Du weißt mittlerweile, wie das ganze Design-Ding funktioniert. Aber die Wahrheit ist, um in der Welt des Grafikdesigns erfolgreich zu sein, braucht es mehr, als nur ein toller Designer zu sein. Wenn du auffallen und ein Unternehmen aufbauen willst, musst du sehr mehr tun, als ein Portfolio zu erstellen – du brauchst ein Branding für dich als Designer.

Branding ist für Designer genauso wichtig, wie für jedes andere Unternehmen. Doch während viele Designer selbstbewusst auf ihre Fähigkeit vertrauen, ein großartiges Design kreieren zu können, können sie schon etwas weniger selbstbewusst sein, wenn es darum geht, ein Branding für sich selbst zu schaffen.

Wir haben fünf grundlegende Wege zusammengetragen, wie du dich als Designer branden kannst, um die Art Marke aufzubauen, die deine idealen Klienten anzieht und dein Unternehmen auf die nächste Stufe bringt.

Sollen wir loslegen?

1. Definiere, wer du bist

Wenn du nicht weißt, wer du als Designer bist, wie kannst du dann eine Marke aufbauen? Spoiler-Alarm: Du kannst es nicht. Deshalb ist es superwichtig, genau zu definieren, was du tust und wer deine Zielgruppe ist.

Designerin alebelka nutzt ihr Branding, um ihr Fachgebiet Illustration zur Schau zu stellen.

Betrachte es als Entwicklung deiner Markenidentität. Wenn du dir darüber im Klaren bist, wer du bist, kannst du Entscheidungen treffen, die mit deiner Identität übereinstimmen. Das wird deinem gesamten Branding einen Rahmen geben.

Lege erst die folgenden Punkte fest, bevor du mit dem Branding oder Design beginnst:

  • Deine Mission und Werte. Wie lautet dein „Warum“?
  • Deine Markenpersönlichkeit. Wenn deine Marke eine Person wäre, was für eine Person wäre sie?
  • Dein Spezialgebiet. Bist du beispielsweise ein Logo-Designer oder ein Illustrator?
  • Dein idealer Kunde. Für wen designst du?

 

 

 

 

 

 

 

Wenn du noch am Anfang stehst, weißt du vielleicht noch nicht genau, wer du als Designer bist. Das ist absolut in Ordnung! Zeit, mal in sich zu gehen.

Wenn du dich als Marke definierst, frage dich:

  • Weshalb hast du mit dem Designen begonnen?
  • Auf welche Designprojekte freust du dich?
  • Wer sind deine Traumkunden?
  • Welche Stimmung sollen die Leute von deiner Marke vermittelt bekommen?
  • Wie würdest du dich in drei Worten beschreiben?
  • Wie würden deine Klienten dich in drei Worten beschreiben?
  • Welches sind deine größten Stärken als Designer? Welches deine größten Herausforderungen?

2. Lege deinen POD fest

Dein POD (Point of Difference, Unterscheidungsmerkmal) ist wie dein „Hausrezept“. Es unterscheidet dich von der Konkurrenz und sorgt dafür, dass ein Kunde mit dir statt mit einem anderen Designer zusammenarbeitet. Es ist das, was du besser als jeder andere machst.

Designerin Romantka spezialisiert sich auf moderne Logos, Icons und T-Shirt-Designs.

Haust du für eine bestimmte Branche bereits ein hochkarätiges Logo nach dem anderen raus, und das seitdem du Mario Paint spielst? Erledigst du Arbeit so schnell, dass deine Kunden dich bereits Speedy Gonzales nennen? Hast du den detailliertesten und gründlichsten Onboarding-Prozess der gesamten Branche, der sicherstellt, dass jedes Design exakt so ist, wie deine Kunden es sich vorgestellt haben?

Es ist wichtig herauszufinden, was dich unterscheidet, denn das wird potenzielle Kunden davon überzeugen, dass du der richtige Designer für sie bist. Sorge dafür, dass dies in deinem gesamten Branding im Mittelpunkt steht.

