So wie es viele verschiedene Arten von Marken gibt, gibt es auch viele verschiedene Arten von Branding. Branding ist keine Einheitsgröße; die erfolgreichsten Strategien sind genauestens an die Unternehmen, Konzerne und Kreativen, die sie nutzen, angepasst. Das liegt daran, dass sich alles um Persönlichkeit dreht.

Eine Marke ist im Grunde die Persönlichkeit eines Unternehmens; Branding besteht aus den Schritten, die ein Unternehmen unternimmt, um diese Persönlichkeit zu vermitteln. Eine unverwechselbare Persönlichkeit zu entwickeln, sorgt nicht nur dafür, dass sich ein Unternehmen wie eine Person anfühlt. Wenn man es richtig macht, positioniert Branding ein Unternehmen (oder eine Person oder eine Bewegung oder sogar ein bestimmtes Produkt) als führend in seinem Bereich und vermittelt den Konsumenten, dass es die ideale Wahl für sie und ihren Lifestyle ist.

Als junger Unternehmer, Content Creator oder einfach als Mensch, der sich gerade persönlich weiterentwickelt, zu verstehen, wie Branding funktioniert und wie man es gut macht, ist eine der wichtigsten Zutaten für Erfolg.

Branding vs. Markenidentität vs. Marke

Bevor wir uns die 8 verschiedenen Arten von Branding anschauen, müssen wir uns die Unterschiede zwischen Branding, Markenidentität und Marke anschauen.

Serie umweltfreundlicher Posterdesigns
Poster-Serie von Outcrowd via Behance

Beginnen wir mit der Marke. Eine Marke ist eine Persönlichkeit, die auf bestimmte Weise eine Verbindung zur Zielgruppe aufbauen soll. Meistens wird von ihr im Zusammenhang mit privaten Unternehmen gesprochen, aber alles kann eine Marke haben: eine Schule, eine Regierungseinrichtung, ein Verein, ein Content-Kanal etc. Eine Marke besteht aus einer Ansammlung von Werten und Vorstellungen, die die Allgemeinheit zu einem Unternehmen hat. Obwohl du deine Marke der Welt sorgfältig mitteilst, hast du hierbei nicht das letzte Wort; wie die Welt dein Branding wahrnimmt und welche Werte sie dir zuschreibt, spielen hier ebenfalls eine Rolle.

Nehmen wir Taco Bell. Ihr Essen ist günstig und lecker und sie sind die ideale Wahl, wenn du lieber schnell als gesund essen möchtest; ein Teil dieser Vorstellung stammt von Taco Bells Branding, ein anderer ergibt sich aus den Erfahrungen der Kunden mit Taco Bell. Wann immer du „Taco Bell“ hörst, ist es diese Vorstellung, die dir in den Sinn kommt.

Branding vermittelt der Allgemeinheit die „Persönlichkeit“ deiner Marke

Vergleichen wir nun Marke und Branding miteinander. Im Gegensatz zur Marke, welche die Persönlichkeit darstellt, die Kunden deinem Unternehmen zuschreiben, beschreibt Branding eine Reihe von vorsätzlich getroffenen Entscheidungen, mit denen du der Welt deine Marke vermittelst. Wenn deine Marke die Vorstellung ist, die die Menschen von dir haben, ist Branding die Art und Weise, wie du diese Vorstellung steuerst.

Schulmaterial der Marke Taco Bell, einschließlich Rucksack, Wasserflasche und Ladegerät
via Trendhunter.com 

Gehen wir zurück zu unserem Beispiel mit Taco Bell. Ihr Branding besteht aus ungewöhnlichen Werbespots, kräftigen Farbpaletten für ihre Verpackung und Website und der coolen, modernen Einrichtung ihrer Restaurants (zumindest die renovierten und neueren…).

interior shot of a modern Taco Bell restaurant
Bild via Locale.com
  Eine Markenidentität sorgt für Einheitlichkeit und definiert deine Marke.

