Bekannt wurde der Berliner Frans Zimmer als DJ und Musiker Alle FarbenMit elektronischer Tanzmusik macht er seit 2009 von sich reden. Zunächst spielt er in kleinen Clubs und Bars; probiert sich aus und findet schnell zu seinem ganz eigenen Stil. Sind seine Zuhörer anfangs ausschließlich Clubgänger, hat sich seine Fangemeinde im Laufe der Zeit gewandelt – ganz wie seine Musik.

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Nicht nur akustisch überzeugt der Allround-Künstler sein Publikum. Die Liste seiner Gelegenheitsjobs vor seiner Musikkarriere liest sich wie ein buntes Potpourri an künstlerischen Tätigkeiten: Grafikdesignstudium, Konditor, Maler, Postkartengestalter. Sein Auge ist geschult und legt großen Wert auf das Äußere. Der Künstler Friedrich Hundertwasser hat es Frans besonders angetan. Es nennt sich zunächst Hundert Farben, woraus wenig später Alle Farben wird.

Ich bin sehr glücklich mit dieser Namenswahl. Ich glaube, er passt mehr als je zuvor zu mir, weil ich auch selber mit meinem Namen gewachsen bin – und andersrum. Es ging alles Hand in Hand – dadurch, dass ich auch viele Musikrichtungen zusammenbringe, passt der Name gut. Unter diesem Namen bin ich seit 10, fast schon 11 Jahren unterwegs.

Wie würdest du deinen Stil als Musiker beschreiben?

Meinen Stil als Musiker würde ich als sehr fröhlich beschreiben. Die Melodie spielt in meiner Musik eine wichtige Rolle. Ich sehe sie sehr im Vordergrund. Auf jeden Fall ist meine Musik lebensbejahend und auch sommerlich. Ich mache Sommermusik mit Einflüssen von House, Tech-House, Techno und auch Pop. Allerdings habe ich über die zwei Alben auch einiges gelernt, was meinen Stil angeht. Das zweite Album ist jetzt mehr dazu ausgelegt, die ganzen Sachen auch auf Festivals performen zu können. Draußen in der Sonne. Für mich ist es ein schönes Gefühl, die ganzen Sachen auch auf der Bühne spielen zu können, das war beim ersten Album schwieriger.

Was hat dich zu der neuen Single Bad Ideas inspiriert und worum geht es in dem Stück?

Es ist eigentlich sehr naheliegend und nicht wirklich komplex. Es geht darum, was jeder mal in seinem Leben erlebt, dass man irgendeine lustige Dummheit macht, an die man sich noch Jahre später zurückerinnern kann. Bad Ideas – das Leben genießen. Blöde Ideen, gute Erinnerungen. Ich glaub, jeder hat das schon einmal gemacht, keine Ahnung, Scheiße bauen und dann ist das die Story für’s Leben. Und ich glaube, das ist sowas, was jeder in seinem Leben hat, vom Bänker bis zum Musiker. Irgendwie hat jeder so eine Story. Ich fand das Thema schön. Zusammen mit Chris Gelbuda und seiner Stimme mit einem Hauch von Country hat sich das entwickelt. Es passte einfach!

In einem Design-Wettbewerb für Illustration auf 99designs hat Frans Zimmer das Cover-Design seiner neuer Single Bad Ideas gestalten lassen.

Warum mit 99designs?

99designs war für mich eine passende Möglichkeit, mit Kreativen aus der ganzen Welt zusammenzukommen. Ich mag es, mich mit Leuten auszutauschen und mit ihnen zusammen kreative Ideen entstehen zu lassen und weiterzuentwickeln. 99designs bietet hierfür einfach eine gute Möglichkeit. Dass die Resonanz so gut war, hat mich überrascht. Damit hatte ich nicht unbedingt gerechnet aber ich freue mich natürlich sehr darüber.

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Was war dir beim Design besonders wichtig?

Ich bin jemand, der sehr visuell denkt. Wenn ich Musik höre, kann ich dazu Farben oder Dinge denken und verbinden. Dann kann es schon mal vorkommen, dass ich merke: Hey, die Ästhetik dieses Stücks ist eher in dunklen Farben anzusiedeln. Beim ausgewählten Cover-Design Vorschlag hat mir sehr gefallen, dass Stimmung und Farbauswahl für mich einfach zusammengepasst haben. Ich kann es nicht genau beschreiben. Es war aus einem Gefühl heraus.