3. Finde deine Nische

„Ich designe Sachen“ ist nicht genug, um bei potenziellen Klienten Eindruck zu hinterlassen. Wenn du sie wirklich erreichen willst, muss dein Branding ihre bestimmte Sprache sprechen.

Oder mit anderen Worten: Du musst deine Nische finden.

Branding, das schreit „Ich bin ein Designer!“, kann ein breites Publikum ansprechen, aber weil es so allgemein ist, wird es niemanden wirklich aus den Socken hauen. „Ich bin ein Grafikdesigner, der Logos für Immobilienunternehmen designt“ spricht vielleicht nicht eine so breite Masse an, aber du kannst dir verdammt sicher sein, dass es die Aufmerksamkeit deiner idealen Klienten weckt – Immobilienunternehmen, die ein Logo benötigen.

SimpleIsGood logo designs
Wenn du deine idealen Klienten anlocken willst, musst du mit deinem Portfolio eine Nische finden, wie dieser Designer, der sich eindeutig auf Logos im Vintage-Stil spezialisiert hat. Logo-Designs von SimpleIsGood

Grenze dein Branding so genau wie möglich ein. Je spezifischer du bist, umso eher baust du eine Verbindung zu deinem idealen Klienten auf – und umso mehr Aufträge bekommst du.

Pro-Tipp: Dich auf eine Nische festzulegen ist gut. Dich zu sehr auf eine Nische festzulegen? Nicht so sehr. Werde nicht so spezifisch, dass du dich aus einem Kundenkreis ausschließt.

4. Designe deine wichtigsten Brandingelemente

Nun, da du deine Hausaufgaben gemacht hast, ist es an der Zeit, mit dem Aufbau deiner Marke zu beginnen. Und die gute Nachricht ist: Dies ist der Teil, mit dem du dich wahrscheinlich am wohlsten fühlst. Denn er beinhaltet Design!

Designer Inov hat sich auf Lineart-Logos und Illustrationen spezialisiert.

Um deine Marke in Gang zu bringen, wirst du ein paar wesentliche Branding-Elemente wählen und designen müssen, einschließlich:

  • Typografie
  • Farbpalette deiner Marke
  • Logo
  • Website

Du bist ein Designer, also werden wir dir nicht erklären, wie man Typografie auswählt oder ein Logo designt, aber vergiss nicht, dass dies alles Elemente sind, die du brauchst, um deine Marke in Gang zu bringen.

5. Versetze dich in die Lage deiner Klienten

Wie dein Klient zu denken kann dir bei der Entscheidung helfen, wie du deine Marke positionieren willst. Ist dein idealer Klient darauf aus, sich dem Status quo zu widersetzen und für Aufregung in seiner Branche zu sorgen? Dann sucht er wahrscheinlich nach einem Designer, der ein bisschen ausgefallener ist und keine Angst davor hat, Risiken einzugehen.

Ist dein idealer Klient ein bisschen ratlos, was den Designprozess anbelangt? Dann wird er mit einem Designer arbeiten wollen, der aufgeschlossen ist und den gesamten Prozess – vom Kreativ-Briefing bis hin zum finalen Ergebnis – leicht verständlich gestaltet.

Sucht dein idealer Klient nach einem Weg, um Millennials zu erreichen? Dann wird er einen Designer wollen, dessen Marke widerspiegelt, dass er weiß, was zur Zeit angesagt ist.

Wenn du dich in deinen Klienten versetzt, kannst du besser verstehen, wonach er wirklich sucht – und sicherstellen, dass deine Marke diese Bedürfnisse abdeckt.

Zeige dich und sie werdenkommen.

Bekomme diese fünf Self-Branding-Grundlagen in den Griff und du hast alles, was du benötigst, um als Grafikdesigner erfolgreich zu sein. Also los geht’s!

(Pssst! Bist du bereits als Designer auf 99designs angemeldet? Wenn nicht, tu es! Wir haben eine tolle Plattform, um deine Marke aufzubauen, dein Portfolio zu erweitern und großartige, neue Klienten zu finden. Wenn ich das so sagen darf.)

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