Und dann gibt es noch Markenidentität. Deine Markenidentität besteht aus einer Reihe von Designentscheidungen, die du für dein Branding triffst. Wenn dein Branding warme Pastellfarben enthält, definiert deine Markenidentität die genauen Farbtöne in Form einer Farbpalette, damit jeder Designer, mit dem du arbeitest, weiß, bei welchen Farben er bleiben muss, um einen einheitlichen Look zu erzielen.

Die Markenidentität enthält Dinge wie deine Schriftart, deine Farbpalette, welche Grafiken du nutzt, dein Logo (und seine Variationen) und den Tonfall deiner Texte. Deine Markenidentität stellt die Bausteine bereit, die du in deiner Branding-Strategie verwendest.

Wo findet Branding statt?

Überall dort, wo eine Marke sichtbar ist, findet Branding statt. Denke während der Entwicklung deiner Branding-Strategie darüber nach, wo deine Marke zu sehen sein wird – online und offline. Ziel des Brandings ist es letzten Endes, eine vertrauenswürdige, unverwechselbare Identität zu entwickeln, die dich von deinen Mitbewerbern unterscheidet und deiner Zielgruppe vermittelt, dass du genau das bist, was sie wollen.

multicolored paint label and logo featuring a skeletal llama
Logo und Markenidentität von C1k
Mockup of a boldly colored cocktail stand
Fahrzeugfolierung von MasterWraps™

Persönliches Branding findet dort statt, wo Menschen – egal ob öffentliche Persönlichkeit oder nicht – als Individuen miteinander interagieren, beispielsweise in den sozialen Medien oder auf beruflichen Veranstaltungen. Branding für Produkte und Unternehmen findet dort statt, wo Produkte und Unternehmen herausstechen müssen, beispielsweise in Geschäften und Werbeanzeigen, aber auch in den sozialen Medien. Service-Branding findet ebenfalls an diesen Stellen statt und häufig sieht man Branding für den Einzelhandel zusammen mit Branding für Produkte und Unternehmen.

logo mit kuchen in pink und lila
Logodesign von EARCH

Geografisches und kulturelles Branding findet in größeren Maßstäben statt…, aber auch in den sozialen Medien, in öffentlichen Räumen und im Einzelhandel.

Denke nur mal an die Städtetassen von Starbucks – du bekommst ihre New York City-Tasse nur bei Starbucks in New York und die Tasse selbst hat ein einzigartiges Design, auf dem die Brooklyn Bridge, das Empire State Building und das berühmte gelbe Taxi zu sehen sind. Egal wohin du diese Tasse mitnimmst, du hast ein Produkt, dass kulturell und geografisch gebrandet ist, um an deine Reise in den Big Apple zu erinnern.

Starbucks 'geografische und kulturell geprägte NYC-merchandise
Via Starbucks

Die 8 Arten von Branding

Welche Arten von Branding solltest du also umsetzen? Es gibt verschiedene Arten von Branding, die man sich genauer anschauen sollte. Hier sind die 8 Arten von Branding, die du kennen musst:

  1. Persönliches Branding
  2. Produkt-Branding
  3. Service-Branding
  4. Branding im Einzelhandel
  5. Kulturelles und geografisches Branding
  6. Branding für Unternehmen
  7. Online-Branding
  8. Offline-Branding

Wir erklären sie unten genauer, damit du siehst, wie sie jeweils funktionieren, wie sie zusammen funktionieren können und wie sie für deine spezielle Marke funktionieren können.

illustration arten von branding
Arten von Branding. Von OrangeCrush

1. Persönliches Branding

Es mag komisch erscheinen, sich vorzustellen, dass eine Person eine Marke hat bzw. ist, schließlich sind wir keine Produkte, sondern Menschen. Und wir haben angeborene Persönlichkeiten und keine entwickelten Marken.

