Logoanimationen gibt es heutzutage immer häufiger. Zwischen Smartphones und der allgemeinen Weiterentwicklung der Internettechnologie werden Logos nun viel häufiger in digitalen Bereichen angetroffen und dies öffnet die Tür für visuelle Effekte wie Animationen, die bei physischen Produkten nicht möglich sind. Natürlich bedeutet die immer größer werdende Beliebtheit animierter Logos, dass immer mehr Marken ein animiertes Logo benötigen, um konkurrenzfähig zu bleiben. Zu lernen wie man ein Logo animiert, kann also wertvoll sein, um dein Logo auf die nächste Stufe zu heben.

Abbildung zeigt eine Zeichnung, die neben dem Adobe After Effects-Logo animiert wird
Heutzutage ist es selbst Einsteigern möglich, Logoanimationen zu erstellen, und wir werden dir zeigen wie. Design von OrangeCrush

Gleichzeitig ist auch die Animationssoftware allgegenwärtiger, schlanker und intuitiver geworden, um diese wachsende Nutzerbasis zu unterstützen. Es spielt also keine Rolle, wie technisch und herausfordernd Logoanimation klingen mag, selbst Einsteiger können heutzutage einfache, aber wirkungsvolle Animationen kreieren.

Daher erklären wir euch die Grundlagen der Logoanimation von Anfang bis Ende. Als Beispiel werde ich mit einem Logo arbeiten, das ich für meinen eigenen Blog erstellt habe: Story Mode. Während wir in diesem Tutorial Adobe After Effects nutzen, enthalten die meisten Animationsprogramme ähnliche Funktionen und die Grundlagen, wie das Programm funktioniert, lassen sich auf jedes Programm anwenden, auch wenn die jeweiligen Namen und Menüoptionen sich eventuell unterscheiden.

Wie man in 7 Schritten ein Logo mit After Effects animiert

  1. Bereite die Logodatei vor
  2. Importiere dein Logo in After Effects
  3. Erstelle die Komposition
  4. Mit Keyframes animieren
  5. Mit Formebenen animieren
  6. Passe das Timing deiner Animation an
  7. Exportiere dein animiertes Logo

Schritt 1: Bereite die Logodatei vor

Tatsächlich starten wir mit unserem Tutorial zu Logoanimation in Adobe Illustrator (oder einer ähnlichen Logodesign-Software, die du besitzt).

Obwohl die Animationssoftware selbst rasterbasiert ist, sollte die Logodatei im Vektorformat sein. Dadurch kann sie verändert werden, ohne dass darunter die Bildqualität leidet (ein vergrößertes Rasterlogo wird beispielsweise verpixelt). Das ist später hilfreich, wenn wir mit Formebenen arbeiten.

Screenshot von Adobe Illustrator mit einem Logo im Inneren
Stelle mithilfe des Ebenenmenüs sicher, dass dein Logo in Ebenen unterteilt ist.

Dein Logo sollte zudem in Ebenen unterteilt und nicht als einzelnes Objekt gruppiert sein. Dadurch kannst du problemlos komplexere Animationen kreieren, indem du einzelne Teile des Logos animierst. Du kannst neue Ebenen mit dem Button Neue Ebene hinzufügen erstellen, den du unten im Ebenenmenü findest, und dann die Teile deines Logos dort hineinkopieren.

Da Animationen nun mal digital sind, arbeiten wir mit RGB-Farben. Wenn deine Illustrator-Datei auf CMYK gesetzt ist, kannst du dies ändern, indem du dein Logo auswählst und auf Bearbeiten > Farben bearbeiten > in RGB konvertieren gehst.

Wenn du fertig bist, exportiere dein Logo als Vektordatei. Da die Dateiformate von After Effects Teil der Adobe-Softwarefamilie sind, werde ich mein Logo als AI-Datei (Adobe Illustrator) speichern, aber es gibt noch eine Reihe anderer Formate für Vektordateien die du auswählen kannst, falls du eine andere Software nutzt.

