Denkst du über ein Unternehmens-Rebranding nach? Vielleicht inspiriert dich dein Logo nicht mehr so sehr, wie es früher einmal getan hat. Oder du hast das Gefühl, die Ästhetik deines Designs passt nicht zu deinen Werten. Oder du expandierst mit deinem Unternehmen in neue Bereiche (wie neue Produkte oder neue Regionen).

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Die gute Nachricht: Wenn du ein Rebranding benötigst, ist das kein schlechtes Zeichen. Im Gegenteil! Die meisten erfolgreichen Unternehmen tun es, von Startups bis hin zu Konzernen der Fortune 500 Liste. Oftmals bedeutet ein Rebrand, dass ein Unternehmen über seine alte Identität hinausgewachsen und nun bereit für neue Höhen ist. Ein Rebranding bietet eine tolle Möglichkeit, die Präsenz und das Image deines Unternehmens in den Augen der Kunden zu stärken.

Apple logos
Apples Logo mit dem angebissenen Apfel hat seit 1976 einige Veränderungen hinter sich.

Ein Rebranding kann allerdings ein aufwendiger Prozess sein, daher solltest du wohlüberlegt an das Warum und Wie herangehen.

Das Warum: Wann ist Rebranding eine gute Idee?

Kendall Jenner wearing Stan Smith
Neu aufgelegt im Jahr 2014,  schmückt das Stan Smiths Modell von Adidas heute die Füße von zig Millennials und Prominenten. Via Popsugar.

Die Zielgruppe hat sich geändert

Während es wächst, möchte dein Unternehmen vielleicht versuchen, eine breitere Zielgruppe anzusprechen und deine Marke sollte dies widerspiegeln. Ein weit verbreitetes Beispiel dafür ist, wenn ein etabliertes Unternehmen ein Rebranding vollzieht, um die Zielgruppe der Millennials anzusprechen. Ein Unternehmen, welches dies sehr erfolgreich getan hat, ist Adidas. In den vergangenen Jahren hat der Sportartikelhersteller – im Vergleich zu Wettbewerbern wie Nike und Under Armour – erheblich an Marktanteil gewonnen, indem sie das wachsende „Athleisure”-Segment aufgegriffen haben, das von Millennials geliebt wird. Der Schlüssel zum Erfolg? Konzentriere dich auf digitales Marketing und Strategien für Influencer-Branding.

Neue Konkurrenz, technologische Veränderungen oder Geschmäcker sind aufgekommen

Bud Light before and after
Bud Lights aktualisiertes Logo und Verpackung mit Retro-Feel.  Via Under Consideration.

Wenn technologische Neuerungen deine Branche aufgerüttelt haben, könnte ein Rebranding nötig sein, um mit der Konkurrenz Schritt zu halten und dich in der veränderten Umgebung als führendes Unternehmen neu aufzustellen. Vielleicht ist die Veränderung auch nicht der Technik geschuldet: neue Trends beim Kundengeschmack könnten deine Branche betreffen, wie beispielsweise die zunehmende Vorliebe für biologische, lokal produzierte Produkte in der Lebensmittelbranche.

Das Unternehmen hat sich entscheidend verändert

Oath logo
Die Fusion von Yahoo und AOL wird viele Änderungen mit sich bringen, einschließlich eines neues Namens und Logos.

Dein Unternehmen hat sich vielleicht gewandelt und neue Produktlinien entwickelt, internationale Märkte erschlossen, ein anderes Unternehmen gekauft oder sich mit ihm zusammengeschlossen. Deine Marke muss diese wichtigen Veränderungen widerspiegeln und darf nicht vergessen werden. Schließlich sollte dein Design immer die aktuelle Identität deines Unternehmens repräsentieren.

Es gab bisher kein zusammenhängendes Branding

Airbnb evolving logos
Es ist typisch für erfolgreiche Startups, sich schnell über ihr ursprüngliches Logo und ihre Marken hinaus zu entwickeln, wie hier bei Airbnb.

Wenn ein Unternehmen gerade erst am Anfang steht, ist es nicht ungewöhnlich, dass das Branding etwas stiefmütterlich behandelt wird: Du bastelst schnell ein neues Logo zusammen und denkst dir alle anderen Markenelemente willkürlich aus. Während dein Unternehmen wächst, könnte ein bewussteres Branding viel dazu beitragen, dich professioneller erscheinen zu lassen.

Die Marke ist veraltet

Microsoft’s evolving logos
Selbst Tech-Gigant Microsoft unterzog sein Logo einigen Änderungen, bevor es zum aktuellen Logo aus dem Jahr 2012 kam.

