Wenn du in Tausend Worten beschreiben müsstest, wie toll dein Unternehmen ist, was würdest du sagen? Zum Glück ist das genau das, was dein Logo samt aller Logo-Eigenschaften jeden Tag tut. Die große Frage ist also: Was soll dein Logo aussagen?

Logos erklären, wer du bist, was du tust und wie sich deine Marke anfühlt – und das alles auf nur einen Blick. Farben, Formen, Typografie und andere Designelemente beeinflussen, wie deine Zielgruppe deine Marke wahrnimmt. Wenn du es richtig machst, verlieben sich deine Kunden auf den ersten Blick in dich.

Wie stellst du es also richtig an? Wir zeigen dir die 7 Logo-Eigenschaften, die alle tollen Logos gemeinsam haben.

Ein tolles Logo hat folgende Eigenschaften…

  1. Die richtige Form
  2. Die richtigen Unternehmensmerkmale
  3. Die richtigen Farben
  4. Der richtige Ton
  5. Die richtige Typografie
  6. Die richtigen Trends
  7. Die richtigen Größen

1. Die richtige Form

Beim Grafikdesign dreht sich alles um visuelle Kommunikation. Zur Kunst, ein Logo zu erstellen, gehört es zu wissen, was du sagen möchtest und welche Bilder dies sagen können. Bestimmte Emotionen und Gefühle werden von bestimmten Bildern und auch der Form des Logos selbst hervorgerufen.

Mit Blick auf den wissenschaftlichen Hintergrund des Grafikdesigns musst du nur wissen, dass jede Logoform ein bestimmtes Merkmal repräsentiert. Passe die Form deines Logos an die Eigenschaften an, die deine Marke darstellen möchte.

  • Kreise und Ovale: Freundlich, locker, einladend
  • Geschwungene Linien: Verspielt, beruhigend, faszinierend
Sand logo
Logodesign von Radovan Ciobanenco
  • Dreiecke: Führungsqualität, Autorität, Dominanz
  • Quadrate und Rechtecke: Effizienz, Sicherheit, Zuverlässigkeit
  • Spitze Winkel und Zacken: Aggression, unruhig, düster, ungewöhnlich
Mashup Fitness logo
Logodesign von allyna
  • Horizontale Linien: Stabilität, Ruhe, Verlässlichkeit
  • Vertikale Linien: Wohlstand, Erfolg, Anweisung
ForkYeah! logo
Logodesign von onripus

Natürlich kannst du deine eigenen abstraktes Formen kreieren, um etwas Einzigartiges zu vermitteln. Du kannst sogar Teile von Formen miteinander kombinieren, um sie zu individualisieren.

Ein Quadrat mit abgerundeten Ecken vermittelt beispielsweise immer noch Sicherheit, ist aber ein bisschen freundlicher als ein Quadrat mit spitzen Ecken. Oder denke an Apples Logo; genau genommen handelt es sich um eine abstrakte Form, aber die abgerundeten Ecken und Rundungen verleihen ihm viele Merkmale eines „Kreises“, wie Wärme und Lockerheit.

2. Die richtigen Unternehmensmerkmale

Logos vermitteln wissenswerte Informationen zu deiner Marke. Sie erreichen in einer Sekunde das, wofür Pressemitteilungen, Produktbeschreibungen und Informationsseiten viele Abschnitte an Text benötigen.

Designeigenschaften, die sich auf dein Unternehmen beziehen, können dabei helfen, schnell Informationen zu vermitteln, und können subtil oder auch von erschlagender Deutlichkeit sein. Du kannst Hinweise nutzen, die nur deine Zielgruppe versteht. Das Logo für RhythmVille nutzt beispielsweise eine bekannte Schriftart, welche die meisten Musiker erkennen, selbst wenn sie zu weit entfernt sind, um den Teil mit „Music Company“ lesen zu können.

RhythmVille Music Company logo
Logodesign von rugbyjerseys

Ebenso kannst du erkennen, dass Dr. Trusty ein Zahnarzt ist, obwohl dies nicht ausdrücklich im Logo erwähnt wird. Das Bild des Zahns macht sehr deutlich, um welche Art Arzt es sich handelt.

Dr. Trusty logo
Logodesign von Pau Pixzel

Wenn du lieber ein abstrakteres Logo hättest, kannst du auch immer einen deutlichen Slogan hinzufügen, um zu signalisieren, was du tust. Im Logodesign ist das eine absolut legitime Vorgehensweise.