Schritt 2: Importiere das Logo in After Effects

Öffne After Effects. Die Benutzeroberfläche mag auf den ersten Schritt kompliziert wirken, also lass uns einen Blick auf die wichtigsten Dinge werfen:

Screenshot der Adobe After Effects-Oberfläche mit beschrifteten Abschnitten
Unterteilung der Benutzeroberfläche von After Effects
  1. Werkzeugleiste: Hier findest du die grundlegenden Werkzeuge wie Zeichenstift, Textwerkzeug etc.
  2. Projektleiste: Hier kannst du die Mediendateien deiner Projekte managen und organisieren.
  3. Kompositionsfenster: Dies ist das Fenster für die Videovorschau, wo du die Animation der aktuellen Komposition anschauen kannst. Kompositionen sind im Grunde Szenen, die jeweils ihre eigene Animations-Zeitleiste haben. Wir sprechen mehr über Kompositionen im nächsten Abschnitt.
  4. Zeitleiste: Hier wirst du deine Animation erstellen. Sie besteht sowohl aus der eigentlichen Zeitleiste auf der rechten Seite (wo du basierend auf einem zeitbasierten Diagramm einstellst, wann eine Animation starten soll) als auch dem Kompositionsbereich auf der linken Seite.
  5. Bedienfeld: Hier hast du Zugriff auf verschiedene zusätzliche Funktionen wie Medieninformation, Absatz- und Ausrichtungsoptionen und die Bibliothek mit visuellen Effekten, die bereits in After Effect integriert ist.

Falls du mit einem Tool oder Button nichts anfangen kannst, erscheint eine kleine Erklärung, wenn du mit der Maus darüber fährst.

Um deine Logodatei zu importieren, ziehe sie einfach in die Projektleiste oder gehe auf Datei > Importieren Datei. Wähle in der folgenden Dialogbox Komposition, um die Datei zu importieren.

Schritt 3: Die Komposition erstellen

Eine Komposition ist ein Container, der es dir ermöglicht, Mediendateien zu bearbeiten, in Ebenen zu unterteilen oder Animationen hinzuzufügen. Eine größere Produktion wie beispielsweise ein Film wird mehrere Kompositionen enthalten, die in der Projektleiste organisiert werden. Du kannst Kompositionen also als eine einzelne Szene innerhalb dieses Films betrachten und jede Komposition wird ihre eigene separate Zeitleiste haben. In unserem Fall, einer Logoanimation, die kürzer als fünf Sekunden ist, werden nur sehr wenige Kompositionen benötigt.

Screenshot der After Effects-Oberfläche mit einer erstellten Komposition
Um eine Komposition zu erstellen, ziehe deine Mediendateien in die linke Seite der Zeitleiste

Beginnen wir mit einem einfachen Hintergrund. Klicke mit der rechten Maustaste in das Kompositionsfenster und wähle Neu Farbfläche. Da mein Logo weiß ist, habe ich mich für eine schwarze Farbfläche entschieden, aber du kannst jede beliebige Farbe wählen. Gib im folgenden Fenster der Farbfläche einen Namen (in meinem Fall „BG“), klicke auf den Button Wie Kompositionsgröße und dann auf Ok. Ziehe nun deine Logodatei aus der Projektleiste in die Zeitleiste und du solltest eine Vorschau deines Logos im Kompositionsfenster sehen. Falls nicht, ordne deine Ebenen neu an, indem du die Farbfläche des Hintergrunds unter die Logodatei ziehst.

Klicke mit einem Rechtsklick die Logodatei im Kompositionsfenster an und wähle Erstellen In Ebenenkomposition konvertieren. Dies wird aus deiner Logodatei eine weitere Komposition machen (du wirst sehen, dass sich das Icon ändert). Ein Doppelklick auf die Logodatei wird nun einen neuen Tab öffnen und dich zu dieser neuen Komposition bringen, die alle einzelnen Ebenen enthält, die du in Illustrator erstellt hast. Du siehts nun, wie Kompositionen funktionieren: Sie sind im Grunde wie Unterordner.