Nach vielen Jahren im Geschäft fühlt sich dein Branding möglicherweise nicht mehr so zeitgemäß an, wie es sollte. Dein 90er-Jahre Logo in neonfarbenen Bubble-Buchstaben könnte mit Sicherheit etwas Auffrischung vertragen (genau wie alles in Comic Sans, bitte).

Weshalb machst du ein Rebranding?

Es ist wichtig, sich im Klaren darüber zu sein, weshalb du ein Rebranding durchführst. So stellst du sicher, dass der Aufwand des Rebrandings es auch wert ist und du damit die entsprechenden Ergebnisse in deinem Unternehmen erzielst. Wenn keines der oben beschriebenen Szenarien die Situation in deinem Unternehmen widerspiegelt, nimm dir einen Moment Zeit, um zu überlegen, weshalb du ein Rebranding in Erwägung ziehst. Möglicherweise gibt es ein Problem, das tiefer im Unternehmen liegt (beispielsweise ein Produkt, das nicht zum Markt passt), welches ein Rebranding nicht lösen kann.

Rebranding-Strategie und Umfang: leichte Auffrischung oder komplette Veränderung?

Sobald du dir darüber im Klaren bist, dass dein Unternehmen definitiv von einem Rebranding profitieren würde, ist es an der Zeit, Art und Umfang dieser Bemühungen zu definieren.

Überlege dir, welches Level von Rebranding am meisten Sinn ergibt, basierend auf dem Warum, das du oben ermittelt hast:

Eine Auffrischung

Google’s different logos
Die vielen – zumeist leichten – Änderungen des Google Logos.

Hier handelt es sich um ein vorsichtigeres und gezielteres Vorgehen. Fälle, in denen eine leichte Überarbeitung Sinn ergibt, sind: Wenn bestimmte Elemente der Marke eine zeitgemäßeres Update vertragen können, da zum Beispiel das Logo oder die Produktverpackung altmodisch aussehen; oder wenn es Entwicklungen im Unternehmen gab, weil neue Produkte vorgestellt wurden. Googles Logo hat zum Beispiel diverse Aktualisierungen durchgemacht, welche alle relativ gering waren und doch eindeutig dabei halfen, das Logo zeitgemäß erscheinen zu lassen.

Ein komplettes Rebranding

McDonald’s in Paris
McDonald’s im Herzen von Paris passt sehr gut zur Marke der Stadt.

Dies ist eine weitreichende, höchst aufwendige Überholung der kompletten Marke. Wenn sich ein entscheidender Teil des Unternehmens verändert hat – du zum Beispiel einen komplett neuen Markt erschließt, eine andere Zielgruppe anvisierst, ein neues Kernprodukt verkaufst oder eine Fusion ansteht – kann es Sinn ergeben, die gesamte Markenstrategie zu überdenken. Als McDonald’s zum Beispiel den europäischen Markt stärker ins Auge fasste, unterschied sich der gesamte Look der Marke – von den Restaurants über die Dekoration bis hin zu den Speisekarten – deutlich von der amerikanischen Marke. Eine geräumige und moderne Umgebung mit gesunden Essens-Optionen passte einfach besser zur europäischen Kundschaft.

Sich von vornherein über den Umfang eines Rebrandings im Klaren zu sein, ist essentiell für effiziente Planung, Budgetkalkulation und Ressourcenverteilung.

Der Rebranding-Prozess: Von der Strategie zur konkreten Ausführung

Eine Markengeschichte zu erzählen, die den Wert deines Unternehmens kommuniziert und bei deinen Kunden ankommt, ist keine leichte Aufgabe. Besonders wenn du ein komplettes Rebranding durchführst, sollte dieser Prozess eine hochrangige Strategie, umfangreiche Recherche, sorgfältige Planung und eine Zusammenarbeit des ganzen Teams umfassen.

1. Beginne mit deiner Mission, Vision und deinen Werten

Toller, knapper Überblick über die Mission, Werte und Vision eines Unternehmens. Von Dasocreative

Wenn dein Unternehmen noch keine klare Mission, Vision und Liste von Werten hat, ist dies ein guter Zeitpunkt, um sich gemeinsam im Team auf diese wichtigen Eckpfeiler der Marke zu einigen. Behalte sie immer im Blick und beziehe dich auf sie, um durchgehend sicherstellen zu können, dass das Branding zu den Grundüberzeugungen deines Unternehmens passt.