Druck-Marketingmaterialien für Grafikdesigner
Gebrandete Marketingmaterialien einer Designerin von Jane Dareepatr. Via Behance

Das stimmt. Aber wenn wir von persönlichem Branding sprechen, reden wir nicht davon, eine Persönlichkeit für dich selbst zu kreieren. Wir reden davon, eine öffentliche Persönlichkeit zu entwickeln, die exakt deine einzigartige Persönlichkeit kommuniziert. Persönliches Branding passiert in den sozialen Medien und von Angesicht zu Angesicht, wo die Art und Weise, wie andere dich wahrnehmen, einen riesigen Einfluss auf deinen beruflichen und sozialen Ruf haben kann – auf gute oder desaströse Weise.

persönliches branding auf app display
Von Empade via Behance

Wie „macht“ man nun persönliches Branding? Indem man eine öffentliche Persönlichkeit entwickelt, die die Leute dazu bringt, dir bestimmte Eigenschaften und Werte zuzuschreiben. Denke an Cardi B. Ob man sie nun mag oder nicht, aber es lässt sich nicht leugnen, dass sie eine sehr klare, sorgfältig entwickelte persönliche Marke hat. Ihr offener Umgang mit ihrer Vergangenheit, ihr Fokus darauf, ihr Imperium stetig zu vergrößern, ihr krasser Humor und ihre herausgestreckte Zunge sind Teil ihrer persönlichen Marke, die sie wiedererkennbar und erfolgreich macht.

Foto von Cardi B, die ihre ikonische Pose macht, nämlich ihre Zunge herauszustrecken
Cardi B. Bild von Natalie Mantini via Complex

Obwohl du dich vielleicht nicht unbedingt wie Cardi B branden möchtest, kannst du viel davon lernen, wie sie ihre persönliche Marke entwickelt hat. Wie du dich für Portraits stylst, welche Bilder und Zitate du in den sozialen Medien teilst, auf welchen Plattformen du deine Zeit verbringst und wie du mit anderen interagierst, sind die Teile des persönlichen Brandings, die zusammenkommen, um der Welt zu zeigen, wer du als Individuum bist.

weiße website mit braunem text und foto von Frau
Webdesign von Juliejune

2. Produkt-Branding

Produkt-Branding ist das Branding eines bestimmten Produkts. So wie persönliches Branding die Entwicklung eines öffentlichen Vokabulars und einer Ästhetik für dich selbst beinhaltet, formt Produkt-Branding die Art und Weise, wie die Welt dein Produkt durch bewusst getroffene ästhetische Entscheidungen wahrnimmt.

three bags of coffee beans, each half black and half another color
Produktverpackung von cynemes
set of vape liquids with retro video game ghosts on them
Produktverpackung von Igor Calalb

Beim Produkt-Branding besteht das Ziel darin, dein Produkt der richtigen Zielgruppe vorzustellen. Nehmen wir zum Beispiel an, du designst Luxusmöbel. Es gibt eine bestimmte Art von Käufer – auch bekannt als Kunden-Avatar – der für den Großteil deiner Verkäufe verantwortlich ist. Durch gut überlegtes Produkt-Branding kannst du sicherstellen, dass die Leute, die diesem Kunden-Avatar entsprechen:

  • von deiner Marke hören
  • deine Website besuchen
  • deinen verschiedenen Social-Media-Kanälen folgen…

…und schließlich deine Möbel kaufen.

Wie kannst du nun der Welt mitteilen, dass du hochwertige Möbelstücke anbietest, die auf Käufer abzielen, die den Wunsch und das Verlangen nach Luxusmöbeln haben? Durch Branding, das diese Werte kommuniziert – zum Beispiel mit einer Serifenschrift, einer gedeckten, neutralen Farbpalette für dein Logo, deine Website und Werbematerialien und indem du deine Möbel in Geschäften verkaufst, in die deine Käufer gehen, beispielsweise hochwertige Warenhäuser und unabhängige Boutiquen. Dein Branding kann sich auch auf die Art und Weise erstrecken, wie du deine Kunden erreichst, zum Beispiel indem du bestehenden und potenziellen Kunden gut gemachte Lookbooks schickst, mit hochwertigem Papier und qualitativer Bindung.

