Die Zeit des Jahres für schaurige Geschichten ist gekommen, und heute haben wir einige besonders gute für dich.

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Die Wahrheit ist, du solltest dich nicht vorm Scheitern fürchten. Einige der erfolgreichsten Unternehmer da draußen scheiterten fürchterlich bevor sie ihr Ziel erreichten, und sie haben es überstanden. Hier sind einige gruselige Geschichten über das Scheitern, erzählt von Menschen, denen später der große Durchbruch gelang – und was wir von ihren Fehlern lernen können.

John Rampton: System gehackt

John Rampton

John Rampton ist mehrfacher Unternehmer, Investor und Experte im Online-Marketing. Er ist außerdem ein ungemein erfolgreicher Online-Autor, der regelmäßig für Entrepreneur, Fortune, Forbes, Mashable, Huffington Post, Inc., Time und TechCrunch schreibt. Tatsache ist, wenn du dich regelmäßig mit Unternehmertum oder Startups beschäftigst, hast du wahrscheinlich schon einmal etwas aus John Ramptons Feder gelesen.

Doch bevor er Berühmtheit dafür erlangte, ein Unternehmen nach dem anderen zu gründen, und jedes einzelne davon zum Laufen zu bringen, wurde Rampton gehackt, und befand sich plötzlich in einer Zwickmühle:

“Als ich mein Unternehmen ganz frisch gegründet hatte, arbeiteten wir 3 Monate lang daran, das Produkt aufzubauen. Wir gingen an den Start und alles schien wunderbar. Als wir 6 Monate im Geschäft waren, mit über 15.000 Kunden, geschah das Unvorstellbare: wir wurden gehackt. Der Hacker schickte mir eine Liste mit jeder einzelnen E-Mail-Adresse in unserem System. Ich wurde kreideweiß. Alles woran ich gearbeitet hatte, könnte zerstört werden. Ich fand heraus, dass der gleiche Typ in der Vergangenheit schon dreimal PayPal gehackt hatte – er ist gut.”

Rampton entschloss sich zu einer unkonventionellen Taktik. Eine Taktik, die für die Rettung seines Unternehmens und seines Rufs verantwortlich sein könnte:

Er wollte ein Kopfgeld. Ich sagte, wir haben keines, aber bot ihm eine Belohnung von 1.000 Dollar dafür an, dass er eine Lücke in unserem System gefunden hatte.
- @johnrampton

“Ich entschloss mich, ihm zu sagen ‚Gute Arbeit‘ und dass er wohl beträchtliche Fähigkeiten habe. Er wollte ein Kopfgeld. Ich sagte, wir haben keines, aber bot ihm eine Belohnung von 1.000 Dollar dafür an, dass er eine Lücke in unserem System gefunden hatte. Freundlicherweise nahm er das Angebot an, löschte alle Aufzeichnungen und half uns dabei, ein klaffendes Loch in unserem System zu schließen. Seither flickt er alle Lücken in unserem System und überprüft alles doppelt und dreimal. Als das passierte, war er gerade mal 14 Jahre alt. So lernte ich, dass selbst der jüngste Kopf eine wertvolle Bereicherung darstellen kann. Hätte ich auf andere Weise reagiert, dann hätte die Geschichte ganz anders ausgehen können.”

Bernd Storm: Musste lernen, was für ein erfolgreiches Business wirklich zählt

Portrait von Bernd Storm van's Gravesande

„Ich wollte raus aus meiner Konzern-Karriere als Unternehmensberater. Daraufhin gründete ich andUNITE, eine Kombination aus Suchmaschine und Social Network, bei der sich die User über ihre Suchanfragen austauschen und Ratschläge geben können. Leider war die Nutzung minimal, weil wir kein wirkliches Problem lösten. Im Gegenteil, wir schufen sogar einige für unsere Nutzer (z.B. Welche Suchanfrage teile ich mit anderen und wann möchte ich lieber anonym suchen?). Dieses Scheitern zu erkennen und das Geld der Investoren zu verlieren, war sehr hart.“

Die Niederlage wurde zu Storms wichtigster Lektion auf seinem Weg zum erfolgreichen Entrepreneur und Leiter der Gründer-Konferenz Bits and Pretzels:

„So einfach es klingt: Du musst mit deinem Produkt oder deinem Service ein Problem deiner Nutzergruppe lösen. Es muss einfach zu verstehen und zu nutzen sein und den Kunden einen wirklichen Mehrwert bieten. Wäre ich mit meiner ersten Firma nicht gescheitert, hätte ich nicht erfolgreich Aboalarm gründen können. Ich denke das ist ein entscheidender Punkt – es ist nicht wichtig, was du toll findest oder wie du Geld verdienen könntest, es ist wichtig, was deine Nutzer gut und hilfreich finden!“

