Es gibt Dinge im Leben, die erfordern besonders viel Geduld. Der Oma das Internet erklären. Eine gut sitzende Hose kaufen. Den richtigen Grafikdesigner finden. Letzteres ist ein Problem, dem besonders junge Unternehmen gegenüberstehen. Wir verraten dir, wie du den richtigen Grafikdesigner findest, indem du auf folgendes ganz gesondert achtest.

Design-by-Ava

Design von Ava N Garda

Wieso brauche ich überhaupt einen Grafikdesigner?

Natürlich könntest du alle grafischen Arbeiten auch selbst übernehmen, doch wenn du darin keinerlei Erfahrung hast, wird das Ergebnis wahrscheinlich eher peinlich. Zugegeben, auch ein besonders schlechtes Design kann die Aufmerksamkeit für einen Moment erhöhen. Man sagt schließlich nicht ohne Grund „Es war wie ein Unfall. Ich konnte gar nicht wegsehen.“ Aber es wird dir sicher nicht dabei helfen, deine gewünschte Botschaft und Markenwerte zu vermitteln. Und auch wenn du das beste Produkt oder den besten Service der Welt anbietest, wird es schwer, die Menschen davon zu überzeugen, wenn deine Website aussieht, als hätte sie ein 8-Jähriger mit Paint gestaltet. Daher ist es besser, einem Profi zu vertrauen, der sich mit Grafikdesign auskennt.

Wo finde ich einen Grafikdesigner?

Bevor du sämtliche Cafés der Stadt nach Leuten mit dicken schwarzen Brillen und MacBooks abklapperst, in der Hoffnung, einer von ihnen würde jegliche Klischees erfüllen und nur darauf warten, dir sein Portfolio in die Hand zu drücken, kannst du in deinem Freundes- und Bekanntenkreis fragen, ob jemand von ihnen einen guten Grafikdesigner kennt. Dies hat den Vorteil, dass persönliche Empfehlungen in der Regel vertrauenswürdiger sind als Empfehlungen im Internet. Aber auch dort lassen sich mithilfe der einschlägigen Suchmaschinen gute Grafikdesigner ausfindig machen. Und natürlich gibt es diverse Online-Plattformen, auf denen du dich umschauen kannst.

Worauf muss ich bei der Wahl des Grafikdesigners achten?

Wichtig bei der Wahl des Grafikdesigners ist zuallererst, dass ihr auf einer Wellenlänge seid. Um das herauszufinden, solltest du dir zunächst sein Portfolio ansehen. Wenn du einen kleinen süßen Blumenladen hast, sich im Portfolio des Grafikdesigners aber bisher nur Projekte für Versicherungen oder Gothic-Partys finden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ihr nicht auf einen gemeinsamen Nenner kommen werdet. Dies wird nicht nur frustrierender, je länger man zusammenarbeitet, sondern kann auch ziemlich ins Geld gehen. Achte stattdessen darauf, dass er bereits an ähnlichen Projekten gearbeitet hat und sein Stil deinen Vorstellungen entspricht.

Ich habe einen Grafikdesigner gefunden, der mir zusagt. Und nun?

Sobald du einen Grafikdesigner gefunden hast, dessen Portfolio dich überzeugt, solltest du ihn wissen lassen, was du überhaupt von ihm möchtest. Das machst du am besten mit einem Briefing. Im Briefing beschreibst du kurz und knapp, aber dennoch deutlich, worum es sich bei deinem Unternehmen handelt, welche Botschaft du vermitteln willst, welche Stilrichtung dir vorschwebt usw. Tipps zu einem guten Briefing findest du auch hier. Je mehr Informationen du dem Grafikdesigner an die Hand gibst, desto treffsicherer kann er deine Vorstellungen kreativ umsetzen. Kommunikation ist von großer Wichtigkeit!

Als Nächstes solltest du in Erfahrung bringen, wie es mit der Bezahlung aussieht. Sage ihm klipp und klar, wie hoch dein Budget ist, damit er dir mitteilen kann, ob er das, was du dir vorstellst, zu diesem Preis umsetzen kann. Was die Art der Abrechnung angeht, gibt es im Wesentlichen zwei Möglichkeiten. Entweder lässt er sich pro Stunde bezahlen oder pro Projekt. Der Vorteil, nach Stunden zu bezahlen, liegt darin, dass du möglicherweise günstiger wegkommst, wenn der Grafikdesigner dir ein Design liefert, mit dem du schnell zufrieden bist und nicht viele Überarbeitungen benötigt. Jede weitere Überarbeitung kostet logischerweise mehr Zeit und somit mehr Geld. Bei der Bezahlung pro Projekt hast du einen besseren Überblick über die tatsächlichen Kosten. Auch wird sich der Designer nicht all zu viel Zeit lassen, dir seine Entwürfe zu schicken, schließlich will er nicht seinen eigenen Stundenlohn drücken.

Auch gilt es zu klären, ob du einen Teil vorauszahlen wirst oder die gesamte Summe erst nach Abschluss des Projekts zu bezahlen ist. Eine Vorauszahlung in Höhe von 25 bis 50% ist nicht ungewöhnlich. Von einer kompletten Bezahlung im Voraus solltest du eher absehen.

Lass dir auch erklären, wie die Arbeitsabläufe des Designers aussehen. Nichts ist für einen Grafikdesigner schlimmer als ein Kunde, der jeden Tag fragt, wann der nächste Entwurf kommt. Und nichts ist für einen Kunden schlimmer, als nicht zu wissen, wann der nächste Entwurf kommt.

Wichtig ist ebenfalls, dass ihr einen Vertrag ausarbeitet, in dem ihr eure Vereinbarungen schriftlich festhaltet. Achte darauf, dass am Ende alle Rechte am Design bei dir liegen. So kannst du frei über das Design verfügen.

Was muss ich während der Zusammenarbeit beachten?

Kommunikation ist das A und O. Was in einer guten Beziehung gilt, trifft auch bei der Zusammenarbeit mit Grafikdesignern zu. Keiner von ihnen kann Gedanken lesen, deshalb ist es wichtig, dass ihr in ständigem Kontakt steht. Du solltest sicherstellen, dass du nicht all zu lange brauchst, um seine Rückfragen zu beantworten und ihm für seine Vorschläge Feedback zu geben. Konstruktive Kritik ist wichtig und erwünscht, aber auch Lob darf durchaus geäußert werden, damit der Designer weiß, dass es in die richtige Richtung geht.

Die Chancen stehen gut

Wenn du bei der Wahl des Grafikdesigners darauf achtest, dass er mit deinem gewünschten Stil vertraut ist, ihm deine Vorstellungen klar vermittelst und regelmäßig Feedback zu seinen Entwürfen gibst, wirst du schnell und unkompliziert zu einem Design kommen, das deinen Bedürfnissen entspricht und deinem Unternehmen dabei hilft, nicht auszusehen, als wäre es nur ein Hobbyprojekt.

Sieh dich gerne einmal in den Profilen unserer Designer um! Unsere globale Community sprüht vor Kreativität und Vielseitigkeit. Lass dich inspirieren!