Wenn du dir nicht sicher bist, wie die von dir gewählten Schriftarten und Farben deines Brandings die Wahrnehmung formen, die potenzielle Käufer von dir haben, schau dir unsere Posts zu Farbpsychologie und die Wahl der richtigen Schriftart an.

produktverpackungen in pastellfarben
Produktverpackung von Outcrowd via Dribbble

Du möchtest mehr über Produkt-Branding erfahren? Schau dir unsere Blog Posts zu Produkt-Branding und Merchandise-Branding an; jede Marke, die physische Produkte herstellt, sollte Produkt-Branding zum Teil ihrer Marketingstrategie machen.

3. Service-Branding

Im Gegensatz zu Produkten, die leicht auf sichtbare und greifbare Weise zu branden sind, sind Services ein bisschen schwieriger zu branden. Aber das bedeutet nicht, dass Marken dies nicht wirkungsvoll tun können – sie müssen nur ein wenig über den Tellerrand hinausschauen.

autofolierung in rot, schwarz, weiß
Fahrzeugfolien-Design von ArcDesignz
flyer for real estate coaching service
Flyer-Design von silviu-nunvailer
window cleaning logo showing a penguin
Logodesign von Cross the Lime

Service-Branding kommt oftmals in Form von „Extras“ daher, zum Beispiel wenn ein Versicherungsunternehmen seinen Kunden am Ende des Jahres eine Rückzahlung schickt oder ein Hotel kostenlose Cookies an der Rezeption anbietet. Service-Branding kann auch darin bestehen, bestimmte Erwartungen zu erfüllen, die ein Unternehmen von seiner Konkurrenz unterscheidet, zum Beispiel wenn ein Unternehmen Kunden mit echten Menschen im Kundenservice verbindet, statt einer automatischen Ansage.

Indem du diese Extras bietest, bringst du deinen Kunden bei, deine Marke mit einer bestimmten Erfahrung zu assoziieren, und bringst sie so dazu zurückzukommen, um diese Erfahrung wieder zu machen.
Infografik, die zeigt, wie ein System zur Bürgerbindung funktioniert
Infografik von fritzR

Die Leute wollen schnellen, effizienten und freundlichen Service und in manchen Branchen reicht es schlicht aus, diese Art Service stetig zu bieten. In anderen Branchen muss eine Marke sich mehr anstrengen und unerwartete Vorteile bieten, um aus der Masse herauszustechen. Jedes Unternehmen, das einen Service anbietet, egal ob dieser Service ihr einziges Angebot ist oder er zusammen mit physischen Produkten angeboten wird, muss Vertrauen bei seinen Kunden wecken, besonders da nicht alle Services zu einem sofortigen Ergebnis führen. Dies können sie tun, indem sie ihre Kunden auf einer tieferen, emotionaleren Ebene ansprechen.

Nehmen wir zum Beispiel Air New Zealand. Die Fluggesellschaft gilt als humorvolle Airline, hauptsächlich weil sie ihre langweiligen, klassischen Sicherheitsvideos überarbeitet und als lustige und ungewöhnliche Marketinggelegenheit genutzt haben. Zu der Zeit als Der Herr der Ringe und Der Hobbit gerade im Kino erfolgreich waren, stieg die Zahl der Touristen in Neuseeland stark an und Air NZ ging eine Partnerschaft mit den Filmemachern ein, um „die offizielle Airline von Mittelerde“ zu werden.

Marketingkampagne von Air New Zealand
Szene aus dem Sicherheitsvideo von Air NZ, via Adweek

Im Rahmen dieser ausgefeilten Zusammenarbeit entstand ein hochkarätig besetztes Sicherheitsvideo mit den beliebtesten Stars des Films. 2014, als das Land den 50. Geburtstag der Sports Illustrated feierte, drehte die Airline wieder ein neuartiges Sicherheitsvideo, diesmal mit internationalen Supermodels wie Chrissy Teigen. Dieses mag zwar für Kontroversen gesorgt haben, aber beide Kampagnen unterschieden Air NZ von anderen Airlines: Die genau zum richtigen Zeitpunkt durchgeführten Kollaborationen sprachen potenzielle Kunden durch Humor an und vermarkteten Air NZ schließlich als hochwertige, zeitgemäße Airline, deren Kundenerlebnis weit über das „normaler“ Fluggesellschaften hinausgeht.

