„Möchtest du eine Wortmarke oder eine Bildmarke?“ Dies ist eine der ersten Fragen, die du dir stellen musst, wenn du auf der Suche nach einem Logo bist, da sie riesige Auswirkungen auf das Branding hat. Es ist allerdings auch eine Frage, die viele Nicht-Designer oft sprachlos dastehen lässt. Denn was ist überhaupt der Unterschied? Sind beides nicht einfach nur Logos? Du könntest genauso gut die Wahl zwischen einem Diffendoofer und einem Grickily Gructus haben.

Wenn du den Unterschied zwischen einer Wortmarke und einer Bildmarke nicht kennst, brauchst du dich nicht schlecht fühlen. Viele Leute sind genauso verwirrt wie du – genug, damit wir einen ganzen Artikel dazu schreiben! Wenn du ein Logodesign oder Redesign planst, lies weiter, um zu erfahren, ob deine Marke mehr von einer Wortmarke oder einer Bildmarke profitieren würde und warum.

Upward. logo
Ist es eine Wortmarke oder eine Bildmarke oder beides? Dieses Logo hat verschiedene Varianten. Design von sheva™.

Was ist der Unterschied zwischen einer Wortmarke und einer Bildmarke?

Eine Wortmarke ist ein Logo, das sich um einen Unternehmensnamen oder dessen Initialen dreht, während eine Bildmarke ein Logo ist, das sich um ein symbolisches Bild oder Zeichen dreht. Der allgemeine Begriff Logo bezieht sich auf alle Zeichen, die eine Marke repräsentieren. Wenn ein Designer also fragt, ob du eine Wortmarke oder eine Bildmarke möchtest, fragt er in Wirklichkeit danach, ob dein Logo aus einem Text oder Bild bestehen soll. Wortmarken werden häufig auch als Lettermarks bezeichnet, wohingegen Bildmarken auch als Bildlogo oder Logosymbol bezeichnet werden.

Beispiele für Wortmarken sind Visa, Coca-Cola oder Google. Der Name kann in einer malerischen oder stilistischen Schrift designt sein, aber im Kern ist es dennoch nur Text.

Beispiele für Bildmarken sind das Apple-Logo, der Twitter-Vogel oder Targets Zielscheibe.

Verwirrend wird es, wenn die Grenzen zwischen beiden verschwimmen. Viele Logos bestehen sowohl aus Text als auch einem Bild. Manche Logos enthalten Text, der sich zu einem Bild formt. Tatsächlich scheinen Logotrends experimentelle Kreuzungen zu bevorzugen, die man nicht einfach in eine Schublade stecken kann. Daher gibt es eigentlich 3 Auswahlmöglichkeiten. Genau genommen hat man die Wahl zwischen einer Wortmarke, einer Bildmarke und einer Kombination.

Pepsi combined logomark and logotype
Pepsi kombiniert Bildmarke und Wortmarke

Erwähnenswert ist auch, dass Unternehmen in letzter Zeit mehr als ein Logo verwenden. Ein Trend, der als variables oder responsives Logodesign bekannt ist, empfiehlt, verschiedene Logovarianten zu haben, abhängig davon, wo man das Logo verwendet. Ein Unternehmen könnte beispielsweise eine Wortmarke für seinen E-Mail-Briefkopf, eine Bildmarke für die Ecke auf ihrer mobilen Website und eine Kombination für eine riesige Werbetafel nutzen. Wenn du mehrere Logos hast, kannst du das beste für den jeweiligen Anwendungsbereich wählen.

Zusammengefasst kann man sagen, dass du bei „Wortmarke“ an „Text“ und bei „Bildmarke“ an „Bild“ denken solltest und nicht vergessen darfst, dass man diese kombinieren kann. Und wenn du gefragt wirst, welches du möchtest, musst du daran denken, dass du mehr als eines wählen kannst, abhängig davon, wo und wie du dein Logo nutzen möchtest.

