Vor 15 Jahren hättest du Social Media vielleicht noch als Quatsch abtun können. Aber heutzutage ist eine Social-Media-Präsenz so wichtig wie eine Telefonnummer – und eine strategische Herangehensweise an Social Media Design stellt sicher, dass deine Follower deinem Ruf folgen.

flatdesign illustration mit menschen, die von social media design angezogen werden
Eine strategische Herangehensweise an Social Media Design kann den Unterschied ausmachen, ob die Leute die Folgen oder weiterscrollen. Von OrangeCrush.

Für Unternehmen sind Social-Media-Plattformen wie Twitter, Instagram, YouTube und Pinterest großartige Orte, um direkt mit echten Menschen zu interagieren, die sie unterstützen. Dort baust du Beziehungen auf – mit Content, der deine Follower unterhält und gleichzeitig deine Markenbekanntheit steigert. So nützlich soziale Medien auch sind, so umkämpft sind sie auch. Sobald du Content veröffentlichst, wird er Teil eines endlosen Content-Streams, wo er nicht nur mit dem Content anderer konkurriert, sondern auch mit dem Algorithmus der Plattform. In den sozialen Medien überleben nur die Starken, aber die gute Nachricht lautet, dass herausstechende Social-Media-Grafiken die besten Tools in deinem Arsenal sind, um einprägsamen und ansprechenden Content zu kreieren.

Dieser ultimative Guide zu Social Media Design wird dir die unterschiedlichen Formen der Social-Media-Grafiken erklären, wie man sie verwendet und wie du ihnen Bedeutung verleihst.

Überblick über Social Media Design

Bevor du mit deinem Social Media Design loslegst

Plane deine Social Media Designstrategie

Der erste Schritt im Social Media Design besteht darin, deine Strategie zu entwerfen (oder die bestehende zu überprüfen). Design sollte als Verstärkung deines Contents dienen und die Botschaften fördern, die du unter die Menschen bringen willst, daher ist es wichtig, zuerst eine solide Strategie zu entwickeln.

  1. Evaluiere die Zielgruppen deiner derzeitigen Kanäle. Du hast vielleicht bereits Zielgruppenforschung für deine übergreifende Markenstrategie betrieben, aber die Zielgruppe des jeweiligen Social-Media-Kanals repräsentiert einen Teil oder Querschnitt deiner größeren Zielgruppe. Um das wirkungsvollste Social Media Design zu kreieren, musst du wissen, wer aktuell deinem Content folgt und wonach sie suchen. Stelle sicher, dass dies durch Zielmarkt-Recherche abgedeckt ist – führe Interviews und Umfragen durch, nutze die Analysemöglichkeiten der Plattformen, um Infos über die Zielgruppe zu erhalten, und notiere das Feedback oder die Kommentare, die deine Follower hinterlassen. Erstelle als Nächstes User Personas deiner bestehenden Zielgruppen zusätzlich zu neuen Zielgruppen, die du erreichen willst. User Personas sind wichtig, da es wesentlich einfacher ist, Content für Personen statt für Fakten und Figuren zu erstellen.
  2. Wähle die besten Plattformen, um deine Zielgruppen zu erreichen. Social Media ist für Unternehmen wichtig, aber das bedeutet nicht, dass jede Plattform für jedes Unternehmen wichtig ist. Rezepte funktionieren beispielsweise bekanntermaßen gut auf Pinterest. Während es also für eine Food-Marke Sinn ergibt, sich stark auf dieser Plattform zu engagieren, wäre es nicht so wichtig für einen Sicherheitsdienst. Schau dir die verschiedenen Social-Media-Plattformen an und entscheide dich für die, die innerhalb deiner Branche und bei deiner Zielgruppe beliebt sind. Wenn du davon ausgehst, dass du nur die beliebtesten Plattformen nutzen solltest, könnte dies dazu führen, dass du dir einige Nischenplattformen entgehen lässt, die perfekt für deine Marke wären.
  3. Evaluiere, welche Art Content am besten auf diesen Plattformen funktioniert. Deine Zielgruppe und Social-Media-Kanäle einzugrenzen, wird es dir ermöglichen, dich auf diese Arten von Content zu konzentrieren und wie sie designt werden sollten. Welche Art Content du erstellen kannst, hängt von den Plattformen ab (Instagram bevorzugt Bilder und Videos, Twitter kurze Nachrichten und Clips). Jede Plattform sollte eine Seite haben, auf der erklärt wird, wie sie funktioniert. Andere Arten von Content werden auf Nutzertrends basieren: Obwohl die Leute auf Facebook die Möglichkeit haben, Videos und schriftliche Posts zu erstellen, nutzen viele Nutzer die Plattform, um Links zu Artikeln zu teilen. Schau dir die Nutzeraktivitäten an und achte genau auf deine Mitbewerber, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was auf den jeweiligen Kanälen am besten funktioniert.