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Gewinnerdesign von MAPLE ESTUDIO

Wie wichtig ist für dich persönlich das Design einer Platte und welche Rolle spielt es in der Vermarktung?

Für mich persönlich ist ein Cover sehr wichtig. Ich habe mich sehr viel mit Grafikdesign beschäftigt und ich – wenn ich die Zeit mal habe – hier auch selbst aktiv werde. Bei der Vermarktung ist es natürlich wichtig, dass man ein Plattencover kreiert, welches sich auch herzeigen lässt. Bei dem die Leute vielleicht auch sagen: Hey, das ist ein schönes Plattencover, das stelle ich mir jetzt ins Regal! Manche hängen es ja auch an die Wand.

Wie viel darf man als Künstler beim Cover-Design mitreden?

Das ist von Künstler zu Künstler unterschiedlich. Vielleicht gibt es auch Künstler, die gar nicht so sehr daran interessiert sind, wie ihr Cover letztlich aussieht. Bei mir ist das anders. Ich bin sehr daran interessiert und kann zum Glück auch mitarbeiten. Leider habe ich nicht die Zeit dafür, dass ich das ganze Cover selber mache. Natürlich spielen noch viele andere Menschen und Faktoren eine Rolle und bis ein Cover fertig ist, geht es durch viele Hände, die auch nochmal korrigieren oder Feedback geben können. Aber meistens komme ich da ziemlich schnell auf einen Nenner. Vielleicht schaffe ich es irgendwann auch nochmal ein Cover selbst zu machen. Ich hätte Lust dazu!

Wie würdest du deine Erfahrung mit 99designs beschreiben? Bist du zufrieden mit den Ergebnissen?

Wie gesagt, für mich war es der erste Versuch mit 99designs und ich bin sehr zufrieden. Aufgrund der großen Resonanz war es anfangs nicht ganz so leicht, den Überblick zu behalten, auch weil die Qualität wirklich gut war. Allerdings hatte ich ziemlich schnell meine Favoriten zusammen.

Du hast das Umfrage-Tool verwendet. Hat es dir bei der Auswahl geholfen?

Ich habe natürlich die Entscheidung nicht alleine getroffen. Mit der Zeit sammelt man ein Team von Leuten um sich herum, die beraten und unterstützen. Das ist mir anfangs nicht leicht gefallen, weil ich es von früher gewohnt war, mich alleine durchzuschlagen, aber auch das lernt man mit der Zeit: Hilfe annehmen und trotzdem eigene Entscheidungen treffen. So war es auch bei der Auswahlentscheidung.

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Weitere Designs des Wettbewerbs

Warum hast du dich gerade für das Design von Maple Estudio entschieden und fiel dir die Auswahl bei 132 eingereichten verschiedenen Entwürfen schwer?

Mir ist es von Anfang an ins Auge gefallen und ich konnte direkt sagen: Das gefällt mir! Die Farben haben mir gefallen. Ich fand es einfach stimmig. Es gab natürlich auch noch ein paar andere Vorschläge, die ich auch sehr interessant fand aber beim finalen Kandidaten hatte ich von Anfang an schon ein gutes Gefühl.

Wie kommt das finale Cover bei deinen Fans an?

Ich habe jetzt noch keine Fans persönlich befragt, aber die Rückmeldungen, die an mich herankommen, sind positiv. Außer bei meiner Mutter. Die meinte nur: „Alles schön und gut aber die Farben sind viel zu blass.“ Aber manchmal muss man sich auch gegen seine Mutter behaupten, auch wenn sie ein großer Fan von dem ist, was ich mache!

Was sind deine nächsten Pläne als Musiker?

Jetzt aktuell fahre ich erst einmal in den Urlaub und dann mache ich mich an die Arbeit für das dritte Album. Schreiben, produzieren, Sänger suchen – alles was zu einer Albumproduktion dazugehört. Das ist ein großer Plan. Darauf freue ich mich sehr!

Wir bedanken uns für die Zeit und wünschen dir alles Gute für deine weitere Karriere! Viel Freude!

Wenn ihr noch mehr der bunten Entwürfe des Album Cover-Design Wettbewerbs sehen wollt, hier entlang!