Eine Marke ohne digitale Präsenz ist wie ein Auto ohne Räder. Es wird so schnell erstmal nichts erreichen. Auch wenn das altmodische „analoge“ Branding noch nicht ganz von der Bildfläche verschwunden ist, brauchen Unternehmen heutzutage eine vielfältige Bandbreite an digitalen Branding-Tools, um ihre Präsenz in der echten Welt zu zementieren.

Starte deine eigene Markenstrategie mit unserem grundlegenden Guide zu digitalem Branding. Wir werden uns alles von Social Media über SEO und Influencer bis hin zu E-Mails anschauen, damit du sicherstellen kannst, dass deine digitale Markenkampagne alle Erwartungen erfüllt.

Gutes digitales Branding besteht aus so vielen Dingen. Wir erklären dir, welche. Illustration von Vladanland

Alles, was du über digitales Branding wissen musst

Was ist Branding?

Branding ist der kreative, strategische Prozess, bei dem du potenziellen Kunden sagst, worum es bei deinem Unternehmen geht: Wer du bist, was dir wichtig ist, weshalb sie mit dir arbeiten sollten und was sie von dir erwarten können. Nachdem du ein Unternehmen gegründet oder dein erstes Produkt entworfen hast, sollte der Aufbau einer Markenidentität deine oberste Priorität sein.

Branding fasst all das, was du tust und wie du es tust, zu einer einzigen, einprägsamen Kernaussage zusammen, an welche die Menschen sich erinnern und die sie unentwegt mit deinem Unternehmen verbinden. Denke an die goldenen Bögen von McDonald’s oder die bunten olympischen Ringe. Selbst ein Symbol oder Bild kann der ganzen Welt bedeutungsvolle Assoziationen vermitteln.

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Deine Marke ist auf deiner Markenidentität aufgebaut, einschließlich Logo, Farben, Text und mehr. Design von Kisa Design.

Wir haben gerade drei wichtige Begriffe genutzt: Marke, Branding und Markenidentität. Sie hängen alle zusammen, sind aber nicht das dasselbe.

  • Deine Marke ist das, was Außenstehende von deinem Unternehmen wahrnehmen.
  • Dein Branding ist der Prozess des Designens und Aufbauens einer einzigartigen, einprägsamen Marke.
  • Deine Markenidentität besteht aus den kreativen Elementen, die in den Branding-Prozess fließen – beispielsweise deine Website, dein Auftritt in den sozialen Medien und dein Logo – die deine Botschaft, Werte und Absichten vermitteln.

Diese drei Dinge müssen zusammenarbeiten. Du hast keine echte Marke ohne Markenidentität und du wirst niemals eine Marke haben, wenn du kein Branding hast.

Definiere deine Marke, indem du diese Fragen beantwortest:

  • Wer bist du als Unternehmen?
  • Was unterscheidet dich von anderen Marken?
  • Wie lautet das Mission Statement deiner Marke? Was gibt ihr einen Zweck?
  • Welche Werte vertrittst du?
  • Wer ist deine idealer Kunde?

Zu wissen und genauestens festzulegen, wer du bist, ist der erste Schritt, um eine bedeutungsvolle Marke zu entwickeln.

Was ist digitales Branding?

Digitales Branding ist die Art und Weise, wie du deine Marke online mithilfe von Webseiten, Apps, sozialen Medien, Videos und mehr designst und aufbaust. Digitales Branding besteht aus einer Kombination von digitalem Marketing und Internet Branding, um online eine Marke zu entwickeln.

Weshalb ist eine digitale Markenpräsenz wichtig? Nun, schau mal von deinem Telefon hoch, das du vermutlich gerade in der Hand hältst… Wir alle benutzen unsere Geräte immerzu. Die meisten von uns interagieren durch das Internet mit der Welt, was es für Marken unentbehrlich macht, um Zielgruppen zu erreichen und aus einmaligen Kunden wiederkehrende Stammkunden zu machen.