James Altucher: Verlor 9 Millionen Dollar an einem einzigen Tag

James Altucher

James Altucher ist ein US-amerikanischer Unternehmer, Hedge Fund Manager, Venture Capitalist, sowie erfolgreicher Autor und Podcaster. Er hebt sich durch das interessante Unterscheidungsmerkmal ab, dass 17 der über 20 Unternehmen, die er gründete, scheiterten. Doch wenn du dich fragst, was seine Gruselgeschichte ist, so ist es eindeutig der Tag, an dem er 9 Millionen Dollar verlor:

“Ich verlor 9 Millionen Dollar an einem Tag. Ich war gerade auf dem Set einer meiner liebsten TV-Serien. Dann bekam ich eine SMS: ‚Vorstandssitzung in 15 Minuten.‘ Ich wählte mich in das Gespräch ein. Gleich zu Beginn sagte der CEO, ‚Ich habe schlechte Neuigkeiten.‘ Der größte Aktionär schuldete 90 Millionen Dollar in Steuernachforderungen und das hatte er dem Unternehmen vorenthalten. Die Bank, die dem Unternehmen Geld lieh, behauptete, dieses Vorenthalten von Informationen stelle einen Verstoß gegen die Finanzierungsvereinbarung dar. Also wollten sie sofort ihr Geld zurück haben. Innerhalb eines Tages nahmen sie alles Kapital des Unternehmens und verteilten es beinahe kostenlos an andere Kunden der Bank in derselben Branche. Ich legte auf und stand unter Schock. Ich war mitten im Nirgendwo auf diesem Set und hatte keine Möglichkeit nach Hause zu kommen. Ich konnte nicht einmal in Tränen ausbrechen. Mir war übel. Schlimmer als übel. Im Grunde stand ich vor dem Bankrott. Wieder einmal. Oder zumindest fühlte es sich so an.”

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Focus on the story and the bigger picture to make it through tough times. Tee shirt by DesignsByVic.

Da er jemand sei, der sich schon sehr ärgere, wenn er einen Zwanziger verliere, habe er sich bei dieser Geschichte ziemlich unwohl gefühlt. Dennoch verstehe er die Einstellung, sich darauf zu konzentrieren, was wirklich zähle, so Altucher. Genau das habe er dann auch getan, um diesen Schlag zu überstehen:

“Ich kannte die anderen Vorstandsmitglieder nicht einmal wirklich. Alles, was ich bis dahin mit diesem Unternehmen unternommen hatte, war motiviert von Geldgier. Ich mochte keinen von ihnen. Nun weiß ich: Mache nur Geschäfte mit Menschen, die du magst und respektierst. Ich hatte Angst. Aber eines wusste ich: Ich hatte schon Schlimmeres in der Geschäftswelt durchgemacht (nunja… fast) und ich war immer wieder auf den Füßen gelandet. Also folgte ich meinem eigenen Rat: Kümmerte ich mich um mein körperliches Wohlergehen? Ja. Umgab ich mich mit Menschen, die mir wichtig waren und denen ich wichtig war? Ja – nicht im Vorstand, aber mit Familie und Freunden. War ich jeden Tag kreativ? Ja. Kümmerte ich mich um mein seelisches Wohlergehen? Ja. All das bedeutet: Ich war am Leben. Dann kann ich es auch genießen. Dann kann ich es auch lieben. Dann kann ich es auch annehmen. Der Horror, 9 Millionen Dollar zu verlieren, mag vielleicht meinen Kontostand verändern. Aber was für eine Geschichte!”

Brad Burton: Setzte sein Familienleben aufs Spiel

Brad Burton portrait

„Manchmal fokussierst du dich so sehr auf deine Arbeit, dass du alles andere um dich herum vernachlässigst. In meinem Fall war dieses Verhalten so schädlich, dass ich beinahe alles verloren hätte: mich selbst, meine Gesundheit, meine Familie. Ich vergaß, was wirklich wichtig in meinem Leben war und ist. Ich leitete ein erfolgreiches Multi-Millionen-Pfund-Unternehmen und verlor doch fast meine Frau und meine Kinder.“