4. Branding im Einzelhandel

Wenn du ein Geschäft betrittst, ist sein Aussehen genau auf die Marke abgestimmt. Das ist Branding im Einzelhandel. Bewusste Designentscheidungen wie das Layout, die Beleuchtung, die Dekoration, die Musik, die Ausstattung und selbst die Art des Fußbodens sind sorgfältig ausgewählt, um ein lebendiges Markenerlebnis für jeden Käufer zu kreieren, der den Laden betritt.

3D render eines taco kiosks
3D-Design von HTM13™
3D render of a coffee shop interior
3D-Design von Ozzyvill
3D render of a bakery interior
3D-Design von AndreaMarquez

Branding im Einzelhandel ist ein Muss für jedes Unternehmen, das seine Waren in Geschäften verkauft. E-Commerce ist in den vergangenen Jahren enorm angestiegen und dieser Trend wird sich auch so schnell nicht ändern. Damit also Kunden weiterhin in den Laden kommen, müssen Einzelhändler sich mit ihrem Branding mehr Mühe geben und aus ihren Geschäften Erlebnisse machen, für die Käufer zurückkommen wollen.

3D interior of a tea shop
3D-Design von D_MANN™
interior shot of a Trader Joe’s store
Trader Joe’s sagt, dass sie dabei sind, einen Teil ihres Produkt-Brandings einzustellen. Hier kaufen Kunden Lebensmittel in einem Geschäft in Pembroke Pines, Florida. Via NPR

Trader Joe’s ist ein Beispiel dafür, wie gutes Branding im Einzelhandel gemacht wird. Trader Joe’s kommt aus den USA und ist im Schnitt kleiner als andere Supermärkte, wodurch sie eine intimere Atmosphäre bekommen. Die von der Location abhängige Dekoration bringt einen Teil der einzigartigen Kultur der jeweiligen Stadt in den Laden und die Kaffee- und Kostproben machen jeden Einkauf zu einem leckeren Abenteuer. Dies sind Dinge, die der Onlinehandel einfach nicht ersetzen kann; sie sind die Grundlage erfolgreichen Brandings im Einzelhandel.

5. Kulturelles und geografisches Branding

Kulturelles und geografisches Branding sind eigentlich zwei separate, aber ähnliche Arten von Branding. Beide sind in der Tourismusbranche sehr beliebt.

Geografisches Branding ist Branding für Städte, Bundesländer, Regionen und sogar Länder. Denke an „I Love New York“, das für New York City steht, und den Eiffelturm als Symbol für Paris. Kulturelles Branding ist ähnlich, konzentriert sich aber auf kulturelle Aspekte einer Region, statt auf die geografischen. Denke an ein „Straßencafé“ im Vergleich zum Eiffelturm für Paris oder die „japanische Teezeremonie“ im Gegensatz zum Berg Fuji für Japan.

illustration logo of a woman in a beret
Logodesign von Sign.Yra
business card, logo and photo of hotel
Logo und Markenidentität von D O L L A R T

Welche Unternehmen können nun von kulturellem und geografischem Branding profitieren? Natürlich Tourismus und tourismusrelevante Unternehmen wie Hotels und Flughafen-Taxis, aber auch jedes Unternehmen, bei dem der Herkunftsort im Mittelpunkt des Brandings steht.

Ein Unternehmen, das Tee von Indien in die ganze Welt verschifft, könnte kulturelles Branding für sich nutzen, indem es die Farben der indischen Flagge in seinem Logo verwendet , oder ein aufstrebender Uhrenhersteller könnte den positiven Ruf Schweizer Uhren für sich nutzen, indem es Illustrationen der Alpen in sein Webdesign einbaut.

orange logo of a teacup
Logodesign von enfanterrible
red, black and white logo depicting Mt. Fuji and the rising sun
Logodesign von Stephen.