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Bild von sheva™

Digitales Branding ermöglicht es jedem Unternehmen, überall präsent zu sein – selbst in deiner Hand. Denn wenn meine Mutter bei Instagram ist, wieso sollte dann meine Lieblingsschuhmarke nicht dort sein?

Digitales Branding vs. digitales Marketing

Was ist der Unterschied zwischen digitalem Branding und digitalem Marketing? Während digitales Branding sich darauf konzentriert, Werte zu verbreiten und Loyalität und Markenbekanntheit zu fördern, geht es bei digitalem Marketing darum, neue Kunden zu finden und Verkäufe anzukurbeln.

Im Netz wirst du permanent mit Werbung konfrontiert, selbst wenn du es nicht merkst. Das ist digitales Marketing, wie es im Buche steht. Werbeanzeigen kommen beispielsweise in Form eines Instagram-Stars, der für sein Lieblingsmakeup schwärmt, oder als aufpoppendes Coupon auf einer Website.

Im Gegensatz zu traditionellen Anzeigen spricht digitales Branding nicht zu dir; es möchte mit dir interagieren. Es geht mehr darum, eine Onlineidentität und positive Gefühle zu erzeugen, statt die Menschen dazu zu bringen, einen einmaligen Kauf zu tätigen. Erfahre hier alles über die verschiedenen Arten des digitalen Marketings.

Die Vorteile digitalen Brandings

Eine gute digitale Präsenz gibt Kunden das Gefühl, einen persönlichen Bezug zu einem Unternehmen oder Produkt zu haben. Gut gemachtes Branding pflegt Beziehungen zu Nutzern und ermöglicht es, durch alltägliche Interaktionen auf von ihnen bereits genutzten Plattformen direkt mit den Kunden zu sprechen.

Richte dich an deine Zielgruppe

Die Onlinepräsenz deines Unternehmens ist die erste Anlaufstelle, über die potenzielle Kunden etwas über deine Marke erfahren und mit ihr interagieren. Mit digitalem Branding lässt dich deine Zielgruppe genauer einkreisen, indem du bestimmte Kundengruppen auf den Onlineplattformen ansprichst, die sie am häufigsten nutzen: Twitter, Facebook, Instagram oder andere.

Nimm ein Unternehmen wie Outdoor Voices, eine Marke für Sportbekleidung. Innerhalb weniger Jahre haben sie ihren eigenen Hashtag in den sozialen Medien entwickelt – #DoingThings, den Kunden verwenden, wenn sie ihre Kleidung tragen. Er verkörpert ihren Lifestyle. Aktuell enthalten allein auf Instagram mehr als 155.000 Posts den Hashtag #DoingThings.

Outdoor voices instagram doing things
Bild via Instagram

#DoingThings ist der Unterschied zwischen dem blinden Konsumieren eines Produkts und dem Gefühl, Teil einer Gruppe oder eines Lifestyles zu sein. Wenn du Leggings oder einen Sport-BH von ihnen kaufst, erwirbst du damit Zugang zu einem riesigen digitalen Club. Das ist für Kunden wesentlich verlockender als einfach irgendwelche Trainingsklamotten zu kaufen.

Stelle eine Verbindung zu den Kunden her

Erfolgreiches digitales Branding gibt Kunden das Gefühl, als würdest du sie direkt ansprechen, besonders da du sie auf denselben Plattformen erreichst, die sie auch nutzen, um mit Freunden und Familienmitgliedern zu interagieren. Sei persönlich und bedeutungsvoll: So machst du aus einmaligen Kunden lebenslange Anhänger deiner Marke.

Im Kern fördert digitales Branding die Kommunikation zwischen einem Unternehmen und seinen Kunden. Dies kann etwas so Simples sein, wie es den Kunden zu erleichtern, Informationen über dein Unternehmen auf deiner Website zu finden, oder ihnen dabei zu helfen, schnell hervorragenden Kundenservice zu erhalten. Letzten Endes existiert eine Marke, die online nicht zu finden ist, in den Köpfen der modernen Konsumenten nicht.