Wenn du wolltest, könntest du jede dieser Ebenen in eine eigene Komposition konvertieren, indem du sie mit einem Rechtsklick anklickst und Unterkomposition erstellen auswählst. Dadurch würde diese Ebene eine separate Animationszeitleiste innerhalb der vorherigen Komposition erhalten. Und wenn du ein ganzes Logo auf einmal animieren willst, nutzt du die Zeitleiste, die zur Hauptkomposition gehört.

Lass uns nun schauen, wie diese Zeitleisten für Animationen funktionieren.

Schritt 4: Animieren mit Keyframes

After Effects (und die meisten anderen Animationsprogramme) arbeitet mit Keyframes. Keyframes sind im Grunde Markierungen, die du in der Zeitleiste setzen kannst, um zu entscheiden, wann deine Animation anfangen und enden soll.

Beginnen wir mal mit einer ganz einfachen Animation: der Einblendung. Es gibt verschiedene Attribute, die mit einem Objekt verbunden sind, und eine Animation sind im Wesentlichen Attribute, die über eine bestimmte Zeitspanne geändert werden. Um diese Attribute zu sehen, klicke auf das Erweiterungssymbol sowohl neben der Logokomposition als auch unter Transformieren.

Screenshot des Zeitleistenfensters von Adobe After Effects
Erstelle Keyframes, indem du auf die Stoppuhr neben den Eigenschaften in der Zeitleiste klickst.

Für eine Einblendung willst du mit den Attributen arbeiten, die die Sichtbarkeit eines Objekts angeben: der Deckkraft. Die Deckkraft steht auf 100 %, da das Logo standardmäßig vollständig sichtbar ist.

Klicke auf die Stoppuhr neben Deckkraft und es erscheint ein Pfeil dort, wo die Markierung für die Abspielposition gesetzt wurde (die blaue Linie, die die Zeitleiste kreuzt). Dies ist ein Keyframe, im Grunde ein Schnappschuss der aktuellen Werte des jeweiligen Attributs. Bewege den Keyframe, indem du ihn anklickst und zur 2-Sekunden-Markierung in der Zeitleiste ziehst. Ziehe die Abspielposition zurück auf die 0-Sekunden-Markierung, erstelle einen weiteren Keyframe und setze die Deckkraft auf 0 %. Drücke die Leertaste, um eine Vorschau der Animation im Kompositionsfenster zu sehen.

Du wirst sehen, dass du eine Animation mit einer stufenweisen Einblendung erstellt hast, indem du über einen Zeitraum von 2 Sekunden in nur zwei Keyframes die Deckkraft von 0 % auf 100 % geändert hast. So werden im Grunde alle Animationen in After Effects erstellt. Du erstellst einen Start-Keyframe und einen End-Keyframe in verschiedenen Intervallen entlang der Zeitleiste und After Effects berechnet automatisch die notwendigen Frame-Übergänge, um von Punkt A zu Punkt B zu gelangen (traditionell „Inbetweens“ genannt).

Animiertes GIF einer Einblendanimation in After Effects
Eine einfache Einblendung wird mithilfe von zwei Keyframes für die Deckkraft erstellt.

Unter Transformieren siehst du, dass es eine Reihe von Attributen gibt, mit denen du arbeiten kannst, was wir an dieser Stelle kurz erklären. Experimentiere ein wenig mit Keyframes herum, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was mit ihnen möglich ist:

  • Position: Dieses Attribut beschreibt die Position des Logos auf einer XY-Ebene im Kompositionsfenster und ermöglicht es dir, lineare Bewegung zu animieren.
  • Größe: Dieses Attribut beschreibt die Größe des Logos (in Prozent relativ zur Originalgröße der Quelldatei) und ermöglicht es dir, größer oder kleiner werdende Animationen zu erstellen.
  • Rotation: Dieses Attribut beschreibt die Ausrichtung in Grad und ermöglicht es dir, sich drehende Animationen zu erstellen.

