Eine vielfach publizierte Umfrage von Elance-oDesk and Freelancers Union hat ergeben, dass sich circa ein Drittel der amerikanischen Erwerbstätigen als Freelancer betrachten. Kleine Unternehmen wenden sich an unabhängige Dienstleister, um ihre Arbeitslast zu verringern und ihr Unternehmen zu vergrößern. Hier zeigen wir dir, wie man ein Team aus Freelancern zusammenstellt, das dir den Rücken freihält.

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Schritt 1: Entscheide dich, ob du einen unabhängigen Auftragnehmer oder einen Angestellten möchtest

Der erste Schritt besteht darin zu entscheiden, ob ein Freelancer oder ein fester Angestellter der Richtige für den Job ist. Freelancer können in vielen Bereichen deines Unternehmens hilfreich sein. Einige übliche Bereiche zum Ausgliedern beinhalten:

  • Eine Website gestalten
  • Blogartikel schreiben und andere Marketingaufgaben erledigen
  • Die Auftritte des Unternehmens in sozialen Netzwerken verwalten
  • Poster, Logos, Visitenkarten und andere visuelle Repräsentationen des Unternehmens ausarbeiten
  • Videos filmen und bearbeiten

Was kann dann ein Freelancer nicht für dich tun? Alles, worauf dein Unternehmen tagtäglich angewiesen ist, um sich über Wasser zu halten. Eine Tierklinik z.B. kann einen freien Mitarbeiter beschäftigen, der Werbebroschüren schreibt und gestaltet, aber die Empfangsdame und der Anästhesist müssen Angestellte sein. Und es gibt noch einige andere Faktoren, nach denen das Gesetz einen freien Arbeiter von einem Angestellten unterscheidet.

  • Wann und wo die Arbeit erledigt wird: Ein Angestellter kommt jeden Tag zu einer bestimmten Zeit ins Büro. Ein Freelancer arbeitet zumeist, wann und wo es ihm passt.
  • Nutzung von Betriebsmitteln: Ein Freelancer stellt i.d.R. seinen eigenen Computer, seine Software etc. bereit. Ein Angestellter nutzt deine Geräte, um die Arbeit zu erledigen.
  • Schulung: Du engagierst Freelancer für Dienste, von denen sie bereits Kenntnisse haben. Du schulst deine Angestellten, damit sie bestimmte Aufgaben für deine Firma erledigen können.
  • Bezahlung: Ein Angestellter erhält ein Gehalt. Ein Freelancer wird nach Projekt bezahlt.

Bei einigen dieser Punkte gibt es etwas Spielraum. Manche Unternehmen verpflichten einen freiberuflichen Editor auf Honorarbasis. Andere können Angestellte haben, die nie oder kaum im Büro sein müssen, um ihre Arbeit zu erledigen. Grundsätzlich ist es aber so, dass, je mehr sich ein Arbeiter wie ein traditioneller Angestellter verhält, umso wahrscheinlicher ist es, dass der Staat ihn auch als solchen betrachten wird und von dir verlangt, dementsprechend Steuern zu zahlen.

Schritt 2: Definiere das Projekt

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via Stacy Spensler

Bevor du ein Stellenangebot für einen Freelancer ausschreibst, mache dir klar, was du erwartest. Wenn du einen Social Media-Manager verpflichtest, welche Plattformen soll er dann für dein Unternehmen verwalten? Wie viele Tweets oder Posts erwartest du pro Tag? Ein Schreiber wird von dir wissen wollen, ob er dir Ideen präsentieren soll, oder basierend auf Themen, die du festlegst, schreiben soll. Ein Website Entwickler wird von dir wissen wollen, welche speziellen Funktionen du auf deiner Seite haben möchtest und wie viel technischen Support du erwartest, sobald die Seite online ist. Eine klar definierte Stellenbeschreibung wird es für den Freelancer leichter machen, mit der Arbeit für dich zu beginnen. Es wird auch dabei helfen, die richtigen Bewerber mit den Qualifikationen, die du benötigst, anzulocken.

Schritt 3: Stelle die richtigen Leute ein

Der mit Abstand wichtigste Schritt für eine erfolgreiche Partnerschaft mit einem Freelancer ist, von vornherein die richtige Person zu verpflichten. Besonders wenn du fortlaufende Arbeit hast, müsst ihr in der Lage sein, effektiv zusammenzuarbeiten.