Sag es weiter – schnell!

Popeyes chicken sandwich twitter
Bild via Twitter

Digitales Branding hat weitere Vorteile, wie beispielsweise das Potenzial „viral“ zu gehen oder eine riesige Zielgruppe in kurzer Zeit für wenig bis gar keine Kosten zu erreichen.

Nimm Popeyes mittlerweile berüchtigtes Chicken Sandwich. Innerhalb nur weniger Tage nachdem sie das Sandwich rausbrachten, erzielte das Produkt kostenlose Onlinewerbung im Wert von geschätzten 23 Millionen Dollar, nur weil die Leute – Reporter, Nachrichtensprecher, Twitter-Nutzer – es geteilt, gepostet und gelikt haben. Jetzt ist das Sandwich in den meisten Restaurants ausverkauft, was dem Produkt nur noch mehr Schlagkraft und Aufmerksamkeit verleiht. Das ist die Art Werbung, die man für Geld nicht kaufen kann.

Die 9 Bestandteile erfolgreichen digitalen Brandings

1. Logo

Ein Logo ist das Bild, das ein Kunde zuallererst mit deiner Marke in Verbindung bringen sollte. Denke an Disney und du siehst Mausohren. Denke an Apple und dir fällt sofort eine beleuchtete Frucht ein.

Dein Logo sollte zur Persönlichkeit und den Werten deines Unternehmens, deiner Branche und deiner Zielgruppe passen. Während dein Logodesign nicht zu protzig sein sollte, sollte es dennoch einprägsam genug sein, um einen Eindruck zu hinterlassen, allerdings nicht so kompliziert, dass es in der Masse an Bildern untergeht, die deine Zielgruppe jeden Tag im Netz zu sehen bekommt.

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Dieses Logo ist prägnant und klassisch mit einem simplen Farbschema. Bild von Musique!

Definiere zuerst deine Marke: Bist du modern und minimalistisch? Retro und vintage? Lustig und abgedreht? Stellst du dir eine Wortmarke vor, die nur aus Text besteht, oder etwas, das mehr in Richtung eines Bildes oder Symbols geht?

Schaue dir Logos in deiner Branche an, um zu sehen, was deine Mitbewerber machen. Und denke an die Farbenlehre: Die richtige Logofarbe kann dich herausstechen lassen und eine bestimmte Stimmung erzeugen. Dieses Farbschema sollte in all deinen Brandingmaterialien einheitlich sein.

Das Logo sollte zudem in allen Größen auf all deinen Brandingmaterialien gut aussehen: auf Briefköpfen, Visitenkarten, Reklametafeln. Aber vergiss nicht: Digitale Plattformen erfordern bestimmte Größen und Darstellungen. Du solltest ein Logo designen, das gut auf Profilbildern, Coverfotos, E-Mail Headern, App Buttons und weiteren Dingen funktioniert. Mehr zu Logogrößen findest du hier.

Ein Logo ist dein erster Halt auf dem Weg zu einer tollen digitalen Marke. Wir haben in unserem ultimativen Guide zu Logodesign alles Nötige für dich zusammengefasst, um das perfekte Logo zu kreieren.

2. Website

Wenn dein Logo das Aushängeschild für dein Unternehmen ist, ist deine Website dein digitales Schaufenster. Wenn ein Kunde etwas über die Standorte deiner Läden, deine Öffnungszeiten, deine Produkte oder deine Kontaktinformationen wissen möchte, wird er sich nicht durch ein Telefonbuch wühlen. Er wird deine Website googeln und erwarten, dort alle Informationen schnell und einfach zu finden.

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Diese Website ist elegant und leicht zu navigieren. Dafür eine 1+! Designt von CristianG.
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Eine farbenfrohe Seite, auf der sich endlos scrollen lässt. Designt von Gil Fadilana.

