Unter allen Marketing-Maßnahmen bieten Marketing-E-Mails häufig unausgeschöpftes Potenzial. Eine Umfrage der amerikanischen Direct Marketing Association (DMA) und Demand Metric vom Juni 2016 ergab, dass E-Mails im Vergleich zu anderen Marketing-Kanälen einen viermal höheren Return on Investment aufweisen.

Und nicht nur das: E-Mail-Marketing ist zudem eine der wirkungsvollsten Maßnahmen zur Kundenbindung. Hier schlägt die E-Mail mit 56 % sogar Social Media-Marketing, das mit rund 37 % Platz 2 belegt.

Doch ihr volles Potenzial können Marketing-E-Mails nur entfalten, wenn du auf einige wichtige Elemente achtest. Die folgenden Bestandteile sollten deshalb in keiner deiner Marketing E-Mails fehlen.

1. Eine treffende und kurze Betreffzeile

Wenn täglich Dutzende E-Mails im Postfach landen, so ist es nicht einfach unter all den anderen Newslettern und Promotions hervorzustechen. Hierzu benötigst du eine prägnante Betreffzeile, die deine Zielgruppe auf den ersten Blick wissen lässt, dass sie deine E-Mail unbedingt lesen sollten. Da dein Betreff das erste ist, was deine Zielgruppe von deiner E-Mail zu sehen bekommt, solltest du sie kurz und eindeutig formulieren. Sorge dafür, dass dein Betreff eine Länge von 40 bis 60 Zeichen (etwa 6 Wörter) nicht übersteigt.

Inhaltlich solltest du klar und deutlich kommunizieren, worum es in der E-Mail geht und welchen Inhalt der Leser erwarten kann. Denn nur wenn Betreff und tatsächlicher Inhalt der E-Mail zusammenpassen, werden deine Leser einen positiven Eindruck erhalten. Damit deine Zielgruppe versteht, welche Handlung du dir von ihnen erhoffst, solltest du Formulierungen nutzen, die zum Handeln auffordern. Mit Verben wie „herunterladen”, „teilnehmen” und „anfragen” lässt du keinen Zweifel offen, welche Aktion von Lesern erwartet wird.

2. Dein Firmen-Logo und die passende Gestaltung

Marketing-E-Mail Design
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Achte darauf, dass dein Logo auf den ersten Blick deutlich sichtbar in deiner E-Mail platziert ist. So stellen deine Kunden sofort eine Verbindung zwischen deiner Marke und deinen Inhalten her und wissen, von wem die E-Mail stammt. Mit einem konsistenten Einsatz deines Logos prägt es sich bei deinen Kunden ein und du stärkst den Wiedererkennungswert deiner Marke.

Achte darauf, deine E-Mail optimal zu designen, die richtigen Maße und Abstände einzuhalten und ein passendes Farbschema zu verwenden. Das sorgt für einen angenehmen Eindruck, lockert Textblöcke auf und kann helfen, den Blick des Lesers auf die relevanten Punkte zu lenken. Idealerweise fügst du deiner E-Mail zusätzlich relevantes und passendes Bildmaterial, Grafiken oder Illustrationen bei. Sorge dafür, dass dein Bildmaterial zum einen zu deinem Unternehmen passt und zum anderen thematisch relevant ist. Nichtssagende Stockfotos sind hier fehl am Platz. Nutze lieber konkrete Bilder und Illustrationen, die den Textinhalt untermalen und unterstreichen.

3. Die personalisierte Anrede

Um die Interaktionsrate der Kunden mit deinen E-Mails zu steigern, sind personalisierte E-Mails äußerst effektiv. Eine einfache Maßnahme zur Personalisierung ist die persönliche Anrede. Dazu benötigst du eine möglichst gut gepflegte Kontaktliste, die alle nötigen Kundendaten wie Name, Vorname, Anrede, Titel usw. enthält. Setze einfache dynamische Tag als Platzhalter im Text ein, um deine Kunden mit Namen ansprechen zu können.