„Diese Erfahrung ließ mich meine gesamte Lebensweise in Frage stellen. Ich änderte mich und fokussierte mich von diesem Moment an auf meine Familie und meine Gesundheit. Heute bin ich ein glücklicher, zufriedener und erfolgreicher Mensch und ich glaube fest an folgendes Mantra: Je glücklicher du bist, umso erfolgreicher bist du auch. Viele Unternehmer glauben, dass es genau anders herum ist und das ist ein großer Irrtum.“

Kathryn Minshew: Ausgesperrt

Kathryn Minshew

Kathryn Minshew, Gründerin und CEO von The Muse, erwachte eines Tages im Jahr 2011 und musste feststellen, dass sie und ein Mitgründer vollkommen von ihrer Website, PYP Media, ausgeschlossen worden waren. In den Aufbau des Unternehmens hatte sie ihre gesamten Ersparnisse investiert. Sie beschrieb Fast Company diesen Morgen und die folgenden Ereignisse wie folgt:

„Eine Meinungsverschiedenheit zwischen den vier [Gründern] entwickelte sich zu einem bösen Machtkampf, der mich und Alex [Cavoulacos], meinen derzeitigen Muse-Mitbegründer, zur Zielscheibe lautstarker Drohungen machte. Eines Morgens stellte ich fest, das mein Website-Zugang, genau wie der von Alex und unserem gesamten Team, gesperrt worden war. Ich fühlte mich vollkommen gedemütigt, als hätte ich meinem Team und mir selbst gegenüber versagt. Ich verlor schließlich auch meine gesamten Ersparnisse, die ich in die Firma gesteckt hatte – ungefähr 20.000 Dollar. Wir hätten klagen können, oder neu anfangen. Wir entschieden uns für Letzteres.”

Das war nicht das Ende für Minshew. Sie stand sofort wieder auf und – wunderbarerweise – bekam innerhalb weniger Monate neue Unterstützung von Y Combinator:

Wir hätten klagen können, oder neu anfangen. Wir entschieden uns für Letzteres.
- Kathryn

“Jeder einzelner Mitarbeiter, bis auf zwei meiner früheren Partner, verließ PYP Media im Juli 2011 um The Muse aufzubauen, und in unserem ersten Monat hatten wir mehr Besucher auf der Seite, als in der gesamten Geschichte von PYP. Wir bauten ein viel stärkeres Produkt auf, eilten mit Zielstrebigkeit vorwärts und wurde einige Monate später in den Y Combinator aufgenommen. Bis zum heutigen Tag erhielten wir über 2 Millionen Dollar in Beteiligungs- und Angelinvestor-Kapital und haben über 15 Millionen Menschen erreicht. In vielerlei Hinsicht war dieser erste  Fehlschlag das Beste, was mir je passiert ist.”

Am Ende waren es dieser Streit zwischen den Gründern und dessen Folgen, die Minshew und ihre verbleibenden Partner zwang, ihre Bestimmung zu präzisieren. Dies führte sie schlussendlich zu dem Erfolg, den wir heute als The Muse kennen.

Rand Fishkin: Besessenheit mit Neuem lässt das Business im Regen stehen

Rand Fishkin

Wenn du dich mit SEO auskennst, hast du höchstwahrscheinlich auch schon von Rand Fishkin gehört. Als Gründer und früherer CEO des SEO-Unternehmens Moz, ist er auch bekannt als der Zauberer von Moz. Seine Videos und Blogposts, die sowohl informationsgeladen als auch lustig sind, haben eine riesige und treue Online-Gefolgschaft. Dennoch beschreibt Fishkin seine frühe Zeit an der Spitze von Moz als fehlerbelastet:

„Einer von Moz’s frustrierendsten und schädlichsten Fehlern unter meiner Führung war die Besessenheit mit dem Neuen. Anstatt mit stetigen Verbesserungen unseres Produkts zufrieden zu sein, verfolgte ich ständig das nächste Feature, Tool oder Problem, das wir angehen könnten. Und je mehr sich diese Philosophie verbreitete und ein Teil der Firmenkultur wurde, desto schlechter schlugen wir uns. Wir starteten ein neues Feature oder Produkt, brachten es auf den Markt, und vergaßen dann schnell es zu verbessern und zu betreuen. Stattdessen wendeten wir uns der nächsten Sache zu. Wir hatten kaputte und vernachlässigte Features, von denen niemand wusste, wie wir sie betreuen sollten.”