Liste deine Designs auf, erstelle Briefings und plane sie

Social Media Banner Designs für verschiedene bilschirmgrößen
Katalogisiere alle Designs, die du für jede Plattform und Bildschirmgröße benötigst. Design von D C T A R S.

Da du nun eine bessere Vorstellung von deiner Zielgruppe und den Kanälen, die du nutzen wirst, hast, kannst du mithilfe einer Reihe von Briefings deine Designs planen. Dies wird, zusammen mit einem Content-Kalender, bei der Organisation deines Designprozesses helfen. Achte darauf, Folgendes aufzuschreiben:

  • Anstehende Content-Pläne
  • Ziel des Contents
  • Angestrebte Zielgruppe
  • Content-Beispiele von Mitbewerbern
  • Designmedium (Fotos, Video, Illustrationen, animierte GIFs)
  • Bildunterschriften oder Texte
  • Designreferenzen

Notiere dir die Content-Größen und -Maße für jede Social-Media-Plattform

Jeder Designer benötigt eine Liste mit den richtigen Content-Größen und -Maßen. Dies ermöglicht es dir, deine Designs schnell an die unterschiedlichen Plattformen anzupassen. Die Größen in den sozialen Medien ändern sich von Zeit zu Zeit, also aktualisiere diese Liste regelmäßig. Hier sind die Größen und Maße Stand Juni 2020 für die gängigen Social-Media-Plattformen:

Instagram-Bildmaße

Twitter-Bildmaße

Facebook-Bildmaße

LinkedIn-Bildmaße

YouTube-Bildmaße

Profilbild

110 x 110px

400 x 400px

180 x 180px

200 x 200px

800 x 800px

Quadratisches Bild

1080 x 1080px

Portraitbild

1080 x 1350px

Instagram Stories

1080 x 1920px

Coverbild

1500 x 500px

820 x 312px

1584 x 396px

2.560 x 1.440px

Content-Bild

1024 x 512px

1200 x 630px

1104 x 736px

FB Event

1920 x 1080px

Profilbild für Unternehmen

300 x 300px

Coverbild für Unternehmen

1192 x 220px

Video-Thumbnail

1280 x 720px

Tipps zum Designen deiner Social-Media-Seite

illustration eines mannes als profilbild
von Nandatama

Da du nun über eine Strategie verfügst, bist du bereit, deine Social-Media-Profile zum Erfolg zu führen. Dein Profil ist die Homepage deines Social-Media-Accounts. Dort werden Nutzer landen, wenn sie deinen Namen suchen oder auf einen entsprechenden Link klicken. Dort findet sich auch dein „Folgen“-Button. Ein gutes Profildesign wird den Unterschied ausmachen, ob jemand diesen Button anklickt oder nicht.