Da wir nun den Unterschied zwischen Wortmarke und Bildmarke geklärt haben, lass uns einmal das Wesentliche anschauen: Die jeweiligen Vor- und Nachteile, welche Marken was nutzen sollten und wie man sie am besten designt.

Was ist eine Wortmarke?

Wortmarken umfassen alle Logos, die Text oder Buchstaben enthalten, sei es der Unternehmensname, Initialen (Monogramme) oder manchmal auch die Unterschrift von jemandem. Eine Wortmarke fördert eher die Bekanntheit des Namens und wird mit traditionellerem und förmlicherem Branding assoziiert.

Der Erfolg einer Wortmarke hängt davon ab, wie gut der typografische Stil zur Markenidentität passt. Schwarze, kräftige Buchstaben suggerieren eine starke und standhafte Marke. Farbenfrohe, geschwungene Buchstaben weisen auf ein lustigeres und lockeres Unternehmen hin.

Denke nicht, Wortmarken wären „einfacher“ als die anderen Optionen. Tatsächlich könnte man argumentieren, dass sie schwerer zu designen sind als Bildmarken: Beide erfordern Designentscheidungen wie Komposition, Größe und Farbe, aber Wortmarken müssen sich zusätzlich noch mit typografischen Entscheidungen rumschlagen.

modern minimalistic logotype workmark
Tribe Wortmarke, designt von ludibes.
simple classic wordmark
Fertila Wortmarke, designt von ludibes.
clever logotype with Q in shape of sun
Fertila Wortmarke, designt von ludibes.
Sapia Law Firm logotype
Sapia Law Firm Wortarke, designt von ❀ᴀʟɪᴄɪᴀ❀.
inspir.ai logo
Inspir.ai Wortmarke, designt von ludibes.

Die Vorteile von Wortmarken:

  • wirken traditioneller und klassischer (achte also darauf, dass du das auch möchtest)
  • ideal um die Bekanntheit des Namens zu steigern
  • ideal für die Markenbekanntheit
  • bieten die Gelegenheit für Wortspiele
  • können Informationen über das Unternehmen bieten
  • kein Risiko, dass die Marke verwechselt wird

Die Nachteile von Wortmarken:

  • passen nicht überall – Wortmarken meist kompakter
  • weniger Möglichkeiten für kreative Designs; nicht so „lustig“ wie Bildmarken
  • funktionieren nicht so gut für lange oder schwer auszusprechende Markennamen
  • bestimmte Buchstaben bieten größeren kreativen Spielraum
  • mit der Zeit ändert sich, welche Schriftarten angesagt sind, daher können Wortmarken nach ein paar Jahren veraltet wirken

Für welche Marken werden Wortmarken empfohlen?

  • neue Marken, die ihren Namen bekannt machen wollen
  • Marken, deren Name etwas darüber verrät, was sie tun (siehe Sapia Rechtsberatung oben)
  • Marken, die ihren Slogan in ihr Logo einbauen wollen
  • Marken in förmlichen Branchen wie Finanzwesen oder Recht
  • Marken, die sich ihren berühmten Namen zunutze machen wollen
  • Marken, die einen eleganten oder historischen Ansatz anstreben (hier funktionieren Monogramme gut)

Wie man die perfekte Wortmarke designt:

  1. Frische dein Wissen über Typografie auf. Du musst wissen, was Unterschneidung, Striche, Zeilendurchschuss und Ligaturen sind, um sie erfolgreich anzuwenden.
  2. Teste dein Logo in verschiedenen Größen, um sicherzustellen, dass es immer lesbar ist.
  3. Erstelle eine monochrome Version deiner Wortmarke. Dies wird von Nutzen sein, wenn du dein Logo auf Werbematerialien oder Papier druckst.

Was ist eine Bildmarke?