6. Branding für Unternehmen

Wenn ein Unternehmen eine Person ist, ist Branding für Unternehmen die Art und Weise, wie sie ihre Persönlichkeit ausdrückt. Branding für Unternehmen besteht, ebenso wie alle anderen Arten von Branding, aus einer Reihe von Designentscheidungen und Handlungen, die die wichtigsten Punkte über die Marke vermitteln, zum Beispiel ihre:

  • Werte
  • Mission
  • Preisklasse
  • Exklusivität
  • Idealen Kunden
branded content mit tanzendem mann
Von Gabriel M Ramos, Fernanda Salgado and Ana Couto via Behance
branded graffiti
Von Iris Advertising und Doha Magdy via Behance

Branding für Unternehmen geht über Webdesign und Werbeanzeigen hinaus. Es beinhaltet, wie Unternehmen sich gesellschaftlich und beruflich verhalten, zum Beispiel indem sie mit bestimmten gemeinnützigen Organisationen zusammenarbeiten oder auf aktuelle Geschehnisse reagieren. Branding für Unternehmen betrifft oft auch die Mitarbeitersuche und Unternehmenskultur, was schließlich darüber entscheidet, wie die Öffentlichkeit die Marke wahrnimmt.

colorful corporate brand assets
Logo- und Markendesign von KisaDesign
photo-heavy website design showing people doing IT work
Webdesign von Adwindesign

Ein berühmtes Beispiel für ein Unternehmen mit starkem internen und externen Branding ist Google, die Mitarbeitern bekanntermaßen alles zur Verfügung stellen, was diese nur irgendwie benötigen – kostenloses Mittagessen, medizinische Versorgung auf dem Unternehmensgelände, kostenlose Shuttles zur Arbeit und zurück und großzügig bezahlten Elternurlaub, um nur ein paar zu nennen. Gleichzeitig sind sie eines der bekanntesten Unternehmen der Welt. Für jeden potenziellen Angestellten klingt allein die Vorstellung davon, bei Google zu arbeiten, mehr nach einer Chance als nach einem Job. Eine Chance, Teil eines der dynamischsten und kreativsten Unternehmen der Welt zu sein.

google
Von Mitchell Luo via Unsplash

7. Online-Branding

Online-Branding ist, wie der Name bereits vermuten lässt, Branding, das online stattfindet. Im Gegensatz zu bestimmten Arten von Branding wie persönliches Branding oder Produkt-Branding ist Online-Branding eine weitläufige Kategorie, die sich auf alle Arten von Branding bezieht, die im Internet stattfinden. Es ist die Art wie sich jemand persönlich in den sozialen Medien positioniert, die Art von Onlinewerbung, die ein Dienstleister im Internet schaltet, und alle Designentscheidungen, für E-Mail-Newsletter, Landingpages, responsive Webdesigns und automatische Antworten.

buntes, fotolastiges Website-Design
Webdesign von MyCreativeMind
set of bold purple and tan gradient logo and branding assets
Logodesign von casign
gif of different flavors of baby food
Animation von agnes design
Nutze Online-Branding in deiner Markenstrategie, um für mehr Vertrauen bei deinen Kunden zu sorgen und eine größere Zielgruppe zu erreichen.

Für Marken, die sowohl einen Laden als auch eine digitale Präsenz haben, fühlt sich Online-Branding oftmals wie eine Erweiterung des Offline-Brandings eines Unternehmens an. Digitale Kundenservice-Richtlinien zum Beispiel enthalten häufig die Vorgabe, dasselbe Vokabular wie die Mitarbeiter im Laden zu nutzen. Darüber hinaus fällt dir vielleicht auf, dass die digitalen Designentscheidungen einer bestimmten Marke häufig die der physischen Läden nachahmen und so ihre Offline-Atmosphäre ins Netz bringen.

Wenn Online-Branding Teil deiner Branding-Strategie ist (heutzutage sollte es das), liegt der Schlüssel zum Erfolg darin, sicherzustellen, dass es wie angegossen zum Rest deiner Markenidentität passt. Von einer angenehmen, minimalistischen E-Commerce-Website zu einem aufdringlichen, überladenen Verpackungsdesign überzugehen kann Kunden abschrecken, wenn sie das Produkt erhalten, und so deinen Versuch untergraben, eine bedeutsame Beziehung zwischen ihnen und deiner Marke aufzubauen.