Das Ziel deiner Profilseite besteht darin, potenziellen Followern zu sagen, wer du bist. Während deine Bio dies in ein paar knappen Sätzen erklären sollte, wird das Design deines Profils dies visuell mithilfe von Farben, Formen und Bildern tun, um deine Markenidentität auszudrücken. Das bedeutet, Grafiken zu vermeiden, die sich nicht innerhalb deiner Markenrichtlinien bewegen oder einfach nur hübsch anzusehen sind. Wenn du dich für Bilder für deine Profilseite entscheidest, musst du kritisch hinterfragen, welche Geschichte jede Grafik über dich erzählt und sicherstellen, dass dieser Narrativ auf allen Plattformen einheitlich ist.

>>Schau dir unseren Guide zu Branding in den sozialen Medien an

Um das Beste aus deinem Profildesign herauszuholen, werden wir dir ein paar übliche Bestandteile eines Social-Media-Profils zeigen und Tipps dazu geben, wie du diese für dein Branding nutzen kannst.

Profilbild-Design

Dein Profilbild (oder Avatar) ist, zusammen mit deinem Namen, deine Onlineidentität. Es ist der Teil deines Profils, der außerhalb deiner Profilseite zu sehen sein wird und als Signatur deiner Posts dienen wird. Deshalb sind Profilbilder allgemein klein, um mehr Aufmerksamkeit auf deinen eigentlichen Post zu lenken. Konzentriere dich bei deinem Avatar daher auf Einfachheit. Manche Marken können ihr gesamtes Logo nutzen, wenn es in jeder Größe gut zu erkennen ist. Viele Marken werden sich stattdessen für eine abgekürzte Version entscheiden (entweder der erste Buchstabe des Markennamens oder das Logo selbst). Dieser Version des Logos einen auffälligen Hintergrund zu geben, kann dabei helfen, dass es besser heraussticht. Denk auch daran, dass obwohl die Maße für eine quadratische Ausrichtung angegeben sind, die meisten Plattformen runde Profilbilder nutzen.

LinkedIn profil screenshot
Ein professionelles Portraitfoto ist perfekt für LinkedIn. Via Anjali Sud.
Airbnb’s Twitter avatar
Das Logo mit hellem Hintergrund kann eine großartige Option für Profilbilder sein. Via Airbnb.
LEGO’s Twitter avatar
Einige Marken können mit der Anzeige ihres vollständigen Logos im Avatar davonkommen, wenn es in dieser Größe klar und lesbar bleibt. Via LEGO.
Birchbox’s Twitter avatar
Ein gemusterter Hintergrund kann das Logo zum Platzen bringen. Via Birchbox.

Design des Coverbildes

Obwohl nicht alle Social-Media-Plattformen Coverbilder haben, kommen sie dort häufig genug vor, um sie in deiner Designstrategie zu berücksichtigen. Das Coverbild ist der breite, rechteckige Banner, die sich oberhalb deines Profils befindet. Es steht in enger Beziehung zu deinem Profilbild – sie werden in der Regel zusammen positioniert. Du kannst dir dein Coverbild gewissermaßen als verlängerten Arm deines Profilbilds vorstellen, in das du mehr Text, Fotos und Grafiken einfügen kannst.

Twitter Profilbild und Titelbilddesign, das einen illustrierten Ozean zeigt
Das Coverbild erweitert das Profilbild zu einer vollständigen Illustration. Design von olimpio.

Viele Coverbild-Designs gehen so weit, dass die Grafiken des Coverbilds mit dem Profilbild interagieren, wie bei der farbigen Linie, die im Facebook-Design von No Co in das Profilbild übergeht. Sei aber vorsichtig damit, auch wenn es clever ist, kann es sehr viel Aufwand für etwas sein, das im Grunde nur ein Gimmick ist und nicht mehr funktioniert, wenn das Layout deines Profils sich aufgrund eines kleineren Bildschirms ändert.

Ein farbenfrohes Social-Media-Titelbild und Profilbilddesign für eine Fitnessmarke im Facebook
Profilbild und Coverbild können auch buchstäblich miteinander interagieren.  Design von CREATIVE NINJA ✅.