Um zur Ikone zu werden, brauchst du zuerst ein Symbol. Bildmarken stellen bestimmte Konzepte oder Ideale dar, so wie ein Strichmännchen einen Menschen darstellt. In den richtigen Händen kann eine Bildmarke ein unglaublich einflussreiches Tool sein, um die Sicht der Leute auf deine gesamte Markenidentität zu ändern.

Während Wortmarken die Kraft der Sprache hinter sich haben, müssen Bildmarken das Beste aus der visuellen Kommunikation machen. Unterschiedliche Formen vermitteln unterschiedliche Ideen: Kreise wirken eher verspielt und locker, wohingegen Quadrate Stabilität und Selbstvertrauen symbolisieren. Du kannst abstrakte Formen so bearbeiten, dass sie deiner Marke eine einzigartige Optik verleihen. Dasselbe gilt für Farben, Größe und die Verwendung von Negativraum.

Alternativ kannst du beliebte Bilder als Abkürzung verwenden, um deine Markenpersönlichkeit auszudrücken. Nichts sagt „Weisheit“ so sehr wie eine Eule. Oder möchtest du dein Umweltbewusstsein mit einem Blatt zur Schau stellen, so wie Uprooted unten. Die Freiheit, Bilder zu nutzen, kann auch dabei helfen zu erklären, was dein Unternehmen macht, beispielsweise mit einer Illustration, die verrät, welchen Service du bietest.

SeoProLab logomark
SeoProLab Bildmarke, designt von bo_rad.
Mindful Climbing logomark
Mindful Climbing Bildmarke, designt von ludibes.
Norddeutsche Immobilien logomark
Norddeutsche Immobilien Bildmarke, designt von Bion.
Ironpeak logomark
Ironpeak Bidmarke, designt von TamginDesign.
Uprooted logomark
Uprooted Bildmarke, designt von sandycreative.

Die Vorteile von Bildmarken:

  • stark personalisiert und einzigartig (wenn gut designt)
  • ungebändigte Kreativität
  • das richtige Bild kann komplizierte Ideen darstellen und vermitteln – ein Wort sagt mehr als 1000 Worte
  • können sehr flexibel angewandt werden; sehr gut, um eine Vielzahl von Markeneigenschaften darzustellen
  • können vergrößert und verkleinert werden, um an verschiedenen Stellen genutzt zu werden

Die Nachteile von Bildmarken:

  • Wiedererkennungwert für neue Marken stellt sich später ein
  • erfordern Kenntnisse über Grafikdesign, um ihr ganzes Potenzial auszuschöpfen
  • das Risiko, ein Logo zu kreieren, das einer anderen Bildmarke zu sehr ähnelt

Für welche Marken werden Bildmarken empfohlen?

  • Marken, deren Unternehmensname ein Gegenstand oder Tier ist: Apples Apfel, Shells Muschel, Penguins Pinguin
  • neue Marken, die ein radikales Rebranding wollen
  • Marken, deren Service oder Produkte einer Erklärung bedürfen; das Bild einer Bildmarke kann demonstrieren, was ein Unternehmen macht
  • wenn ein bekanntes Bild oder Symbol bereits deine Markenidentität repräsentiert, z. B. die Waage der Gerechtigkeit für Anwaltskanzleien

Wie du die perfekte Bildmarke designst:

  1. Schaue dir beliebte Symbole an, um zu sehen, ob etwas dich oder deine Marke „anspricht“. Dein perfektes Logo könnte schon als ägyptische Hieroglyphe existieren.
  2. Überlege dir kreative Bildkombinationen. Das Bluetooth-Logo zum Beispiel kombiniert die Initialen von Harald Blauzahn in Runen.
  3. Passe einen künstlerischen Stil an deine Markenidentität an. Ein zerkratztes, handgezeichnetes Logo ruft andere Emotionen hervor als ein glänzendes, digitales Logo.