Pro-Tipp: Was Logoanimationen betrifft macht es Sinn, umgekehrt zu arbeiten (wie wir es bei der Einblendung getan haben), da die Animation mit dem fertigen, vollständigen Logo enden soll. Das bedeutet, dass du Keyframes erstellen musst, bevor du irgendetwas änderst, damit du Snapshots der Attribut-Werte in ihrem Standardzustand hast. Du kannst diese Keyframes dann zu deinem beabsichtigten Endpunkt der Zeitleiste ziehen (wie lang auch immer die Animation gehen soll) und neue Keyframes für Änderungen am Startpunkt der Zeitleiste erstellen.

Schritt 5: Animiere dein Logo mit Formebenen

Schauen wir uns nun einige interessantere Animationstechniken mit Formebenen an. Formebenen sind Objekte, die Pfadinformationen wie Ankerpunkte und Verbindungslinien enthalten (ähnlich denen in Vektorprogrammen). Diese zu verändern, eröffnet ganz neue Animationsmöglichkeiten, die über Transformieren hinausgehen.

Screenshot des Adobe After Effects-Zeitleistenfensters
Neben den Formebenen befindet sich ein Stern und du kannst mit einem Rechtsklick eine Vektorgrafik in eine Formebene konvertieren, indem du Erstellen > Formen aus Vektorebene erstellen wählst.

Zuerst werden wir das Logo in eine Formebene konvertieren. Im Fenster mit den Ebenenkompositionen (die Ebenen, die wir in Schritt 3 erstellt haben), wähle alle deine Ebenen, klicke sie mit einem Rechtsklick an und wähle Erstellen > Formen aus Vektorebene erstellen. Du wirst sehen, dass jede Ebene dupliziert wird und sich ein Stern neben ihr befindet – dies ist eine Formebene. Unter der Formebene findest du die Content-Eigenschaften zusätzlich zu den Transformieren-Eigenschaften. Rechts von den Content-Eigenschaften siehst du den Button Hinzufügen, der es dir ermöglicht, noch mehr Attribute auszuwählen, um diese zu animieren.

Screenshot des Adobe After Effects-Zeitleistenfensters
Formebenen enthalten den Button Hinzufügen (rechts der Content-Eigenschaften) und dies ermöglicht es dir, alle möglichen animierbaren Eigenschaften wie Trimmpfade hinzuzufügen

Für mein Logo habe ich mich für eine sehr verbreitete und nützliche Animation mithilfe eines Trimmpfads entschieden. Dazu habe ich den Formebenen für jeden Buchstaben Trimmpfade mit dem Button Hinzufügen hinzugefügt, den Keyframe für das Attribut Ende auf 0 % am Anfang der Zeitleiste gesetzt und ungefähr 1 Sekunde später auf 100 %.  Wie du sehen kannst, sieht dadurch der Umriss der Buchstaben aus, als würde er in Echtzeit von einer unsichtbaren Hand gezeichnet.

Animation zum Trimmen von Pfaden in Adobe After Effects
Trimmpfade ermöglichen es dir, Linien zu animieren, die sich in Echtzeit selbst zeichnen.

Zusätzlich wollte ich einige Akzentanimationen in den Hintergrund einbauen. Da mein Projekt schwarzweiß ist, entscheide ich mich für einen Tunneleffekt, der an Twilight Zone erinnert. Dazu nutze ich das Polygon-Werkzeug aus der Werkzeugleiste, um eine Form in die Mitte meiner Komposition zu zeichnen, und erstelle so eine neue Formebene.

Dann habe ich eine Wiederholung hinzugefügt, die Position zentriert und die Anzahl der Kopien erhöht. Dadurch wir die Form dupliziert, um einen scheinbar unendlichen Tunnel zu erzeugen. Die Anpassung der Größe vergrößert den Raum zwischen jeder Kopie und das Ändern der Drehung richtet die Kopien in verschiedene Richtungen aus, um sie optisch interessant zu machen.