Personalisierung ist natürlich mehr als eine persönliche Anrede. Mithilfe eines aktuellen CRM-Systems kannst du deine Kontakte noch weiter segmentieren. Das ermöglicht dir, deinen Kunden passende Inhalte und individuelle Elemente zu zeigen, die genau auf ihre Präferenzen und vergangenen Handlungen abgestimmt sind. So sendest du jedem Kunden eine E-Mail, die wirklich persönlich und individuell ist.

4. Der Call-to-Action

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Jede deiner E-Mails sollte eine eindeutige Absicht verfolgen. Dementsprechend solltest du auch jeder E-Mail einen einzigen, primären Call-to-Action (CTA) geben, der für deine Leser eindeutig erkennbar und unmissverständlich ist. Da der CTA deinen Kunden zu einer konkreten Handlung auffordert, beeinflusst er direkt die Klickrate und ist daher eines der wichtigsten Elemente deiner Marketing-E-Mail. Um sicherzugehen, dass dein CTA optimal zur Geltung kommt und seinen Zweck erfüllt, solltest du auf Folgendes achten:

Der Text:

Verwende Verben, die zu einer Handlung aufrufen in deinem Call-to-Action. Aufforderungen wie „Mach mit”, „Erfahre mehr“ oder „Jetzt herunterladen“ ermutigen die Leser zu einer Aktion und vermitteln einerseits, welche Handlung sie durchführen sollen und andererseits, was sie nach dem Klick erwartet. Der CTA-Text sollte klar, prägnant und zwischen 90 und 150 Zeichen lang sein. Vage Texte, die auf keine konkrete Handlung hinweisen, sollten Sie am besten vermeiden.

Die Schaltfläche:

Das Design der Schaltfläche ist genauso wichtig wie der Call-to-Action selbst. Der Button sollte sich deutlich abheben, um die Aufmerksamkeit der Leser auf sich zu ziehen. Zudem ist wichtig, dass dein Button einer tatsächlich greifbaren und anklickbaren Schaltfläche ähnelt. Allein dieser Aspekt kann deine Klickrate um bis zu 45 % steigern, wie Copyblogger festgestellt hat.

Die Farbkodierung:

Die Farben, die Experimenten zufolge am besten konvertieren, sind leuchtende Primär- und Sekundärfarben wie zum Beispiel Rot und Orange. Auch Grün ist eine hervorragende Option, da es durch die Assoziation mit Ampelfarben häufig als Signal zum Starten wahrgenommen wird. Dagegen haben dunklere Farben wie Schwarz, Dunkelgrau oder Braun eine sehr niedrige Konversionsrate.

Die Position:

Idealerweise sollte sich dein CTA in dem Bereich befinden, der beim Öffnen der E-Mail direkt sichtbar ist. So wird er auch von Kunden wahrgenommen, die nicht scrollen, um die gesamte E-Mail zu lesen. In der Regel interessieren sich Leser besonders für Angebote, deren Nutzen sie sofort erkennen können. Platziere dein CTA also direkt im Anschluss an diese Information. So erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass die Leser den nächsten Schritt machen.

5. Der Link zum Abmelden

Eine E-Mail von 99designs. Der Link zum Abmelden wurde im Footer platziert.

Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass du eine Möglichkeit zur Abbestellung deiner E-Mails bieten musst, sonst riskierst du hohe Strafgebühren oder sogar Gerichtsverfahren. Nach § 7 UWG gelten E-Mail-Newsletter nicht als „unzumutbare Belästigung“, wenn explizit darauf hingewiesen wird, dass Empfänger der Verwendung ihrer E-Mail-Adresse jederzeit widersprechen können.

Der Link zum Abmelden am Ende deiner E-Mail ist auch langfristig vorteilhaft für dein Unternehmen. Nutzer, die kein Interesse daran haben, deine E-Mails weiterhin zu empfangen, können sich so ganz unproblematisch abmelden, was im Endeffekt einen positiven Eindruck bei ihnen hinterlässt. Zudem sollte es dein Ziel sein, deine Listen immer aktuell zu halten und deine E-Mails nur an relevante Leads und interessierte Kunden zu senden.

Deine perfekte Marketing-E-Mail ist zum Greifen nah

Mit diesen 5 Elementen kannst du sicher sein, dass deine E-Mails Leser bestmöglich optimiert erreichen und du effektiv mit deinen Kunden kommunizierst.

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