Du stehst also kurz davor, deinen ersten Design-Wettbewerb zu starten? Das ist eine spannende Zeit. Du hast die harte Arbeit erledigt, dein Unternehmen zum Laufen zu bringen – und jetzt ist es Zeit, dich zurückzulehnen und dabei zuzusehen, wie deine Vision mithilfe von Design zum Leben erwacht.

Jemand, der zum ersten Mal einen Wettbewerb abhält, benötigt oft ein großartiges Design, ist sich aber unsicher, wo und wie er beginnen soll. In diesem Artikel werden wir dir dabei helfen, ein Design-Briefing zu schreiben, das Erfolg garantiert.

Alle erfolgreichen Designprojekte beginnen mit einem guten Briefing

Das Design-Briefing ist deine Chance, die besten Designer für deinen Wettbewerb anzuziehen. Außerdem ist es dein erster Kontakt zu potenziellen Designern, also darfst du es nicht vermasseln. Ein Designer macht vom Briefing abhängig, ob er an einem Wettbewerb teilnimmt oder nicht.

Writing a brief

Tatsache ist, wenn du dir nicht die Zeit nimmst, ein präzises Briefing zu erstellen, werden Designer eher nicht teilnehmen. Ein Briefing sollte alle Informationen enthalten, die ein Designer benötigt, um Ideen für ein Konzept zu entwickeln und letztendlich deine Erwartungen zu erfüllen.

Was macht ein gutes Briefing aus?

Konzentriere dich auf die Ziele, die du erreichen willst. Geht es dir um ein Logo Design oder eine Corporate Identity? Wie und wo wirst du dein Design verwenden? Der Großteil der Wettbewerbe auf 99designs sind logobasiert mit der Option,mithilfe des Corporate Identity Pakets eine komplette Marke zu erstellen, 

Bevor du anfängst, dein Briefing zu schreiben, ist es wichtig, den Zweck eines Logos zu verstehen. Ein Logo ist eine Form der Identifikation. Es vermittelt eine Geschichte oder Idee, was es zum wertvollsten Design-Gut jeder Firma, Person oder Produkts macht. Das solltet ihr im Hinterkopf haben, wenn man nach bildlichen Beispielen sucht, die man dem Designer gibt.

Wenn du einen neuen Wettbewerb erstellst, brauchst du dir keine Gedanken um Fragen machen, da dir ein vorbereitetes Briefing zu Verfügung gestellt wird. Alles sollte begesprochen werden, bevor man einen Wettbewerb beginnt.

Wenn Designer die Liste der Wettbewerbe durchstöbern, stoßen sie auf den Titel und Untertitel des Wettbewerbs. Dies gilt für alle Wettbewerbskategorien und ist nicht nur auf Logo-Wettbewerbe beschränkt.

Überschriften und Untertitel

Setting up your creative brief
Du fragst dich, wie du die Aufmerksamkeit eines guten Designers erregst? Beginne mit einer guten Überschrift.

Deine Überschrift sollte immer einfach, prägnant und verständlich sein. Versuche, nicht ungenau zu sein. Zum Beispiel „Entwirf ein einfaches und kreatives Logo für einen guten Zweck“ ist aus mehreren Gründen eine fürchterliche Überschrift. Logos sollten immer einfach und kreativ sein – das ist eine grundlegende Designregel. Designer wissen dies und sind bestrebt, dieser Regel zu folgen, also ist es unnötig, dies in die Überschrift zu schreiben.

Ein weiteres häufiges Problem ist, dass der Designer nicht weiß, wer der Kunde ist oder was er tut. Zum Beispiel:

Ich möchte, dass es das Beste wird. Hilf mir dabei.“

        „Das Beste was? Was hast du vor?“

        „Bist du ein Anwalt, Florist, IT-Unternehmen?“

Viele Designer sind auf bestimmten Gebieten überragend oder haben eine Leidenschaft für das gestalten von Logos für eine bestimmte Branche, die z.B. Haustierservice mit niedlichen animierten Stilen oder einem lustigen Retrostyle. Wenn du sie in der Überschrift wissen lässt, wer du bist, wird es ihnen dabei helfen, dich zu finden.

Hier ist ein Beispiel eines Kunden, der genau weiß, was er will:

Überschrift: Entwirf ein packendes Design von einem Pferd, das aus einer Eiche springt

Untertitel: Wir sind eine Pferdeshow, die mit dem Zirkus herumreist …

Es ist perfekt! Designer wissen genau, wo sie mit ihren Ideen ansetzen sollen. Lass dich aber nicht entmutigen. Es wird nicht von dir erwartet, so genau zu sein. Es ist Sache des Designers, dich zu führen und dir zu helfen.

Hier ist ein weiteres gutes Beispiel:

        Überschrift: Bauunternehmer an der Bay, S.F.

        Untertitel: Allgemeiner Bauunternehmer, Modernisierung

Designer wissen genau, wer der Kunde ist. Um es noch besser zu machen, solltest du ihnen einen Tipp geben, auf welchen Stil du aus bist (wenn du es schon weißt):

Überschrift: Bauunternehmer an der Bay sucht ein altmodisch inspiriertes Logo.

Untertitel: Allgemeiner Bauunternehmer, Modernisierung

Dies wird dir dabei helfen, die Designer anzuziehen, nach denen du suchst.