Kombination einer Wort- und Bildmarke

Wenn du dir die Abschnitte zu Wortmarken und Bildmarken durchgelesen hast, fragst du dich vielleicht, warum nicht beides? In vielen Fällen erzeugt die Kombination aus Wort- und Bildmarke ein wirkungsvolleres Logo als jedes für sich.

Im Grunde bieten dir kombinierte Wort- und Bildmarken das Beste aus beiden Welten, aber manchmal verlierst du den Vorteil des einen oder anderen. Vergiss nicht, dass du mehrere Logos haben kannst. Wenn du du also von jedem eins hast, kannst du sicherstellen, dass du immer für jede Gelegenheit das richtige Logo hast.

The Story Shop logo
The Story Shop Logo, designt von RotRed.
Fur & Collar logo
Fur & Collar Logo, designt von Cross the Lime.
Doc Holliday’s logo
Doc Holliday’s Logo, designt von iyank iyo.
Lytte Hytte logo
Lytte Hytte Logo, designt von ❀ᴀʟɪᴄɪᴀ❀.
Dive Arabia logo
Dive Arabia Logo, designt von DSKY.

Die Vorteile einer kombinierten Wort- und Bildmarke:

  • erhöht die Bekanntheit des Namens für unbekannte Marken, die dennoch eine Bildmarke nutzen wollen
  • kann auf kreative Weise für visuelle Wortspiele oder eine bedeutungsvollere Botschaft kombiniert werden
  • du kannst die Vorteile von beiden nutzen

Die Nachteile einer kombinierten Wort- und Bildmarke:

  • durch die Kombination von Wort- und Bildmarken wird das Ergebnis in der Regel größer, wodurch es in kleineren Größen schwerer zu erkennen und zu lesen ist
  • können an aufgeräumteren Stellen klobig oder aufdringlich wirken

Für welche Marken wird eine Kombination aus Wort- und Bildmarke empfohlen?

  • unbekannte Marken, die ihre Bildmarke bekannt machen wollen
  • etablierte Marken, die ein Rebranding durchführen
  • Marken, die eine clevere Idee haben, wie man Wort- und Bildmarken zu einem einzigen Logo vereinen kann

Wie man Wort- und Bildmarke erfolgreich kombiniert:

  1. Suche gezielt nach Wegen, wie du aus beiden eines machen kannst. Vielleicht verlängert sich an einem Buchstaben ein Strich, um Teil der Bildmarke zu werden, oder die Art, wie die Buchstaben sich verbinden, kreiert einen Teil der Bildmarke.
  2. Nutze einheitliche Farben und Stile, um die zwei zu vereinen.
  3. Experimentiere damit, wie du sie „stapeln“ kannst. Manchmal wirst du ein großes Logo brauchen, bei dem die Bildmarke über der Wortmarke steht; manchmal wirst du ein breites Logo brauchen, bei dem sich Bildmarke und Wortmarke auf einer horizontalen Linie befinden.

Wähle die Art Logo, die zu deiner Marke passt

In Sachen Logos hast du so viele Optionen. Es ist wichtig, dass du ein Logo wählst, das perfekt repräsentiert, wer du als Marke bist. Bist du dir noch immer unsicher, welche Art Logo die beste für dich ist? Schau dir unseren Artikel über die verschiedenen Logotypen an, der dir all deine Optionen erklärt und verrät, wie du sie nutzt.

Vergiss nicht: Dein Logo ist das wichtigste Element deines Brandings, daher musst du alles dafür tun, es richtig zu machen. Aber keine Sorge, wenn du keine Designerfahrung hast; die Arbeit mit einem professionellen Designer ist deine Versicherung für ein tolles Ergebnis. Willst du mehr darüber erfahren, wie man ein Logo kreiert? Dann schau dir unseren Artikel dazu an, wie man ein Logo designt.

Auf der Suche nach dem perfekten Logo?
Dann arbeite mit unseren talentierten Designern.