Auf guten Webseiten lässt es sich leicht und simpel navigieren. Räume dein Design auf und sorge mit einem begrenzten Farbschema, das zu deinem Logo passt, für eine einheitliche Markendarstellung. Lasse deinen Markennamen und wichtige Details mit auffälligen, gut lesbaren Schriftarten herausstechen. Halte die Seiten kurz und knapp und nerve die Nutzer nicht mit zu vielen Infos. Der schnellste Weg, um einen potenziellen Kunden dazu zu bringen, deine Seite zu verlassen, ist, wichtige Infos zu vergraben.

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Fotos machen diese Website, designt von Mike Barnes, zu etwas Besonderem.

Deine Website sollte eine „crawlable“ Linkstruktur haben. Das bedeutet, das Menschen und Suchmaschinen ohne Probleme zu allen gezeigten Informationen navigieren können. Außerdem sollte der Content von Suchmaschinen leicht zu indizieren sein (mehr dazu später), damit dein Content  nicht in den Weiten des Internets verloren geht.

Und stelle schließlich sicher, dass deine Website funktioniert. Kontrolliere jeden Link, jeden Button, jedes Bild… Fehler lassen dich wie einen Anfänger aussehen.

Webseiten sind für den Erfolg einer Marke essenziell und unser ultimative Guide zu Webdesign hilft dir dabei.

3. Markenbotschaft

Die Markenbotschaft ist das, was dein Unternehmen sagt und wie es das sagt. Wenn ich ein Frühstücksrestaurant mit den besten Blaubeerpfannkuchen der Stadt eröffne, solltest du das definitiv auch in deiner Markenbotschaft erwähnen. Die Botschaft sollte wiedergeben, was dein Unternehmen macht und woran es glaubt, und die dringenden Bedürfnisse und Wünsche deiner Kunden ansprechen.

Eine erfolgreiche Marke sollte diese Fragen beantworten:

  • Was machst du?
  • Wofür stehst du?
  • Weshalb bist du wichtig?
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Arby’s bleibt auf Twitter locker und verspielt. Bild via Twitter.

Wenn ich dieses Pfannkuchen-Café hätte, würde ich wollen, dass meine Markenbotschaft vermittelt, dass ich die Blaubeerpfannkuchen besser mache als alle anderen, dass ich für leckeres Frühstück stehe und dass ich wichtig bin, weil es keinen gemütlicheren, freundlicheren Ort in der ganzen Stadt gibt!

Dein Ton sollte ebenfalls zu deinem Unternehmen und den angebotenen Diensten passen. Du verkaufst Lipgloss? Bleib verspielt und modisch. Du verkaufst medizinische Geräte? Mildere den Ton etwas ab und sei professionell. Gib immer dein Bestes, um dich auf eine positive Einstellung und Lösungen zu konzentrieren, statt auf Pain Points.

Deine Botschaft sollte überall gleich klingen. Der Text in einer Google-Suche deines Unternehmens sollte zur Sprache auf deiner Website passen. Ebenso sollten deine Kundenbetreuer genauso sprechen, wie du es auf deiner Instagram- oder Twitter-Seite tust.

Achte darauf, dass deine Markenbotschaft deine Online-Zielgruppe anspricht. Kurz gesagt: Wenn deine Marke im Internet vertreten ist, sollte sie sich so verhalten wie das Internet. Das Internet hat seine eigene Art zu kommunizieren (z. B. Memes, GIFs, Slang), die dein Unternehmen in den sozialen Medien anwenden sollte, wenn es passt.

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via FedEx twitter

FedEx postete zum #InternationalDogDay zum Beispiel ein Foto eines Briefträgers, der mit Hunden posiert – ein verspielter Weg, im Internet aktiv zu sein und gleichzeitig das Bild „Postbote gegen Hund “ zu untergraben. Bonuspunkt: Sie haben sogar ein Emoji verwendet.

