligen Option. Schaut euch zudem unseren detaillierten Vergleich zwischen Website-Baukästen und Webdesignern an.

Website-Baukasten

Ein Website-Baukasten ist eine kostenlose oder günstige Lösung, die es Nutzern ermöglicht, funktionierende Webseiten zu erstellen, ohne sie programmieren zu müssen. Der Nutzer wählt einfach eine Vorlage aus, passt sie mit seinen eigenen Texten und Medien an und veröffentlicht die Seite.

Screenshot eines Hochzeitswebsite-Vorlagendienstes
Ein Website-Baukasten für eine Hochzeitswebsite bietet euch eine Reihe von Vorlagen, aus denen ihr auswählen könnt. Via The Knot

Auch wenn die meisten der bekannteren Website-Baukästen wie WordPress.org, Squarespace und Wix Vorlagen für Hochzeitswebseiten anbieten, gibt es Dienste wie beispielsweise The Knot , die sich speziell auf Hochzeitswebseiten spezialisiert haben.

Vorteile

  • Günstig oder sogar kostenlos
  • Einfach zu erlernen und zu nutzen; gemacht für Menschen, die keine Designer sind
  • Allgemein schnelle Entwicklung und Veröffentlichung der Website

Nachteile

  • Auch wenn die Tools die Arbeit erleichtern, müsst ihr die Website selbst erstellen
  • Webseiten, die auf Vorlagen basieren, können beliebig aussehen
  • Eingeschränkte Funktionalität
  • Mit zusätzlichen Funktionen wie einer spezifischen URL, Hosting und Add-ons wird es schnell teurer

Maßgeschneidertes Webdesign

Um eine maßgeschneiderte Website zu erhalten, müsst ihr einen Designer engagieren, der das Layout der Seite erstellt, und einen Entwickler, der alles programmiert. Ihr werdet auch eine spezifische Domain und Hosting erwerben müssen, um die Dateien eurer Website speichern zu können.

Ein Hochzeitswebsite-Design mit Blumenillustrationen und einem rosa Farbschema
Diese Hochzeitswebsite kommt mit einem Layout, Farbschema und Illustrationen daher, die speziell auf das glückliche Paar zugeschnitten sind. Design von CCDesignSol

Obwohl das Erstellen einer maßgeschneiderten Seite mehr Schritte erfordert und höhere Kosten mit sich bringt, kann es sich angesichts des einzigartigen Ergebnisses lohnen. Häufig ist es sogar günstiger, als man denkt. Eine Kreativ-Plattform wie 99designs bringt euch mit freiberuflichen Designern aus der ganzen Welt in Kontakt, die wesentlich weniger verlangen als eine Full-Service-Agentur. Manche Designer fungieren sogar gleichzeitig als Entwickler, wodurch ihr nicht noch extra einen engagieren müsst. Allerdings solltet ihr das euren Designer im Vorhinein fragen.

Vorteile

  • Einzigartige Website
  • Weitaus mehr Funktionen als bei Vorlagen
  • Überlasst die Erstellung der Website einem Profi, statt es selbst zu machen

Nachteile

  • Höhere Kosten, abhängig vom Designer oder Entwickler; ab 800,- €
  • Maßgeschneiderte Webseiten benötigen längere Entwicklungszeit
  • Nach der Veröffentlichung der Seite kann es schwieriger sein, selbst Änderungen vorzunehmen

Schritt 5: Designt die Website

In den meisten Fällen wird dir der größte Teil eines Webdesign abgenommen. Entweder wird der Designer ästhetische Entscheidungen treffen oder die von euch gewählte Vorlage wird das Layout vorgeben. Man sollte sich überlegen, was eine Hochzeitswebsite ausmacht, damit ihr die richtige Vorlage wählen oder dem Designer Feedback geben könnt.