Hintergrundinformation

Bei den Hintergrundinformationen wirst du darum gebeten, den Namen für dein Logo, den Untertitel oder Slogan (wenn du einen hast) anzugeben ebenso wie eine Beschreibung deiner Firma und dein Zielpublikum:

background

Das Briefing kann in verschiedenen Sprachen verfasst werden. Das Beispiel zeigt die englische Sprache, die in der Regel unter den internationalen Designern zun den meisten Kontakten führt.

Wer bist du? Was tust du?

Wenn ein Designer nicht versteht, wer du bist, wird sich das in der Qualität der Designvorschläge widerspiegeln.

Wen versuchst du, mit deinen Produkten oder Angeboten zu erreichen?

Es ist Aufgabe des Designers, dein Zielpublikum zu ermitteln und Konzepte basierend auf deinem Feedback zu entwerfen. Der allgemeine Ton, die Farbpalette und der Designstil sind für eine Kleiderkollektion für Kinder anders als für jemanden, der versucht, medizinisches Fachpersonal zu erreichen.

Visueller Stil

Der nächste Schritt besteht darin, dem Designer zu zeigen, welchen Stil du generell magst. Unter „Visueller Stil“ wirst du gefragt, welche Farben du bevorzugst. Jede Farbe hat eine Erklärung der Psychologie und Bedeutung der Farbe. Dies ist wichtig, um den richtigen Ton zu treffen.

Stilattribute

Möchtest du etwas Modernes? Minimalistisches? Klassisches? Abstraktes? Mit Buchstaben?

Mit dem Regler für Stilattribute kannst du deine Einstellungen anpassen und deine Vorlieben hervorheben und das Ganze dann mit bildlichen Referenzen unterstreichen.

Du kannst aus den Logos von 99designs auswählen oder (noch besser) deine eigenen Inspirationen hochladen. Ein guter Tipp ist, ein Logo basierend auf deiner Branche zu wählen. Die Logos von Apple und Nike sind großartig, passen aber nicht sonderlich gut, wenn du eine Tierklinik besitzt.

Zusätzlich solltest du deine eigenen Dateien hochladen (z. B. PDF) oder auf eine Pinterest Seite verlinken für noch mehr Inspiration. Dies sind großartige Richtlinien für Designer, die nach dem Stil, den du haben möchtest, suchen.

Ebenfalls ein guter Tipp ist, immer zu erklären, weshalb du ein bestimmtes Bild als Referenz gewählt hast. Liegt es an der Typografie, dem Stil? Auch ein paar Designs, die du nicht magst, hinzuzufügen, ist wichtig. Und lass auch hier den Designer wissen, weshalb. Vielleicht suchst du nach einem klassischen Logo und etwas Abstraktes bringt dir nichts.

Wenn du diesen einfachen Regeln folgst, wird das zu einem fantastischen Design(-Wettbewerb) führen.

Vergiss die Details nicht!

Brand identity pack
Denke über das Logo hinaus. Wie sieht deine Marke aus? (von Zalo Estévez)

 

Glaubst du, du wirst auch Visitenkarten, Briefpapier oder ein Facebook Cover benötigen, nachdem du dich für ein Logo entschieden hast? Das Corporate Identity Paket ist eine tolle Option, die dich auch an allem Weiteren mit dem Gewinner deines Logo-Wettbewerbs zusammenarbeiten lässt. 

Denk dran: Visuelle Referenzen sind ausschlaggebend, sowohl was du magst, als auch was du nicht magst. Erwartungen setzen und dem Designer so viele Details wie möglich geben, ist ebenfalls entscheidend.

Sprich erst mit einem Drucker

Es ist eine gute Idee, zuerst mit einem Drucker zu sprechen, bevor du einen Wettbewerb startest. Er kann mit dir über die verschiedenen Möglichkeiten sprechen, die es beim Druck gibt. Hier ist dein Budget ein wichtiger Faktor, wenn es um das Aussehen deiner Markenidentität geht.

Schreibe ins Briefing, für welche Methode des Drucks der Visitenkarten (oder andere Design-Elemente) du dich entschieden hast. Alle weiteren Informationen zu den Druckdaten sind ebenfalls dringen notwendig, um die richtigen Vorlagen zu entwerfen. 

Jeder Designer muss die Ausmaße des Projekts kennen, damit es das Design gut wiedergibt, unabhängig davon, wo es verwendet wird, und damit jede Datei ordnungsgemäß für den Druck vorbereitet ist.

Schließe Angaben für den Druck im Briefing ein

Ebenfalls gut ist es, wenn du angibst, aus welchem Land du kommst, da jedes Land seine eigenen Standards hat. Zum Beispiel benötigen Kunden aus den USA Dokumente in Inches mit einem 0.025 Anschnitt, während man in Großbritannien, Europa, Australien und der Schweiz alle Dokumente in CMYK mit einem 3mm Anschnitt benötigen. (Anschnitte sind Teile der Dokumenteinstellungen für den Druck – etwas, was dein Designer weiß und sich bewusst ist).

Jede andere spezifische Information oder Anleitung, die du vielleicht hast, kann im Abschnitt Notizen behandelt werden.

Zusammenfassung

Vergiss nicht, je mehr Zeit du in dein Briefing investierst, umso besser werden die Ergebnisse sein. Unsere Designer sind da, um dir zu helfen deinen Stil zu finden, aber sie brauchen auch deinen Input. Mit ein wenig Zeit und Mühe wirst du das Design bekommen, das du schon immer wolltest. Viel Spaß!

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