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Bild via Twitter.

Deine Botschaft sollte sich auch je nach Plattform unterscheiden. Bei Twitter dreht sich alles darum, in Echtzeit auf aktuelle Ereignisse zu reagieren, daher würde eine gute Twitter-Seite einer Marke auch auf diese reagieren.

Als Notre-Dame im April 2019 niederbrannte, reagierte Apple CEO Tim Cook auf Twitter und versprach zu spenden, um beim Wiederaufbau zu helfen.

Das ist ein perfektes Beispiel für Online Engagement mit Intention und Bedeutung.

4. SEO

SEO (Suchmaschinenoptimierung) stellt sicher, dass deine Marke und ihre Angebote leicht auf Suchmaschinen gefunden werden, welche einer der Hauptwege sind, auf denen Kunden deine Dienste finden. Ein guter Anfang sind Googles Webmaster Guidelines, die erklären, wie Google Seiten indiziert und auflistet. Hier sind ihre wichtigsten Tipps:

  • Sorge dafür, dass jede Webseite durch einen Link von einer anderen auffindbaren Seite erreicht werden kann.
  • Begrenze die Anzahl der Links auf einer Seite auf höchstes Tausend.
  • Designe Seiten hauptsächlich für Nutzer, nicht für Suchmaschinen.
  • Überlege, was deine Website nützlich und ansprechend macht.
  • Lasse deine Website herausstechen, indem du Informationen mit Mehrwert bietest.
  • Kontrolliere deine Seite stets auf nicht funktionierende Links und Hacks.
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Dienste wie SEMTool können dir helfen, deine Website für SEO zu optimieren. Design von Emmanuel®.

Nutze ein Tool wie Ubersuggest, Ahrefs oder Keywordtool, um Keywords zu finden, die du in deinem Text verwenden kannst, und um sicherzustellen, dass dein Schema (Website-Code, der Daten auf deiner Seite identifiziert) und deine Meta Tags (Textschnipsel, die den Inhalt deiner Seite beschreiben) für Suchmaschinen optimiert sind.

Achte auch darauf, eine nicht geringe Anzahl an aktiven Links in deinem Content einzubauen – sowohl auf deinen internen als auch auf deinen externen Seiten – damit deine Website in den Suchergebnissen weiter oben erscheint. Suchmaschinen wie Google berücksichtigen all das und eine schlampige Website wird unter Garantie in den Weiten des Internets verloren gehen.

5. Social Media

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Design von Maryia Dziadziulia

Facebook, Twitter, Snapchat: So ziemlich jeder, einschließlich deiner 85-Jährigen Oma, ist irgendwo in den sozialen Medien präsent. Wenn deine Kunden dort sind, sollte es deine Marke auch sein.

Passe jeden Post an die Plattform an, auf der er erscheint. Snapchat-Content ist in der Regel lustig, lebhaft und zielt auf eine jüngere Zielgruppe ab. Instagram-Posts leben von Bildern und sind so designt, dass sie Likes und Kommentare bekommen. Twitter funktioniert in Echtzeit und reagiert auf aktuelle Ereignisse und Nachrichten. Facebook ist ein bisschen von allem und der Schwerpunkt liegt auf Content, der einen Blick hinter die Kulissen bietet, wie deine Marke arbeitet.

Wenn du die sozialen Medien nutzt, solltest du wie ein Influencer denken: Plane deine Posts zu bestimmten Zeiten und Tagen, interagiere mit den Kommentaren und beantworte Direktnachrichten. Und vergiss nicht, deinen Fortschritt zu verfolgen. Ein Tool wie Hootsuite kann helfen, auf deinen Plattformen effizienter zu werden und das Engagement zu verfolgen, während Google Analytics dir zeigt, welche Seiten dazu führen, dass Kunden handeln, und welche Seiten nicht so gut funktionieren. Wenn du direkt in den sozialen Medien verkaufen möchtest, kann ein Tool wie Shopify potenziellen Kunden einen Link direkt zum Warenkorb deiner Website bieten.