Um dies schließlich zu animieren, habe ich einen Offset-Keyframe mit 0 zu Beginn der Zeitleiste erstellt und ihn zu einem späteren Zeitpunkt in der Zeitleiste auf einen negativen Wert gestellt.

Screenshot des Adobe After Effect
Mit einer Polygon-Formebene und einer Wiederholung konnte ich einen animierbaren Hintergrund kreieren.

Du hast wahrscheinlich den Eindruck, dass es sehr viele Optionen für Formebenen gibt. Das stimmt auch: Es gibt ganze Onlinekurse zu diesem Thema und du solltest viel Zeit mit Experimentieren, Üben und Lernen verbringen.

Ich kann dir auch nicht sagen, welcher Animationsstil der richtige für dich ist, oder welche Animations-Tools du benötigen wirst, um diesen Stil zu erzielen. Ich kann dir allerdings Tipps dazu geben, wie du das für dich selbst herausfindest. Suche bei anderen animierten Logos nach Inspiration, zum Beispiel bei deiner Konkurrenz, Marken, die du bewunderst, und/oder einer Seite wie Pinterest – so wie du es gemacht hast, als du dein Logo ursprünglich entworfen hast.

Wenn du diese Logos mit deinem neuen Wissen über Animation analysierst, wirst du feststellen, dass viele davon auf der einfachen Manipulation von Formen basieren. Sobald du ein paar Logos gefunden hast, die dir gefallen, kannst du versuchen, diese zu Übungszwecken in After Effects nachzubauen.

Schritt 6: Passe das Timing deiner Animation an

Reden wir mal für einen Moment über Timing, also die Geschwindigkeit der einzelnen Szenen einer Animation. Du siehst eine Darstellung des Timings, indem du zum Diagramm-Editor gehst. Klicke dazu auf das Diagramm-Symbol (es erscheint Diagramm-Editor, wenn du mit der Maus darüber fährst), oben in der Zeitleiste. Dies wird die Zeitleiste in einen linearen Graphen ändern.

Wenn du auf eines deiner Keyframe-Attribute klickst, wirst du eine gerade Linie von einem Keyframe zum nächsten sehen. Da wir bisher nur Start- und End-Keyframes erstellt haben, haben wir es After Effects überlassen, das Timing zu berechnen. Ohne Anweisung geht After Effects jeden Animationsframe gleichmäßig durch, was zu einer perfekt geraden Linie führt.

Screenshot des Diagrammeditors in Adobe After Effects
Der Diagramm-Editor zeigt das Timing der Keyframes als linearen Graphen.

Das gezielte Variieren des Timings ist es jedoch, was der Animation ein Gefühl von Realismus gibt. Bei der Animation eines hüpfenden Balles zum Beispiel, bewegt sich der Ball aufgrund des Momentums und der Gravitation am höchsten Punkt langsamer und schneller, wenn er näher am Boden ist. Mit anderen Worten, er bewegt sich nicht die gesamte Animation über gleich schnell und wenn er es täte, würde es roboterhaft wirken.

Screenshot der Bezier-Tools in Adobe After Effects
Mit den Bézier-Werkzeugen im unteren Bereich des Diagramm-Editors kannst du die Krümmung des Graphen anpassen.

Der Diagramm-Editor ermöglicht es dir, das Timing deiner Animation mithilfe der Bézier-Einstellungen anzupassen, um aus dem Graphen eine Kurve zu machen. Unten rechts im Diagramm-Editor siehst du eine Reihe von Symbolen mit quadratischen Punkten, die an Linien befestigt sind – diese werden Bézier-Griffe genannt.

Klicke auf einen deiner Keyframes und fahre mit der Maus über die Bézier-Werkzeuge, bis du das Werkzeug mit der Bezeichnung Keyframes in Auto-Bézier konvertieren findest. Wenn du dort drauf klickst, wirst du sehen, wie ein gelber Griff im Graphen erscheint. Diesen Griff zu ziehen, wird zu einer Krümmung der Linie führen und das Timing deiner Animation ändern. Dort, wo die Kurve ausgeprägter ist, werden die Frames schneller abgespielt und dort, wo sie flacher ist, werden die Frames langsamer abgespielt.