Auch wenn man im Vergleich zum Profilbild mehr Arbeitsfläche hat, ist das keine Ausrede für ein überladenes und übertriebenes Coverbild. Als Banner soll dein Coverbild eine visuelle Wirkung haben, aber es ist auch wie eine Werbung und betont, was deine Marke von anderen unterscheidet. Es ist auch der perfekte Ort, um zusätzliche Kontaktinformationen wie deine Webadresse und Telefonnummer anzuzeigen oder auf deine anderen Social-Media-Kanäle hinzuweisen. Im Großen und Ganzen sollte es ohne große Umwege verraten, wer du bist. Chaos kann diese Botschaft verwässern. Nutze minimalistische Bilder, die deine Markenwerte verkörpern. Das YouTube-Design von Kathryn Mueller beispielsweise verwendet leuchtende und freundliche pastellfarbene Pinks, runde Formen und ein Bild der Trainerin in Sportkleidung, um dir zu sagen, dass es sich hier um eine frauengeführte Fitnessmarke handelt, deren Fokus auf Wellness und Balance liegt.

Ein rosa Social-Media-Titelbild und Profilbild-Design für eine Fitnessmarke im Facebook
Social Media Design von Sasha Design

Layoutdesign der Profilseite

Obwohl das Layout der Profilseite hauptsächlich von der Social-Media-Plattform vorgegeben wird sowie dem Content, den du täglich postest, hast du dennoch etwas Kontrolle darüber, wie du deine Seite präsentierst. Dieser Teil des Designprozesses beinhaltet zwar nicht die Erstellung von Social-Media-Grafiken, allerdings die Verwendung von Laufweite und Ausrichtung, um deinen Content für Nutzer zugänglicher zu gestalten.

screenshot GoPro’s YouTube Kanal
Das Layout von GoPros YouTube-Profil besteht aus einem wichtigen Video oben, einer Reihe von Playlists darunter und ähnlichen Kanälen auf der rechten Seite.

YouTube ist ein Beispiels für eine Plattform, die dir mehr Tools bietet, um dein Profil persönlicher zu gestalten. Eine allgemeingültig Regel ist, einen Trailer deines Kanals oben anzupinnen (der erklärt, worum es bei deinem Content geht), gefolgt von einem Feed aktueller Uploads, der wiederum gefolgt wird von einer Reihe kuratierter Playlists. Auch bei Pinterest gibt es die Möglichkeit, Contents mithilfe von Boards anzuordnen. Egal um welche Plattform es sich handelt, nimm dir die Zeit, deine Seite so zu arrangieren, dass der wichtigste Content oben steht und Artikelbilder (falls vorhanden) den Charakter des Contents vermitteln.

Ein blaues Instagram-Seitenlayoutdesign
Instagram-Layout von JayJacks0n™

Selbst bei Plattformen wie Instagram und Facebook, die deine aktuellsten Posts in chronologischer Reihenfolge anzeigen und keine Optionen bieten, die Art und Weise, wie etwas auf deinem Profil angezeigt wird, zu personalisieren, kannst du planen, wie dein täglicher Content auf der Seite angezeigt werden soll (mehr dazu später).

Plattformspezifisches Profil-Branding

Das Tolle an Social Media ist die Vielseitigkeit der verschiedenen Plattformen. Jede Social-Media-App geht anders an Design und Content-Verbreitung heran. Während also die meisten Plattformen dieselben Designkategorien wie Avatare und Coverbilder gemeinsam haben, hat jede Plattform zusätzliche Profildesigns, die du berücksichtigen musst.

screenshot Wendy’s Twitch Kanal
Extrapunkte bekommen sie dafür, dass sie ihren Avatar extra für diesen Kanal anpassen und ihm ein Gaming-Headset verpassen. Via Wendy’s Twitch.