Hootsuite kann dir helfen, all deine Social-Media-Kanäle zu managen.

Du bist nicht sicher, wo du anfangen sollst? Wir haben eine Liste mit unseren liebsten Tools für digitales Marketing zusammengestellt, die dir in Sachen Social Media auf die Sprünge helfen.

6. E-Mail Marketing

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E-Mail-Kampagnen wie oben sollten gut lesbar sein und viele Fotos enthalten. Diese hier bekommt einen Bonuspunkt dafür, dass sie einen Call-to-Action Button hat. Design von thecreatv

Mit all den tollen Tools da draußen zum digitalen Vermarkten deiner Marke kann man schnell die gute, alte E-Mail vergessen. Newsletter sind ein guter Weg, um Kunden zu erreichen, besonders solche, die Social Media nicht nutzen.

Erstelle zuerst solide E-Mail-Listen voller „Leads“, die man voraussichtlich zu Websitebesuchern und Abonnenten machen kann. Du bekommst diese Abonnenten durch Anzeigen oder sammelst sie direkt auf deiner Website, indem du auf der Landingpage ein Popup einbaust, das dazu auffordert, sich für einen Newsletter anzumelden.
Bevor du eine Rundmail schickst, mache dir klar, was du damit erreichen möchtest: Mehr Engagement? Bestehende Beziehungen pflegen? Ein neues Produkt ankündigen? Dein Ziel sollte die Grundlage für alles von der Betreffzeile bis hin zur Bildauswahl sein.

Visiere mit deinen E-Mails bestimmte Kundengruppen an und schreibe sie in einem lebhaften, ansprechenden Ton, der zu deiner Marke passt. Füge Bilder, Videos und nützliche Infos ein, die nicht nur dein Produkt verkaufen wollen, sondern aktiv Kunden in den Lifestyle deiner Marke verwickeln.

Plane deine E-Mails mit Bedacht. Zu viele E-Mails zu verschicken ist oftmals ein 1. Klasse-Ticket Richtung Spam-Ordner.

Um Hilfe beim Designen deiner E-Mails zu bekommen, schau dir unsere grundlegenden Design-Tipps für E-Mails an.

7. Online-Werbung

Online-Werbung nutzt die Kraft des Internets, um deine Produkte zu vermarkten. Es reicht nicht mehr, einfach einen Banner auf einer Website zu platzieren. Heutzutage gibt es Dutzende Wege, um digital zu werben. Dies sind die häufigsten Arten:

  • Suchmaschinenanzeigen: Diese Anzeigen katapultieren deine Website an die Spitze von Seiten wie Google, damit Kunden dein Produkt oder deine Marke zuerst sehen.
  • Display-Anzeigen: Diese Anzeigen sind anklickbare Banner, die du auf Webseiten überall im Netz findest.
  • Social-Media-Anzeigen: Facebook, Twitter und Instagram bieten verschiedene Wege, um Content zu „sponsern“. Du kannst dafür zahlen, dass sie im Feed der Kunden erscheinen, oder einen Influencer engagieren, der etwas zu deinem Produkt für dich postet.
  • Mobile Feed und Desktop Feed Anzeigen: Diese Anzeigen erscheinen oftmals als „vorgeschlagener Content“ im Feed eines Nutzers auf dem Mobilgerät oder Desktop. Sie fühlen sich natürlicher an, da sie direkt in den Feed integriert sind und sich unter unbezahlten Content mischen.
  • Retargeted Ads: Hast du schon jemals nach etwas gesucht und zehn Minuten später eine Werbung dafür gesehen? Dann kennst du die Macht der Retargeted Ads aus erster Hand. Diese erreichen Kunden, die bereits Interesse an deinem Unternehmen oder Service bekundet haben, sei es durch Googeln, Besuchen deiner Website oder Liken deiner Facebook-Seite.