2. Setze auf eine ganzheitliche Strategie

Beim Rebranding geht es nicht nur um ein neues Logo oder eine Website, sondern um das gesamte Erscheinungsbild der Marke, die dich widerspiegelt. Stelle sicher, dass es eine konsequente und zusammenhängende Strategie gibt, welche alle Elemente (Logo, Verpackung, Beschilderung, Flyer, Anzeigen, etc.) und Kanäle (digital, in sozialen Netzwerken und stationären Geschäften) deiner Marke umfasst. Wenn du ein teilweises Rebranding durchführst, solltest du ganz besonders daran denken, da die neuen Markenelemente Sinn ergeben müssen, wenn sie mit den existierenden Elementen gepaart werden. Ein neues, lustiges Maskottchen-Logo würde nicht mit einer ernsteren Stimme auf der Website und in den sozialen Medien harmonisieren, also bedenke diese Einschränkungen.

3. Analysiere, welche Aspekte deines aktuellen Brandings du behalten willst und welche nicht

Bevor du gleich alles verwirfst, denke darüber nach, was bei deiner Marke bereits gut funktioniert. Typischerweise möchten Unternehmen meist zumindest ihren Namen behalten. Idealerweise bleiben einige Elemente deiner aktuellen Marke erhalten, damit es ein Gefühl von Kontinuität gibt, wenn du ein Rebranding durchführst. So verlierst du nicht die Elemente, die bereits gut bei deiner Zielgruppe ankommen. Grundsätzlich gilt: Was nicht kaputt ist, muss auch nicht repariert werden.

Recycling ist gut für die Umwelt und auch für deine Marke; schmeiß nicht alles weg, wenn du ein Rebranding machst. Von danielfarvest

4. Analysiere den Markt und die Konkurrenz

Finde heraus, was unter deinen Wettbewerbern funktioniert. Bringe in Erfahrung, welche Trends es am Markt gibt, und informiere dich über die neuen Trends im Branding, um ein informiertes und zeitgemäßes Update deines Brandings zu ermöglichen. Jage allerdings nicht den neuesten Branding-Trends hinterher, wenn das nicht zu den Werten und der Identität deines Unternehmens passt. Das Ziel hier lautet nicht, auf dem allerneuesten Stand zu sein, sondern die Langlebigkeit der Marke im Hinterkopf zu haben.

5. Mache den Prozess zu einer Kollaboration

Involviere wichtige Stakeholder von Beginn an, um ihre Unterstützung und ihr Feedback zu bekommen. Involviere alle Abteilungen des Unternehmens – Leitung, Business, Design, Engineering, Marketing – und nutze dies, um die Unternehmenskultur zu stärken. Du kannst selbst Kunden involvieren, indem du sie in Umfragen zu verschiedenen Branding-Elementen wie Logos oder Slogans nach Feedback fragst. Verlose vielleicht sogar einen Preis unter den Teilnehmern, um die Beteiligung an der Umfrage zu erhöhen!

Bringe das Team zusammen, um ein stärkeres Unternehmen aufzubauen, während du ein Rebranding durchführst. Von Henrylim

6. Achte auf detailliertes Projektmanagement, vom Brainstorming bis zur Bekanntgabe.

Ein Rebranding, besonders eines, das dein komplettes Erscheinungsbild überholt, kann ein sehr aufwendiger und zeitintensiver Prozess sein. Daher ist Projektmanagement essenziell für die Durchführung eines erfolgreichen Rebrandings innerhalb der Deadline und des Budgets. Projektmanagement kann einfach nur eine Tabelle sein, in der Zeitpläne, Arbeitsergebnisse, Risiken (mit Plänen um sie zu beheben) und Team-Verantwortlichkeiten für jeden Arbeitsabschnitt dokumentiert werden.

7. Und schließlich, sag es der Welt!

Erzähle der Welt von deiner tollen, neuen Marke! Von KreatanK

Du hast hart daran gearbeitet, also sei stolz auf deine neue oder aufgefrischte Marke. Wenn du die Änderungen vorstellst, stelle sicher, dass du der Zielgruppe mitteilst, warum du dich dazu entschieden hast. Auf diesem Weg minimierst du das Risiko, deine Kunden zu verwirren, wenn sie den Änderungen begegnen und du kannst ihre Markentreue stärken, indem du sie an der Markengeschichte teilhaben lässt.

Egal ob dein Unternehmen seine Weiterentwicklung mit einem einfachen Facelift oder einer komplett neue Markenidentität widerspiegeln will, ein Rebranding hilft dir, die richtige Wahrnehmung zu formen. Sowohl der Prozess als auch das Endergebnis sind wertvoll. Nimm dein Rebranding als tolle Gelegenheit, um die Identität und die Werte deines Unternehmens zu stärken und neu zu bekräftigen, sowohl bei deinen Mitarbeitern als auch bei deinen Kunden.

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