Dein Social Media Design für Twitch wird beispielsweise ein Offline-Bild (eine statische Grafik, die angezeigt wird, wenn du nicht online bist) und Screen Overlays enthalten (Bilder, die über den Bildschirm gelegt werden, wenn du live bist). Auf YouTube wirst du einen Trailer für deinen Kanal einplanen müssen, ebenso gebrandete Video-Thumbnails und Bauchbinden. Nimm dir die Zeit, die Profilseiten zu testen und die Seiten deiner Mitbewerber auf den verschiedenen Plattformen anzusehen, die du vorhast zu nutzen, und nutze diese zusätzlichen Branding-Möglichkeiten.

5 Richtlinien für Social Media Design

In den sozialen Medien dreht sich alles um Content – dort teilst du Medien und interagierst täglich mit deinen Followern. Auch wenn es sich lohnt, dem Design deines Profils jede Menge Aufmerksamkeit zu widmen, wird all der Aufwand umsonst sein, wenn das Design deines Contents keinen Eindruck macht.

Die Art und das Design des Contents wird davon abhängen, wer deine Marke ist, was dein Unternehmen macht und welche Ziele du hast. Im Folgenden findest du allgemeine Richtlinien, die dir helfen, Social-Media-Grafiken zu erstellen, die dir mehr Follower bringen – und diese auch bleiben.

1. Designe Content, der nützlich für deine Follower ist

Man sollte annehmen, dass es sich von selbst versteht, den Content an deine Zielgruppe anzupassen. Aber angesichts der Tatsache, dass die sozialen Medien für die Veröffentlichung deiner Worte und deiner Bilder designt ist, kann es schnell passieren, dass sie sich um dich drehen: Denke an die Kritik an Selfies und der Darstellung eines allzu perfekten Lebens. Deine Zielgruppe hat sich aus einem bestimmten Grund entschieden, dir zu folgen. Sei es, um sich zu informieren, unterhalten zu werden oder weil sie Inspiration wollen. Dein Job besteht darin, den Leuten das zu geben, wofür sie gekommen sind. Content-Design muss ebenso mehr als nur optisch ansprechend sein – es muss nützlich sein.

Ein orangefarbenes Social-Media-Content-Design für ein Gesundheitsunternehmen
Social Media Design von I am a sinner

Hier ist ein Beispiel: Du weißt, dass die meisten Leute deiner Marke folgen, um über Sales und Werbeaktionen informiert zu werden. Du entscheidest dich, im Rahmen einer Werbekampagne ein Social-Media-Event zu veranstalten, mit speziellem Logo, Content und Werbedesigns, so wie Del Marva es für seine Blutspendeaktion gemacht hat. In ihrem Fall verdeutlichen das leuchtende Orange und die Ananas, dass es sich um ein feierliches Event handelt (was gleichzeitig dem Content hilft, im Feed herauszustechen). Aber Del Marva verwendet auch klare, kräftige Typografie und leuchtende Banner, die dem Hintergrund Kontrast verleihen, um wichtige Informationen hervorzuheben, beispielsweise das Datum und wie man teilnehmen kann. Dieser Post wurde nicht nur designt, um Blicke auf sich zu ziehen, sondern um den Betrachter dazu zu bringen, ihn zu speichern oder mit einem Freund zu teilen.

2. Bringe verschiedene Arten von Design in deinem Content unter

Vielfältiger Content beginnt bei deiner Strategie. Deine Posts sollten verschiedene Themen behandeln (z. B. Content, der hinter die Kulissen deines Unternehmens blickt, Kundenhighlights, Werbematerialien etc.), aber du solltest auch nach Gelegenheiten suchen, verschiedene Designstile zu bedienen, damit dein Feed dynamisch und ansprechend bleibt.

screenshot Chobani’s Pinterest Seite
Schon die ersten paar Pinterest Boards von Chobani zeigen Vielfalt: Fotografie, Flat Illustration, Infografiken und Typografie.