8. Content Marketing

Heutzutage reicht es nicht, einfach nur Werbung für dein Produkt zu machen. Um einen treuen, wiederkehrenden Kundenstamm aufzubauen, ist Engagement das Wichtigste. An dieser Stelle kommt Content Marketing ins Spiel. Betrachte es als die menschliche Seite deiner Marke. Wenn digitales Marketing sich auf Verkäufe konzentriert, konzentriert sich Content Marketing auf Engagement durch Fotos, Video, Spotify-Playlisten und Blog Posts (wie den, den du gerade liest!).

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Coca-Cola erstellt regelmäßig Spotify-Playlisten, genannt Pacelists. Bild via Coca Cola.

Erfolgreiches Content Marketing sollte Interesse an deiner Marke fördern und Kunden für deine Produkte und Botschaft begeistern. Es hilf dabei, Vertrauen zwischen Marke und Nutzer aufzubauen, und möchte langanhaltende, fruchtbare Beziehungen etablieren. Während digitales Marketing Kunden mit deiner Marke bekannt macht, sollte erfolgreiches Content Marketing dafür sorgen, dass sie interessiert bleiben und aus einmaligen Nutzern knallharte Fans machen.

9. Influencer Marketing

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Blogger können dir helfen, ein Produkt mit einem Hauch von Menschlichkeit zu vermarkten. Webdesign von Hitron.

Influencer Marketing ist eine Marketingform, bei der Leute mit vielen Followern etwas über deine Marke posten. Statt direkt bei einer Konsumentengruppe zu werben, legst du deine Markenbotschaft in die Hände eines Social-Media-Stars, der dann seinen Followern davon erzählt. Laut einer Studie haben mehr als 80 % der weltweiten Vermarkter im Jahr 2015 Influencer-Kampagnen gestartet.

Der Ablauf ist ziemlich einfach: Tue dich mit einem Influencer zusammen und bezahle ihm eine feste Vergütung, damit er über deine Marke spricht. Da sie ihre Followerbasis und Glaubwürdigkeit mit der Zeit aufgebaut haben, wird den meisten Influencern von ihren Anhängern vertraut und sie können einer Marke somit Sympathie verleihen. Das ist keine Raketenwissenschaft. Marketing fühlt sich in den Händen einer echten Person natürlicher an (selbst wenn diese Person dafür bezahlt wird, über ein Produkt zu reden). Influencer entwerfen in der Regel auch ihren eigenen Content, daher werden sich gesponserte Posts dem Aussehen der bisherigen Posts ihrer Seiten anpassen – außerdem ist es weniger Arbeit für dein Marketingteam.

Es gibt allerdings ein paar Fallstricke, die es zu vermeiden gilt. Deine ausgewählten Influencer sollten zum Lifestyle deiner Markenwerbung passen. Du willst keinen Fitness Influencer engagieren, um Werbung für eine Backmischung für Brownies zu machen. Da Influencer Menschen sind, könnten sie Ansichten teilen, die nicht zu deinem Charakter deiner Marke passen, welches dem Ruf beider Parteien schaden könnte. Wähle deinen Influencer also mit Bedacht und definiere klar, auf welche Weise über dein Produkt gesprochen werden soll.

Du kannst direkt in den sozialen Medien nach Influencern suchen oder Marketingplattformen für Influencer nutzen (z. B. Upfluence, Tribe Group oder Famebit), um die Influencer zu finden, die am besten zu deinen Bedürfnissen passen.

Nutze digitales Branding!

Digitales Branding dreht sich nicht nur darum, deine Waren zu verkaufen, sondern einen leidenschaftlichen, loyalen Kundenstamm zu entwickeln, der nicht nur deine Produkte kauft, sondern an sie glaubt. Also: Bleib frisch, authentisch und ehrlich. Die Möglichkeiten für digitales Branding sind so riesig und umfangreich wie das Internet selbst.

Du brauchst Hilfe mit digitalem Branding?
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