Stone Soup logo
Logodesign von ON & ON

3. Die richtigen Farben

Genau wie bei Formen, hat jede Farbe ihre eigene emotionale Konnotation. Diese Bedeutungen sind oftmals recht universell, da sie auf Dingen basieren, die wir in der realen Welt sehen. Rot, die Farbe des Blutes, erzeugt Gefühle von Dringlichkeit und Wachsamkeit. Braun, die Farbe der Bäume und des Holzes, erinnert an Natur und Land. Und du kannst mit ziemlicher Gewissheit davon ausgehen, dass Menschen auf der ganzen Welt Gelb mit der Wärme des Sonnenscheins assoziieren.

Farben haben auch bestimmte kulturelle Assoziationen. In den USA ist Grün beispielsweise die Farbe des Geldes und in Japan steht Lila häufig für das Böse.

Red Gate logo
Logodesign von Terry Bogard
ToGather Project
Logodesign von Fulcro
Manta Print logo
Logodesign von orangejuice

Aufgrund dieser angeborenen Reaktionen ist Farbe eine der wichtigsten Logo-Eigenschaften. Farbe allein kann darüber bestimmen, wie deine Marke wirkt, selbst wenn sie in direktem Gegensatz zu anderen Eigenschaften wie Form oder Typografie steht. Gutes Branding erfordert ein einheitliches Farbschema, daher sollten die Logofarben deiner Website, der Deko in deinem Laden, der Arbeitskleidung deiner Angestellten und so weiter gleich sein.

Um mehr über Farbenlehre zu erfahren, schaue dir unseren Guide zu Logofarben an. Oder überspringe diesen Schritt und entdecke mithilfe unseres interaktiven Logofarben-Tools direkt die Farben, die am besten zu deiner Marke passen. Wir schlagen dir im Handumdrehen die passenden Farben für dich vor.

4. Der richtige Ton

Es hat einen Grund, dass Cornflakes Maskottchen als Logo nutzen und Anwaltskanzleien nicht. Eine Empfehlung eines Cartoon-Tigers kommt bei mutmaßlichen Straftätern nicht gut an.

Um dein Logo effektiv zu optimieren, musst du eine gute Markenstrategie skizzieren und deine Zielgruppe finden. Wen möchtest du ansprechen? Mit welchen Marken identifizieren sie sich? Die Antworten auf diese Fragen werden dabei helfen, die perfekten Logomerkmale zu wählen.

Flying Colours logo
Logodesign von struggle4ward

Schau dir das Logo für Flying Colours an, einem Paragliding-Unternehmen. Aufgrund der Art ihrer Branche, hat Flying Colours es hauptsächlich auf Abenteuerlustige und Extremsportler abgesehen – Gruppen, die Landschaften wie diese im Hintergrund des Logos mögen.

Lawncierge logo
Logodesign von mnuh

Wenn du dagegen etwas mehr Humor in deinem Branding möchtest, nutze dein Logo für einen Witz. Das Unternehmen Lawncierge, dessen Name ein Wortspiel ist, kombiniert seinen Sinn für Humor mit einem kreativen und lustigen Butler-Maskottchen.

5. Die richtige Typografie

Alles Bildliche kann die Atmosphäre und den Vibe deines Logos beeinflussen. Während dies bei Bildern in einem Logo offensichtlich ist, gilt dies auch für die Typografie. Wie dein Text aussieht, kann genauso Einfluss darauf haben, wie Menschen deine Marke wahrnehmen.

Mama’s Toffee logo
Logodesign von ❀ᴀʟɪᴄɪᴀ❀

Typografie umfasst alles Optische in deinem Text: deine Schriftart und Textgröße, aber auch Details wie Serifen, Dicke, Stärke, Format, Textur und wie du den unteren Strich im L verlängerst und dazu nutzt, den Rest eines Wortes zu unterstreichen.

Wildwood Floral Creations logo
Logodesign von Cross the Lime
Endure Coffee Co logo
Logodesign von maneka

Schriftarten sind nicht so eindeutig wie Farben oder Formen, obwohl sie vielen derselben Regeln folgen. Spitze Winkel beispielsweise (wie das in Metallicas Logo) implizieren ebenfalls Nervosität und Aggression. Am besten vertraust du bei der Wahl der Schriftarten deinem Bauchgefühl. Hier sind dennoch ein paar Grundregeln für den Anfang:

  • Serifenschriften eignen sich am besten für förmliche oder professionelle Marken, wohingegen serifenlose Schriften ungezwungener und sorgloser sind.
  • Mit all ihren Rundungen sind Script Fonts der beste Stil sowohl für schicke als auch fantasievolle Marken.
  • Verleihe einem Wort mehr Bedeutung, indem du es größer machst als die anderen. Nutze dies, um bestimmte Aspekte deines Unternehmens zu betonen oder Wortwitze hervorzuheben.
  • Nutze verschiedene Schriftarten, um verschiedene Arten von Text voneinander zu unterscheiden: Eine auffällige, dekorative Schriftart für deinen Namen und eine klare, lesbare Schrift für sekundären Text wie Slogans.
  • Schreibschriften lassen dich freundlicher, aber nicht so professionell wirken.