Wenn du mit dem Gedanken spielst, einen Freelancer zu engagieren, beginne mit einem Bewerbungsgespräch. Frage den Freelancer nach seiner Erfahrung, Verfügbarkeit, wie viel Zeit er normalerweise für ein Projekt benötigt und wie er deine genauen Ziele angehen würde.

Bevor ihr offiziell ein Projekt beginnt, unterschreibt einen Vertrag. Der Vertrag ist ein wesentlicher Teil deiner Freelancer-Partnerschaft. Es sollte explizit erwähnt werden, dass ihr kein Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Verhältnis eingeht. Hier werden ebenfalls die Projektdetails umrissen, der Zeitplan, die Bezahlung und die Rechte. Ein guter Vertrag schützt dich und deinen Freelancer, also arbeite nicht ohne. Viele Freelancer Seiten beinhalten einen Vertrag in ihrem Servicepaket.

Schritt 4: Manage das Projekt

Es kann leicht in Vergessenheit geraten, dass, obwohl Freelancer dir einen großen Teil der Arbeit abnehmen, Managing viel Zeit in Anspruch nimmt. Plane Extrazeit ein, um neue Projekte zu beginnen und gebe Feedback, bevor endgültige Entscheidungen fällig sind. Dies ist besonders bei neuen Freelancern wichtig. Das ist, was Management typischerweise während der gesamten Dauer eines Projekts mit sich bringt.

Du hast keine Kontrolle darüber, wie ein Freelancer die Arbeit durchführt und du wirst die Person vielleicht niemals persönlich treffen. Gerade dann ist Kommunikation essenziell, um sicherzugehen, dass jeder glücklich ist. Plane Abgabetermine zur selben Zeit jede Woche oder jeden Monat für wiederkehrende Projekte, damit Freelancer deine Projekte im Voraus zu ihrem Kalender hinzufügen können. Lass Freelancer immer wissen, wie sie dich am besten erreichen können und gib dein Bestes, ihnen so schnell wie möglich zu antworten, wenn sie einen Auftrag für dich durchführen. Schnelles Antworten ist eine gute Möglichkeit, eine starke Partnerschaft aufzubauen.

Red pen editing paper
Via Nic McPhee

Freelancer können keine Gedanken lesen. Deswegen brauchen Auftragnehmer von Zeit zu Zeit Feedback, damit sie wissen, wie sie dich beeindrucken können. Ein guter Freelancer ist offen für konstruktive Kritik und wird gerne die notwendigen Änderungen für dich vornehmen.

Deine Aufgabe in diesem Fall ist es, so genau wie möglich zu sein, was für dich funktioniert und welchen Ansatz du bevorzugst. Versuche dem Filmentwickler zu sagen, den Hintergrundton in der zweiten Minute des Videos zu korrigieren oder bitte den Designer, einen helleren Blauton zu versuchen. Wenn die Überarbeitung in halbwegs kurzer Zeit mit den geforderten Änderungen zurückkommt, bist du gut aufgestellt.

Zeitpläne sind auch wichtig, wenn es Zeit für die Bezahlung ist. Du wärst überrascht, wie viele Freelancer ein Problem damit haben, Zahlungen rechtzeitig einzufordern. Bezahle dann, wann du es versprochen hast und du wirst bei jedem Freelancer einen Stein im Brett haben. Sei sogar ein paar Tage früher dran und du bist auf dem besten Wege, einen Sonderstatus zu bekommen.

Schritt 5: Bewerte die Ergebnisse

Du bist derjenige, der entscheidet, wie Erfolg und Wachstum für dein Unternehmen aussehen. Schaue dir mindestens ein Mal im Jahr die Ergebnisse der Arbeit des Freelancers an. Was funktioniert gut? Worauf kannst du deine Bemühungen im nächsten Jahr oder Quartal konzentrieren? Nimm jegliche Anpassungen an deiner Strategie vor, die du brauchst und teile dem Freelancer mit, worauf du dich konzentrieren möchtest. Diese Kniffe können mit der Zeit deinen Freelancer zu einem Experten darin machen, dein Unternehmen zum nächsten Ziel voranzutreiben.

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