Wenn du dein Branding designst, musst du überlegen, wo es überall zu sehen sein wird. Du musst dir überlegen, wie du deine Marke online und offline zum Ausdruck bringen möchtest und vor allem wo es jeweils erscheinen wird. Deine Website und deine Profile in den sozialen Medien sind klar, aber was ist mit Printanzeigen? Was ist mit Merchandise, das deiner Zielgruppe gefallen würde? Denke an deine Lieblingsmarken und wo du überall mit ihnen interagierst. Wie unterscheidet sich ihr Branding an verschiedenen Stellen und bleibt dennoch einheitlich? In einen Apple Store zu gehen ist nicht dasselbe Erlebnis wie auf deinem iPhone zu swipen, aber beides fühlt sich irgendwie miteinander verbunden an – das ist Branding.

8. Offline-Branding

Für den Fall, dass der Name nicht deutlich genug ist: Offline-Branding ist Branding, das offline stattfindet. So wie Online-Branding verschieden Arten von Branding umfasst, also zum Beispiel persönliches Branding, Produkt-Branding, Branding für Unternehmen und kulturelles und geografisches Branding, kann auch Offline-Branding diese umfassen.

Bring me the horizon apparel merchandise
Merchandise-Kleidung von Gianluca Militello via Behance
3D render of a Greek restaurant in blue and white
3D-Modell von Ozzyvill
Von Daniel Ramalho via Behance

Merchandise und Printprodukte sind Offline-Branding. Branding für den Einzelhandel ist Offline-Branding. Ebenso wie das persönliche Branding, das du zu einem Meeting mit einem Kunden oder einer Konferenz bringst. Es kann deine Kleidung umfassen, für welchen Treffpunkt du dich für Meetings mit Kunden entscheidest, welches Modell du für deine Firmenfahrzeuge nutzt und sogar von welcher Marke das Equipment ist, das du und dein Team nutzt.

Es ist nicht ungewöhnlich, die Marken deiner Wahl in deiner eigenen Branding-Strategie zu empfehlen – ein Beispiel dafür ist McDonald’s, das Produkte von Coca-Cola anbietet, oder Taco Bell, die Pepsi-Produkte anbieten. Die eine ist eine Partnerschaft zwischen zwei familienfreundlichen, lustigen, roten Marken, die typisch amerikanisch sind. Die andere bewegt sich mehr in einer Nische, ist etwas ausgefallener und nicht ganz so besorgt darum, nicht die Nummer 1 zu sein.

Wähle die richtige Art von Branding für dein Unternehmen

Wie du siehst, gibt es viele verschiedene Arten von Branding, die Unternehmen und andere Instanzen nutzen, um der Welt zu zeigen, wer sie sind – und wenn man sich ein Mengendiagramm vorstellt, nutzen die meisten Unternehmen mehr als eine Art von Branding. Denke noch einmal an unser Beispiel mit Starbucks: Starbucks arbeitet nicht einfach seine Locations in sein Branding ein, sondern kreiert ein einheitliches Erlebnis in jedem Laden und hat sich einen Namen als toller Arbeitsplatz gemacht.

Überlege dir, wie du deine Marke mit zwei oder mehr Arten von Branding zum Ausdruck bringen kannst. Vielleicht eignen sich auffällige Fahrzeugfolierungen für deine Firmenfahrzeuge und eine Verpackung, die aussieht wie Miniversionen dieser Autos, am besten für deine Marke. Oder ist es eine App, die das Gefühl nachahmt, durch eines deiner Geschäft zu laufen, um ein unvergessliches Erlebnis zu kreieren? Spiele ein wenig mit den verschiedenen Arten von Branding herum und hab Spaß, denn wenn du Spaß hast, bist du authentisch… und Authentizität ist das Herz jedes guten Brandings.

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