Es hilft zu wissen, welche unterschiedlichen Designstile wofür am besten sind. Buchstaben und Farben im Flat Design sind nützlich für Infografiken (die vertikale oder wischbare Auswahl), die Informationen vermitteln oder eine Story erzählen. Handschriftliche Typografie kann sich gut für inspirierende Worte eignen, die die Leute gerne teilen wollen, oder für Fragen, die sie posten möchten. Fotografie ist eine Gelegenheit, um echte Menschen und Produkte zu zeigen. Deine Fotos sollten professionell aussehen, aber widerstehe der Versuchung, zu viele Filter zu verwenden, sodass sie an Authentizität verlieren.

Ein Fotocollage-Design für den Instagram-Beitrag eines Künstlers
Fotocollagen können eine tolle Gelegenheit sein, um Bilder lebendiger werden zu lassen, ohne Filter zu nutzen. Instagram Content Design von FranB.

Einer der besten Wege, um Vielfältigkeit in deinem Social Media Design zu erzeugen, besteht darin, deine Follower in deine Social-Media-Strategie einzubeziehen. Denke über Crowdsourcing-Methoden wie Hashtag Contests oder Social Media Takeovers nach. Dies könnte zwar zu einem Content führen, der optisch unstimmig ist, aber konsistent mit deiner Marke, da er von deinen Kunden stammt, denen deine Marke schließlich dient.

3. Schaffe Balance zwischen dem individuellen Content und deiner Profilseite

Selbst wenn du deinen Design-Content variierst, musst du daran denken, dass auf vielen Plattformen ein chronologischer Feed deiner letzten Posts auf deinem Profil zu sehen sein wird. Wie bereits im vorherigen Abschnitt erklärt, muss deine Profilseite visuell einheitlich sein, um effektiv für Branding zu funktionieren, und deine Posts sollten von dieser Einheitlichkeit nicht abweichen. Am Ende kommt es auf eine gute Balance an: Dein Content muss individuell sein, mit seinen eigenen Zielen und anvisierten Zielgruppen, aber er muss auch zu deinem kollektiven Social Media Design beitragen. Der Schlüssel liegt im Branding. Designe vielfältigen Content, aber achte darauf, dass alles zu den Kernprinzipien deiner Branding-Guidelines passt.

screenshot National Geographic’s Facebook
Obwohl National Geographics Facebook-Feed größtenteils aus Fotos und Videos besteht, entsteht durch eine immer ähnliche Farbpalette aus Blau, Grün und Weiß ein einheitlicher Look.

Manche Marken gehen so weit, ihren chronologischen Content so zu planen, dass sich ein einheitliches Seitenlayout ergibt. Dies funktioniert besonders gut bei Instagram, das Content zuverlässig in einem Gitter aus Dreierreihen auf der Profilseite anordnet. Wenn du Designs veröffentlichst, bei denen jeweils drei Posts einen ähnlichen Stil haben, erzeugen diese eine zusammenhängende Ästhetik, wenn man deine Profilseite anschaut. Der Nachteil ist, dass diese Methode die Arten von Content begrenzt, die du posten kannst, damit du nicht das Gesamtdesign deines Profils zerstörst. Mehr Gestaltungsmöglichkeiten zur Erweiterung deines Contents hast du, indem du deinen Feed organisch, aber optisch zur Marke passend gestaltest.

Ein Instagram-Profil und Content-Design
Geposteter Content trägt maßgeblich zum Look deiner Profilseite bei. Social Media Design von Daylite Designs ©.

4. Designe themenbezogenen Content und Vorlagen

Auch wenn es ideal zu sein scheint, deinen gesamten Social Media Content überraschend und originell zu gestalten, ist dies oftmals weder praktisch noch notwendig. Vorlagen für einige deiner Posts zu designen, ermöglicht es dir nicht nur, Content schnell zu kreieren, sondern etabliert auch eine optische Einheitlichkeit. Dies kann besonders hilfreich für wiederkehrende Bilder wie Video-Thumbnails für YouTube sein. Einerseits sollen die Thumbnails überraschend sein und den Zuschauer dazu bringen, sie anzuklicken. Aber da das eigentliche Video das Highlight ist, macht es keinen Sinn, Zeit und Energie aufzuwenden, jedes Mal einen eigenen Thumbnail zu erstellen.