Fokus, Disziplin, und der Anspruch die *beste* Sache zu bauen, anstatt der *neuen* Sache.
- @randfish

„Doch erst 2013 und 2014, als wir schwerwiegende Produktfehlschläge hatten und albtraumhaftes Kunden-Feedback erhielten – als unsere Wachstumsrate im Verlauf des Jahres von 100% auf 20% sank – begann ich die Botschaft zu begreifen. Doch da war es bereits zu spät. Ich war nicht mehr CEO und den Dampfer zu wenden dauerte Jahre statt Monate.”

Also, wie beeinflusste das Fishkins Ideen in der Folge? „Selbst heute sind die hart erkämpften Lektionen von Fokus, Disziplin, und dem Anspruch die *beste* Sache zu bauen, anstatt der *neuen* Sache, noch nicht vollkommen in das organisatorische und strategische Denken von Moz eingedrungen. Meine Hoffnung ist, das sie das in Zukunft tun werden. Und eines steht fest, ich habe vor, dieses Wissen für den Rest meiner Karriere zu behalten.”

Michael Hyatt: Das Geld ging aus

Michael Hyatt

Obwohl es eine Menge Probleme gibt, die Unternehmen gegenüberstehen können, ist das am Weitesten verbreitete und Ernsthafteste wohl, dass das Geld ausgeht. Ein Mangel an Cash treibt mindestens ein Viertel aller kleinen Unternehmen in den Ruin. Michael Hyatt ist ein bekannter Autor, Redner und Blogger, und arbeitete früher im Verlagswesen. Als er seine ersten eigenen Schritte in der Unternehmenswelt machen wollte, war es anfangs nicht leicht:

“1991 erlebte ich – gemeinsam mit meinem Geschäftspartner – einen finanziellen Zusammenbruch. Wir hatten einen erfolgreichen Verlag aufgebaut, doch unser Wachstum überstieg unser verfügbares Kapital. Uns ging einfach das Geld aus. Obwohl wir nicht offiziell bankrott gingen, wurden wir vom Großhändler gewissermaßen aufgekündigt und er übernahm unsere Vermögenswerte. Es war für mich persönlich eine sehr schwierige Zeit.

Ich bin überzeugt, dass ich nicht wäre, wo ich heute bin, wenn ich nicht diesen Fehlschlag erlebt hätte.
- @MichaelHyatt

“Ich war verwirrt, frustriert und sehr wütend. Zunächst gab ich dem Großhändler die Schuld, nicht mehr verkauft zu haben, doch schließlich blickte ich in den Spiegel und musste zugeben, dass ich mich nicht weiterentwickeln konnte, ohne von dieser Erfahrung zu lernen. Ich bin überzeugt, dass ich nicht wäre, wo ich heute bin, wenn ich nicht diesen Fehlschlag erlebt hätte.

“Ich lernte jeden Fehlschlag wahrzunehmen, Verantwortung dafür zu übernehmen, mir zu erlauben, Fehlern nachzutrauern und gleichzeitig von der Erfahrung, die sie bieten, zu lernen. Ich lernte, mein Verhalten zu ändern, und dann wieder aufzustehen und mein nächstes Vorhaben mit ganzem Herzen zu verfolgen.”

Matt Mickiewicz: Verwandlungskünstler

Matt Mickiewicz

Matt Mickiewicz ist Mitbegründer von SitePoint. Er ist auch einer der Gründer von den Web-Unternehmen Flippa, 99designs und Hired, er hat also schon einiges an Erfolgen miterlebt. Im Jahr 2000 stand er plötzlich der Herausforderung gegenüber, sehr schnell eine komplette Veränderung durchzuführen:

“SitePoint verkaufte zu dieser Zeit Werbeplätze und Sponsorenverträge, als der Werbemarkt über Nacht komplett versiegte. Wir hatten keine andere Wahl, als das Modell komplett zu überholen, um den Untergang zu verhindern. Uns wurde klar, dass wir zu unseren anfänglichen Prinzipien zurückkehren und einschätzen mussten, was uns zur Verfügung stand (das war ein Publikum und Inhalte). Wir mussten das Kundenverhalten beobachten und ein Produkt entwickeln, das ihre Bedürfnisse traf. Es stellte sich heraus, dass die Leute sich unsere Programmier-Tutorials zuhause ausdruckten, also wendeten wir uns der Herausgabe von Printausgaben zu, um uns über Wasser zu halten.”

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Win the game by playing it differently. Racing mascot by Nico Strike.