Screenshot der Bezier-Tools in Adobe After Effects
Eine schärfere Kurve entspricht einem schnelleren Timing und eine geradere Kurve entspricht einem langsameren Timing

Um wirklich die Feinheiten zu verstehen, wie du dein Timing anpassen solltest, braucht es Erfahrung mit Animation, daher ist die Anpassung von Bézier-Kurven per Hand ein fortgeschritteneres Thema. Im Sinne dieses Einsteiger-Tutorials empfehle ich, das Bézier-Tool Easy Ease für das gesamte Timing deiner Animation zu verwenden (welches eine automatische Kurve auf deinen gewählten Keyframe anwendet). Du kannst Easy Ease für jeden Keyframe außerhalb deines Diagramm-Editors nutzen, indem du einen Keyframe auswählst und mit einem rechten Mausklick anklickst.

Schritt 7: Exportiere dein animiertes Logo

Wenn du bereit bist, dein fertig animiertes Logo zu exportieren, gehe zu Datei Exportieren > Zu Adobe Media Encoder-Warteschlange hinzufügen. After Effects exportiert standardmäßig im mp4-Format, was für ein Video okay ist. Da wir eine teilbare Bilddatei aus unserer Logoanimation erstellen wollen, werden wir es als animiertes GIF exportieren. Klicke im Fenster des Media Encoders auf den Pfeil neben dem blauen Text unter dem Wort Format und wähle Animiertes GIF. Du kannst auch einen Zielordner für deine fertige Datei festlegen, indem du den blauen Text unter dem Wort Ausgabedatei anklickst.

Screenshot des Adobe Media Encoders
Um deine Datei zu exportieren, gehe zu Datei > Exportieren > Zu Adobe Media Encoder-Warteschlange hinzufügen und wähle Animiertes GIF aus dem Dropdown-Menü unter Format.

Doppelklicke den blauen Text unter der Vorgabe, um das Fenster mit den Exporteinstellungen zu öffnen. Es gibt ein paar Optionen, auf die du achten solltest, um die Größe deiner Datei zu reduzieren: Qualität (habe ich auf 20 gestellt), Frame Rate (habe ich auf 10 gestellt, auch wenn eine höhere Frame Rate (fps) für Videos empfohlen wird) und die Länge, was der blaue Balken unter der Vorschau ist (ich habe meins auf 4 Sekunden beschnitten). Wähle OK, um das Fenster zu schließen.

Das fertige animierte Logo GIF
Meine fertige Logoanimation

Sobald du fertig bist, wähle das grüne Play-Symbol in der oberen rechten Ecke des Media Encoders und deine Datei wird in deinen gewählten Zielordner exportiert. Und da hast du es: deine fertige Logoanimation!

Erwecke deine Marke mit einer Logoanimation zum Leben

Logoanimation ist mehr als nur ein beliebter Trend, mit dem Marken mithalten müssen. Ein animiertes Logo hat zweifelsfrei auch etwas Magisches an sich und ist ein hervorragender Weg, jedem eine optische Freude zu machen, der mit deiner Marke in Kontakt kommt. Und zum Glück haben sich Animationsprogramme so weiterentwickelt, dass die meisten Leute unabhängig von ihrem Können ihrem Logo diesen Hauch von Magie verpassen können.

Während dieses Tutorial dir die Grundlagen dazu vermitteln soll, wie man ein Logo animiert, ist doch viel Ausprobieren, Übung und Experimentieren nötig, um mehr als nur einfache Animationen zu kreieren. Wenn du eine Logoanimation möchtest, die wahrlich etwas Besonderes ist, lohnt es sich, in einen professionellen Logoanimator zu investieren.

Du möchtest das perfekte animierte Logo für dein Unternehmen?
Dann arbeite mit unseren talentierten Designern.