Ein Instagram-Profil und Content-Design
Diese Instagram-Vorlagen von JayJacks0n erzeugen ein zusammenhängendes und ansprechendes Design.

„Vorlage“ ist im Design manchmal ein unbeliebtes Wort, das für Langeweile und Allgemeinheit steht. Betrachte sie aber stattdessen als Design-Fahrpläne, die es dir ermöglichen, einen Teil des Brainstormens, Skizzierens und Ausprobierens zu überspringen. Und du kannst die Vorlagen immer noch für jeden Post variieren, indem du die Bilder oder Farben änderst. Am Ende des Tages gibt es Zeiten, in denen Vorlagen wichtig sind, um schneller an Designs zu kommen, damit du wichtigerem Content die Aufmerksamkeit schenken kannst, die er verdient.

5. Passe dein Design basierend auf Analysen an

Social Media ist schnelllebig. In der Minute, in der du etwas postest, schickst du es in einen Strom, in dem es mit anderem Content, der minütlich gepostet wird, untergeht oder mitschwimmt. Die gute Nachricht ist, dass die Schnelllebigkeit der sozialen Medien dir schnelle Ergebnisse liefert. Der meiste Content hat eine Lebensdauer von ein paar Stunden bis zu höchstens einem Tag (in der Zeit erhältst du die meisten deiner Likes und Kommentare). Daher kannst du ausprobieren, schnell herausfinden, welche Designs funktionieren und welche nicht, und deine Designstrategie dementsprechend anpassen.

Animiertes GIF eines Tablets in flatdesign mit Diagrammen und Grafiken
Analysen sind im Social Media Design von großer Bedeutung. Animation von Adam Muflihun.

Was die Zahlen angeht, hängt es von deinen Followern ab, ob dein Post erfolgreich ist. Es ist hilfreich, Richtwerte festzulegen, die auf deinem besten und schlechtesten Content basieren, um ein Gefühl dafür zu bekommen, woran sich messen lässt, ob der Content im Vergleich zu deinem anderen Content erfolgreich ist oder nicht. Denke daran, dass auch andere Faktoren dafür verantwortlich sein können, wenn dein Content nicht gut funktioniert – beispielsweise die Uhrzeit, der undurchschaubare Algorithmus, reale Ereignisse, die deine Follower ablenken, oder einfach Pech. A/B-Tests sind ein nützliches Tool, das dir helfen kann, Fehler zu beseitigen oder zu entscheiden, welche Designvariante die beste ist. Zusätzlich zu den plattformspezifischen Analysen (in der Regel Dinge wie Impressions, Views und Watchtime im Falle von Videos) können Tools wie UTM-Codes, die du deinen CTA-Links hinzufügst, Aufschluss darüber geben, welche Posts Traffic generiert haben.

Die Kraft des Social Media Designs

Social Media ist ein hart umkämpftes Feld und es erfordert jede Menge Planung und harte Arbeit, um erfolgreich zu sein, sowohl an der Content- als auch Designfront. Aber die Ergebnisse sind erstrebenswert. Social Media eignet sich nicht nur hervorragend, um Leads anzuziehen, aus Kunden Käufer zu machen und die Markenbekanntheit zu steigern, sondern auch, um reale Interaktionen mit den Menschen zu haben. Letzten Endes heißt es Social Media, weil es Spaß machen soll.

Der beste Weg, um sicherzustellen, dass deine Social-Media-Präsenz eine Unterhaltung entfacht, ist, mit einem professionellen Designer zu arbeiten. Gutes Design kann Follower davon überzeugen, nicht weiterzuscrollen und sich anzuhören, was du zu sagen hast. Es kann deine Botschaften nützlich und leicht verständlich machen. Es kann deine Professionalität und Hingabe zur Qualität demonstrieren. Wenn du ein Social Media Design möchtest, über das deine Follower reden, ist ein professioneller Designer nur einen Klick entfernt.

Peppe dein Social Media Design auf!
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