War das zu viel Veränderung in zu kurzer Zeit? Oder zu viel Veränderung der ursprünglichen Marke? Genau das Gegenteil war der Fall. Die schnelle Veränderung rettete das Unternehmen:

“Diese Entscheidung verwandelte schließlich das Unternehmen und rettete es. Das führte zu späteren Erfolgen wie 99designs und Flippa. Zu der Zeit war [dieses Business-Modell] ziemlich kontrovers im Vergleich zum Status Quo der Verleger, die keine Beziehung zu ihren Kunden hatten und sich für den Vertrieb auf Buchhandlungen verließen.

„Wir lernten, dass deine besten Kunden deine bestehenden Kunden sind, und wir waren das erste große Verlagsunternehmen, das wirklich eine dauerhafte Beziehung zu ihnen aufbaute. Das erlaubte uns, von einem ‚Hits‘-Modell, in dem ein Bestseller für alle Ladenhüter aufkommt, zu einem Modell zu wechseln, das dank einer 80%+ Gewinnspanne konsistent Geld mit jedem neuen Buch verdiente.”

Neil Patel: Mutete sich zu viel zu

Neil Patel

Neil Patel ist einer der Gründer von Hello Bar, KISSmetrics und Crazy Egg. Er ist Growth Hacker, Marketing-Experte und SEO-Spezialist mit Kunden wie GM, NBC, Viacom und HP. Im Grunde sehen ihn alle, vom Entrepreneur Magazine bis hin zum Wall Street Journal, als einen Top Influencer, Online-Marketer und Entrepreneur an. Jedoch brauchte es einige harte Lektionen hinsichtlich der Frage, was man sich alles zumuten kann, bevor er wirklich verstand, sich für Erfolg in Position zu bringen. Er erzählte Buffer Social:

“Eine der wichtigsten Lektionen, die ich gelernt habe, ist, mir nicht zu viel zuzumuten. Genau wie andere Unternehmer versuche ich gern, eine Vielzahl von Dingen gleichzeitig zu machen. Doch sobald ich gelernt hatte, all meine Zeit und Energie in ein Unternehmen zu stecken, war ich in der Lage, es schneller wachsen zu lassen, als alle meine vorherigen Unternehmen.”

Jerry Hum: Erkannte nicht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg

Jerry Hum

Jerry Hum ist einer der Gründer von Touch of Modern, eine Ecommerce-Seite mit über 12 Millionen Nutzern und über 100 Millionen Dollar Umsatz in 2016. Dieser Online-Gigant war bereits ein rasender Erfolg als Hum noch in seinen 20ern war, doch das bedeutet nicht, dass Hum nie Fehlschläge erlebt hat:

“Vor Touch of Modern verwendeten wir ein Jahr und 800.000 $ auf ein Projekt, das im Kern nicht skalierbar war. Nach dem anfänglichen Fehlschlag scherzten unsere Investoren, ‚Betrachtet es als Lehrgeld.‘ Wir schlängelten uns für ein Jahr dahin und das Geld zerfloss uns langsam zwischen den Fingern. Was ich am meisten bedauere, ist nicht das Scheitern, sondern dass wir nicht schnell genug scheiterten. Während dieser Situation stellte sich heraus, dass wir nicht den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg erkannten. Wir klammerten uns an winzige Erfolge unter unserer kleinen Gruppe von Nutzern, als Zeichen, dass wir etwas vor uns hatten, das funktionierte. Wir dachten, die Art auf die wir uns abmühten, sei einfach was Startup-Leben eben war. Die Lösung, die wir nun haben, um zu verhindern, dass der gleiche Fehler uns wieder passiert, ist, Dinge im kleinen Maßstab zu starten, schnell zu sein und bereits von Vornherein sehr konkret festzulegen, welche Ziele wir erreichen müssen, um das Projekt als Erfolg zu betrachten und näher darauf einzugehen. Erreichen wir diese Ziele nicht, schätzen wir es objektiv ein und wenden uns dem nächsten Projekt zu, denn wir wissen, dass die wertvollste Ressource die Zeit ist, die wir in Zukunft auf etwas verwenden, nicht die Zeit, die wir bereits darauf verwendet haben.”

Ein Hoch auf das Scheitern!

Wenn du auch nur eines von diesem Artikel gelernt hast, sei es das: Jeder erlebt Fehlschläge, selbst die größten Namen da draußen. Der rote Faden, der sich durch all ihre Geschichten zieht – abgesehen von ihrem späteren Mega-Erfolg – ist, dass sie ihrem Scheitern ins Gesicht blickten, was ihnen unbezahlbare Erfahrungen bescherte.

Hast du schon einmal einen Fehlschlag erlebt, der dich später stärker machte? Teile deine Geschichte mit uns in den Kommentaren.