Minimalistisches Hochzeitswebsite-design mit Aquarellblumen
Diese Hochzeitswebsite nutzt ein spärliches Menü und eine zentrierte Ausrichtung zusammen mit jeder Menge Weißraum, damit sich die Informationen leicht überblicken lassen. Ebenfalls verwendet sie ein florales Muster in Wasserfarben und eine elegante Schreibschrift, um den fröhlichen Charakter der Veranstaltung zu betonen. Design von Slaviana

Es gibt zwei wichtige Zwecke, die das Design eurer Hochzeitswebsite erfüllen sollte. Der erste Zweck besteht darin, Informationen zur Verfügung zu stellen: Eure Website existiert als Referenz für eure Gäste (Tagesablauf, Wegbeschreibung, Menü etc.) und diese Informationen sollten leicht zu finden sein. Da Hochzeitswebseiten selten komplex sind, können sie minimalistisch gestaltet werden. Simple Layouts mit jeder Menge Weißraum und einer klaren visuellen Hierarchie sind dazu essenziell.

Schau dir unseren Guide zu Website-Layouts an >>

Der zweite Zweck ist, Vorfreude zu erzeugen: Eine Hochzeitswebsite soll für euren großen Tag werben und die Bilder sollten die Gäste schon Monate im Voraus in Feierlaune versetzen. Natürlich sollten auf der Seite qualitativ hochwertige Hochzeitsfotos zu sehen sein, aber ihr könnt auch andere Grafikdesign-Techniken nutzen, um für eine feierliche Stimmung zu sorgen. Durch ein helles, lebendiges Farbschema fühlt sich ein Design warm und einladend ein, weshalb Pink-, Rot- und Pastelltöne auf Hochzeitswebseiten üblich sind. Abgerundete Formen sowohl bei der Schriftart als auch bei abstrakten Linien können im Gegensatz zu harten geometrischen Formen ebenfalls eine lebendige, fröhlich Atmosphäre vermitteln. Wenn es etwas förmlicher sein soll, könnt ihr neutrale Töne wie Weiß oder Schwarz und elegante, geschwungene Schriftarten im Stile einer Schreibschrift nutzen.

Schritt 6: Veröffentlicht eure fertige Hochzeitswebsite

Sobald ihr eure Website erstellt habt, müsst ihr sie nur noch im Internet veröffentlichen. Ihr werdet euch eine Domain sichern müssen, mit der ihr gegen eine jährliche Gebühr eine spezielle URL oder Webadresse bei einem Unternehmen wie GoDaddy kauft. Ihr müsst auch Speicher auf einem Hosting-Server kaufen, um die Dateien eurer Website speichern zu können (viele Domain-Services bieten auch Hosting an). Einige Website-Baukästen bieten ebenfalls Domain und Hosting auf ihrer Plattform an, falls ihr einen solchen benutzt habt. Sobald ihr dies erledigt habt, müsst ihr nur noch eure Domain mit eurem Hosting-Server verbinden (dabei kann euch euer Entwickler oder die Hosting-Plattform helfen) und die Website ist online.

Ein Hochzeitswebsite-design mit einem rosa, goldenen und weißen Farbschema
Design von Gabriel Vasile

Testet eure Seite vorher, um sicherzustellen, dass das Layout in unterschiedlichen Browsern und auf verschiedenen Geräten gut aussieht und dass die interaktiven Funktionen auch wie erwartet funktionieren. Für den Fall, dass ihr Änderungen vornehmen oder einfach Informationen aktualisieren müsst, wird ein gutes Content Management System hilfreich sein. Idealerweise sucht ihr vorher bereits nach einem guten CMS. WordPress ist definitiv eines der gebräuchlichsten. Und schon seid ihr fertig – und habt eine Hochzeitswebsite, in die sich eure Gäste verlieben werden.

Findet einen umwerfen Designer für eure Hochzeitswebsite

Während eine Einladung nur ein einmaliger Schriftwechsel ist, können eure Gäste auf eurer Hochzeitswebsite nach aktuellen Informationen und Fotos suchen – die Party vor der Party sozusagen. Auch wenn sie nicht das Komplizierteste oder Teuerste bei eurer Hochzeitsplanung sein muss, sollte sie doch nicht schlechter sein als der Rest eurer Hochzeit. Es sollte sich um eine schöne Seite handeln, die eure Gäste informiert und die gleichzeitig euch als Paar feiert. Ein talentierter Designer wird euch eine große Hilfe sein, eure Hochzeitswebsite zu erstellen und eure Gäste in Verzückung zu versetzen.

Auf der Suche nach einem wunderschönen Design für eure Hochzeitswebsite?
Unsere talentierten Designer helfen euch.