Denke bei der Wahl der Typografie daran, nicht den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun. Zuallererst geht es bei Typografie um Lesbarkeit. Egal wie cool deine Schriftart ist, wenn die Leute sie nicht lesen können, ist sie es nicht wert.

6. Die richtigen Trends

Du kannst die neuesten Logotrends in deinem Design unterbringen, um zu kommunizieren, dass deine Marke zeitgemäß und bedeutend ist. Trends sind auf Beliebtheit angewiesen und darauf, dass sie immer wieder genutzt werden, um wirkungsvoll zu sein, und können sich jedes Jahr ändern. Daher sind kluge Designer immer auf dem Laufenden, was gerade angesagt ist und was nicht.

Diese geometrischen Logos folgen beispielsweise einem Trend, der warme Farben und freundlichere, formenbasierte Kompositionen kombiniert, um ein modernes und persönliches Design zu kreieren.

Margaritaville Capitola logo
Logodesign von trinitiff
The Two Kings House logo
Logodesign von E·the·re·al“

Dieses Logo für House of Gumdrops, einem Unternehmen für Grußkarten, nutzt einen Trend, bei dem Farbe gezielt genutzt wird, um die bunte Farbpalette von Gumdrops zum Leben zu erwecken und eine vorwiegend weibliche Zielgruppe anzusprechen.

House of Gumdrops logo
Logodesign von Bruno Vasconcelos
Pulpo Gallery logo
Logodesign von Iva Ron
Kanue Productions logo
Logodesign von Ian Douglas

Diese Logos nutzen den vorherrschenden Trend des Minimalismus, indem sie ihn mithilfe abstrakter Formen noch weiter auf das Wesentliche reduzieren. Diese Verschiebung hin zu abstrakten Konzepten steigert die Wirkung eines minimalistischen Logodesigns und macht es effektiver.

7. Die richtigen Größen

Nicht Größe, sondern Größen – Plural. In den vergangenen Jahren sind Werber und Marketer auf die Idee gekommen, dass man am besten mehrere Versionen eines Logos haben sollte. Dieses ist auch als responsives Logo bekannt. Auf diese Weise kannst du die Größe deines Logos an den Ort anpassen, an dem es zu sehen sein wird, egal ob in einer winzigen Werbung innerhalb einer App oder auf einer riesigen Werbetafel.

Design von EWMDesigns

Das soll nicht heißen, dass du verschiedene Logos haben solltest, sondern eher Versionen desselben Logos in unterschiedlichen Größen. Beginne mit einem kleinen Logo, das anhand seiner nötigsten Elemente erkennbar ist. Vergrößere es dann mit jeder folgenden Version. Mache die Dinge größer, füge mehr Elemente oder Wörter hinzu und nutze aufwändigere Details.

Wir empfehlen, vier unterschiedliche Größe zu designen, aber achte darauf, dass ihre Stille alle einheitlich sind. Wir können das nicht genug betonen. Alle Versionen deines Logos sollten als dasselbe Logo zu erkennen sein, da du sonst einen der größten Vorteile untergräbst, die ein Logo für dein Unternehmen hat – den Wiedererkennungswert.

Welche Größen solltest du nutzen? Unser Guide zu Logogrößen und Maßen verrät dir die genaue Anzahl an Pixel für Logos in den sozialen Medien, auf Webseiten und im Printbereich.

Unvergessliche Logo-Eigenschaften

Weißt du was? Wir hätten auf dieser Liste auch nur die wichtigste aller Logo-Eigenschaften auflisten können: Einprägsamkeit. Die sieben oben genannten Punkte kommen alle zusammen, um ein einprägsameres Logo zu kreieren, welches dann zu einprägsameren Marken führt. Und wenn jemand darüber entscheidet, was er kauft oder mit wem er Geschäfte macht, wirst du froh sein, wenn er dabei an dich denkt.

Wenn all dies für dich zu technisch und verwirrend erscheint, mache dir keine Sorgen. Statt die kompliziere Welt des Grafikdesigns selbst in Angriff zu nehmen, kannst du immer auch einen freiberuflichen Designer engagieren, der dir ein Logo entwirft. Profis wissen bereits, wie Logo-Eigenschaften die Geschichte deiner Marke unterstreichen können, daher musst nur nur erklären, welche Art Marke du sein möchtest bzw. bist, und dein Designer kümmert sich um den Rest.

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